Der Anstieg der Erzeugerpreise ging auch im Mai mit einem Anstieg um 33,6 Prozent weiter und wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mitteilte, wurde auch im Mai ein neues Rekordhoch ausgewiesen, denn niemals zuvor seit der ersten Erhebung dieser Zahlen im Jahr 1949 waren die Erzeugerpreise stärker gestiegen als im letzten Mai.

Selbst gegenüber dem bisherigen Rekord vom April war ein nochmaliger Anstieg der Erzeugerpreise um 1,6 Prozent zu verzeichnen. Damit setzt sich die Reihe neuer Rekordwerte fort. Sie bestimmt das Bild nun schon bereits seit dem Dezember 2021, wobei die Anstiege im März mit 30,9 Prozent, im April mit 33,5 Prozent und im Mai mit 33,6 Prozent besonders extrem ausfielen.

Verantwortlich für die extreme Preisentwicklung ist auch weiterhin der massive Anstieg der Preise für Energie und Rohstoffe. Im Durchschnitt aller Energieträger erhöhten sich die Erzeugerpreise im Mai um 87,1 Prozent. Den größten Anstieg verzeichnete dabei der Preis des Erdgases mit 148,1 Prozent.

Die Energierohstoffe bleiben der große Preistreiber

Die Kraftwerksbetreiber mussten für das von ihnen benötigte Erdgas sogar 241,2 Prozent mehr bezahlen als noch vor einem Jahr. Selbst gegenüber dem April verteuerte sich das Erdgas über alle Abnehmergruppen hinweg nochmals um 2,5 Prozent.

Ebenfalls extrem waren die Preisaufschläge auf dem Stromsektor. Sein Preis lag im Mai um 90,4 Prozent über jenem vom Mai 2021 und verzeichnete auch gegenüber dem April 2022 einen erneuten Anstieg von 4,0 Prozent. Weiterverkäufer mussten 165,2 Prozent mehr bezahlen als noch vor einem Jahr und für gewerbliche Kunden stiegen die Strompreise um 16,8 Prozent.

Auch die Erzeugerpreise für Mineralölerzeugnisse verteuerten sich im Mai mit einem  Anstieg um 55,8 Prozent überdurchschnittlich. Hier ergab sich gegenüber dem April 2022 ein erneuter Preisanstieg von 2,5 Prozent. Leichtes Heizöl hat sich mit einem Anstieg um 96,0 Prozent fast verdoppelt. Deutlich geringer aber immer noch sehr schmerzhaft waren Preisanstiege für Kraftstoffe. Sie erhöhten sich um 49,4 Prozent.





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