Russland erobert wichtigen Vorort von Sjewjerodonezk

Im Donbass tobt derzeit im Ukraine-Krieg der Kampf um die Kontrolle des Oblastes Lugansk im Osten des Landes. Sjewjerodonezk ist dabei eine der letzten Großstädte, die noch nicht vollständig unter russischer Kontrolle ist. Nun wurde ein wichtiger Vorort, Metjolkine, von der russischen  Armee erobert.

Eroberung bietet Russland neue militärische Möglichkeiten

Metjolkine liegt dabei südöstlich direkt angrenzend an Sjewjerodonezk. Wie das Handelsblatt berichtet, bestätigte heute, Montag, in der Früh der ukrainische Generalstab den Verlust des Vorortes. Russland sprach bereits gestern von einer vollständigen Einnahme. Somit hat Russland nun aus militärischer Sicht neue Möglichkeiten, die Stadt flankierend anzugreifen. In Sjewjerodonezk selbst ist die Lage unklar, das Zentrum und der Osten sollen unter russischer Kontrolle sein, der Bahnhof und das Industriegebiet im Westen unter ukrainischer.

Kampf um Lugansk fast entschieden

Sjewjerodonezk und Lyssytschansk sind die zwei letzten umkämpften Großstädte im Oblast Lugansk. Lugansk wäre somit bei einem russischen Erfolg der erste Oblast, der vollständig unter russische Kontrolle kommen würde. Somit hätte dann auch die selbst ausgerufene, nur von Russland anerkannte „Volksrepublik Lugansk“ das erste Mal ihr gesamtes gefordertes Staatsgebiet unter Kontrolle. Seit 2014 tobt hier bereits der Bürgerkrieg zwischen Separatisten und dem ukrainischen Militär. Im Gebiet Lugansk sind laut letzter Volkszählung (2001) 68 Prozent der Bevölkerung russische Muttersprachler, was aber nichts darüber aussagt, ob sie sich als Russen oder als Ukrainer fühlen.

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