Junge UnionFoto: über dts Nachrichtenagentur

Die geplante Frauenquote in der CDU sorgt offenbar für viel Unmut bei der Jungen Union. Seit Donnerstag hätten rund 300 JU-Mitglieder in internen Chatforen ihren Austritt angekündigt, berichtet die „Bild“ unter Berufung auf JU-Kreise. Die Mitglieder ärgern sich demnach darüber, dass sich der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz für eine befristete Frauenquote starkmacht und darüber auf dem nächsten Parteitag abgestimmt werden soll.

Demnach soll die Quote bis Mitte 2025 schrittweise bei 50 Prozent liegen. Der Vorschlag von Merz sieht nach Angaben von Generalsekretär Mario Czaja vor, dass die Quote Ende 2029 ausläuft und evaluiert wird. Mit den neuen Regelungen will die CDU attraktiver für Frauen werden. Bislang sind nach Czajas Angaben 25 Prozent der Parteimitglieder weiblich.

Auch in der Spitze der Jugendorganisation stößt die Quote offenbar auf Ablehnung. „Die JU schluckt immer widerstandslos alles, was ihr an links-grünem Unfug vorgesetzt wird“, zitiert die Zeitung ein JU-Vorstandsmitglied.

MIT-Vorsitzende hält CDU-Frauenquote nicht für sicher

Die Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT), Gitta Connemann (CDU), hatte zuvor Zweifel an der Einführung einer Frauenquote in der CDU geäußert. „Die Basis – weiblich und männlich – steht Quoten kritisch gegenüber. Deshalb rechne ich mit vielen Änderungsanträgen zum Parteitag“, sagte sie der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitagausgabe).

Die Delegierten hätten die Verantwortung, die Interessen der Mitglieder wahrzunehmen, so Connemann. Sie sei „überrascht“ gewesen, dass der neue Parteichef Friedrich Merz jetzt über das Thema abstimmen lassen wolle. „Deutschland steckt in der Krise. Preise explodieren, Lieferketten brechen, der Krieg bedroht die Sicherheit. Die Ampel hat keine Antworten.“ Es komme auf die CDU an. „Darauf sollten wir uns konzentrieren. Jetzt das Thema Quote auf den Parteitag zu setzen, erzwingt eine Debatte zur Unzeit“, sagte Connemann, die eine Frauenquote ablehnt. (dts/red)



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