Die massiv gestiegenen Kosten für Energie und Rohstoffe belasten die Konsumenten ebenso wie die Wirtschaft. Sie sind deshalb in ihren Folgen nicht zu unterschätzen, denn durch sie wird der Konsum zwangsläufig zurückgehen. Geld, das für sie zurückgehalten werden muss, wird an anderer Stelle nicht mehr zur Verfügung stehen.

Das gilt nicht nur für die Endkunden, sondern auch für die Unternehmen. Sie werden durch höhere Kosten beim Einkauf ihrer Vorprodukte belastet, die sie nicht vollständig oder nur zeitverzögert an die Kunden weitergeben können. Unter dem Strich bleibt eine geringere Marge.

Sie führt zu Einsparungen, entweder beim Personal, in der Fertigung bei der Forschung und Entwicklung oder ganz allgemein bei der Qualität der eigenen Produkte. Egal, wo am Ende gespart wird, förderlich für die langfristige Entwicklung ist keine der zur Auswahl stehenden Optionen.

Fehlendes Angebot als Ursache der aktuellen Probleme

Auch neues Geld aus der Notenpresse hilft nicht mehr weiter, denn es vermag nicht einen Mangel auf der Angebotsseite zu bekämpfen. Wird es dennoch von den Verantwortlichen als das Mittel der Wahl erkoren, dürfte es nur dazu führen, dass eine hohe Inflation weiter künstlich angeheizt wird.

Deshalb können auch die Notenbanken nicht mehr helfen, denn es hilft nichts, eine Wirtschaft stimulieren zu wollen, die nicht durch einen Mangel an Nachfrage, sondern durch einen Mangel an Angebot bestimmt wird. Die einzige Unterstützung, die von den Zentralbanken gewährt werden kann, ist die, dafür zu sorgen, dass die Inflation nicht völlig aus dem Ruder läuft.

Aus diesem Grund müssen die Notenbanken jetzt die Zinsen anheben, auch wenn der Zeitpunkt kaum ungünstiger sein könnte. Dass man ihn so lange hinausgezögert hat, erweist sich jetzt als schwerer Fehler, denn nun treffen die steigenden Zinsen auf eine Wirtschaft, die auch an anderer Stelle mit zahlreichen Problemen zu kämpfen hat.

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/05/PD22_203_61281.html





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