Hemmungsloser Analsex unter Schwulen und Konsum der harten Droge Crystal-Meth vor laufenden Kameras. Im gebührenfinanzierten Jugendprogramm von ARD und ZDF offenbar kein Problem. Doch der vom Sender „funk” ausgestrahlte Beitrag ruft jetzt sogar die Polizei auf den Plan.

von Alexander Schwarz

Wenn es irgendetwas Abseitiges und Abartiges gibt, das auch nur von einer marginalen Minderheit goutiert und praktiziert wird, ist es dem zwangsgebührenfinanzierten „Online-Content“-Netzwerk „funk” von ARD und ZDF garantiert einen Aufmacher wert. Und damit es auch möglichst breite Wirkung entfaltet und in der Zielgruppe Nachahmer findet, um jeden Rest von Normalität und seelischer Gesundheit wirkungsvoll zu beseitigen, wird es in den Medienangeboten wiedergekäut und dauerhaft verfügbar gehalten.

So ist seit mittlerweile über einem Jahr ist auf der „funk”-Webseite, aber auch auf Youtube eine bizarre Reportage über das Thema „Chemsex unter Homosexuellen” zu sehen. Unter dieser völlig geisteskranken Spielart ist, wie die „Rheinische Post” bei der damaligem Erstveröffentlichung der Reportage aufklärte, „…(meist stundenlanger) Sex unter dem Einfluss psychoaktiver Substanzen gemeint, wie etwa Kokain, Ketamin, Marihuana, Liquid Ecstasy (GHB), Ecstasy (MDA oder MDMA) oder Crystal Meth (in Szenekreisen oft als ‚Tante Tina‘ bezeichnet).“ Es handele sich um einen Trend, der weit verbreitet sei, so „funk“ – vor allem „in Metropolen wie New York, Los Angeles, London, Madrid, Mailand, Paris, Wien, Zürich oder auch Berlin Thema bei Schwulen beziehungsweise MSM – also Männern, die mit Männern Sex haben.” Das jugendliche „funk”-Zielpublikum soll also unbedingt das Gefühl bekommen, dass es sich hier um einen wachsenden Trend handele – und natürlich Neugier wecken für Drogenkonsum und Schwulensex – ganz im Sinne der offenkundigen Agenda der Programmverantwortlichen.

Dekadente Drogenverharmlosung

„Mit dieser Reportage brechen wir mit der schwulen Omertà – der Verschwiegenheit der Schwulen-Szene“, loben sich die Macher selbst: „Reporter Nico Schmolke und Philipp Katzer waren eine Nacht lang bei einer Chemsex-Party dabei, von der wohlüberlegten Vorbereitung bis zum kompletten Kontrollverlust“, heißt es zum Inhalt, der damit in der Tat treffend wiedergegeben wird: Der weiterhin abrufbare, halbstündige Film zeigt das schwule Paar in eindeutigen Posen, unter anderem auch bei der rektalen Einführung der (verbotenen!) Droge Crystal Meth und der Einnahme weiterer illegaler Substanzen.

Eben diese subtile und zugleich dekadente Drogenverharmlosung, um nicht zu sagen -verherrlichung, durch den ARD/ZDF-Kanal war es nun auch, der jetzt – nach mehr als einem Jahr – doch noch die Aufmerksamkeit der Berliner Polizei auf sich gezogen hat. Wie die „Junge Freiheitberichtet, erfüllt die in dem von „funk“ online bisher unbeanstandet zugänglich gehaltene Beitrag den möglicherweise eine Reihe von Straftatbeständen; dies betrifft vor allem die in allein Einzelheiten gezeigte Drogenorgie. „Mit jetzigem Stand wird seitens der örtlich zuständigen Direktion der Polizei Berlin geprüft, ob und inwiefern den im Beitrag gezeigten Handlungen ein Straftatbestand zu Grunde liegt“, so die Ermittlungsbehörden es in einer Mitteilung – in der man jedoch nicht vergaß, darauf hinzuweisen, dass der reine Konsum illegaler Drogen selbstverständlich nicht strafbar sei; schließlich befinden wir uns in Berlin. Der Besitz ist es allerdings sehr wohl: Laut Paragraph 29 Betäubungsmittelgesetz kann er mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden.

Der Hauptdarsteller: Ein linksradikaler Klimaaktivist

Beim von „funk“ für die minderjährigen Zuschauer prominent ausgeleuchteten Hauptdarsteller des Filmes, der in Damenunterwäsche davon träumt, wie ihm einer „seinen riesigen Schwanz in die Kamera hält” und gegenüber dem Kameramann bekennt, dass er jetzt „langsam ein bisschen geil“ werde,  handelt es sich pikanterweise um den linksradikalen Klimafanatiker Tadzio Müller. Dieser war bis 2021 Referent für „Klimagerechtigkeit” der Rosa-Luxemburg-Stiftung gewesen – also der Parteistiftung der „Linken”. Ende 2020 gab er in der „taz”, die ihn als „Klimaaktivist der ersten Stunde“ lobpreiste, öffentlich bekannt: „Ich werde BDSM-Hure!“. Trotz dieser neuen Herausforderung fand Müller im November 2021 dann in der „Zeit” und vor allem im „Spiegel” ein Forum, den Klimaterrorismus einzufordern, eine „grüne RAF“ herbeizureden und eine stärkere Gewaltbereitschaft der Klimabewegung zu fordern.

Diesem Kurs bleibt er seitdem treu: Als seine Gesinnungsgenossin Luisa Neubauer diese Woche mit der Sprengung einer geplanten Pipeline in Afrika kokettierte und sich dabei auf ein Buch des ehemals fanatischen und Gewalt befürwortenden schwedischen Klimaaktivisten Andres Malm berief, sprang ihr Müller auf Twitter umgehend bei und verteidigte den von Neubauer zitierten Autor: „Wer ist Andreas Malm? Einer der mutigsten radikalen Intellektuellen Europas, ein brillianter [sic] Vordenker der Klimabewegung, & natürlich der Autor des grandiosen Buches ‚How to blow up a pipeline‘, das Luisa Neubauer kürzlich… sagen wir mal „erwähnte„.

Von „Ende Gelände” zum Drogen-Analsex

Die von Müller mit aufgebaute Bewegung „Ende Gelände“ wird vom Verfassungsschutz dabei als von Linksextremisten unterwandert eingestuft. Bei einem bemerkenswerten Auftritts im März im Rahmen eines „Klimastammtischs“ trat Müller – erratisch gestikulierend und kaum fähig, gedanklich bei einem Thema zu bleiben – in einem T-Shirt mit der Aufschrift „Homosexueller Linksextremist“ auf. Sein Gebaren legte den starken Verdacht nahe, dass er weiterhin – wohl nicht nur im Rahmen seiner von „funk“ weiterhin promoteten „Chemsex“-Aktivitäten – harte Drogen konsumiert. In Müller, kommentierte im Netz jüngst ein Nutzer derb und nicht ganz unzutreffend, kulminierten gewissermaßen drei ikonische Strömungen der postmodernen Linken: „Die Arschficker-, die Bombenleger- und die Drogenopfer-Fraktion”.

Bei den öffentlich-rechtlichen Sendern, die diesen Rotz und solche Figuren, deren kaputten Lifestyle und Drogen-und Sexeskapaden einem Publikum zwischen 14 und 29 Jahren zumuten und dafür die den Deutschen abgepressten Zwangsgebühren missbrauchen, nimmt man an alledem bis heute nicht den geringsten Anstoß. Eine Sprecherin von „Radio Bremen” teilte der „JF” mit atemberaubender Ignoranz und Dreistigkeit mit: „Der Drogenmissbrauch der Protagonisten und die daraus resultierenden Gefahren werden thematisiert und stets auch als solche benannt. Durch die beschriebene Auseinandersetzung mit dem Drogenkonsum und deren Einordnung ist der Beitrag nicht jugendgefährdend. Ansonsten wäre er auch nicht von der Jugendschutzbeauftragten von Radio Bremen freigegeben worden. Die Reportage bietet einen authentischen und glaubwürdigen Blick in einen gesellschaftlich relevanten Mikrokosmos, wir hören den Protagonisten zu, lassen sie zu Wort kommen, aber lassen die Aussagen nicht ohne Kontext und Einordnung stehen. Im besten Fall stärkt dies das Problembewusstsein bei den Zuschauern.“ Das sieht die Staatsanwaltschaft – hoffentlich – demnächst etwas anders.

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