Treichel wortkarg und Meinl-Reisinger stumm nach Bilderberger-Treffen

Von den „Bilderbergern“ hofiert, von Journalisten ignoriert. So könnte man die Reise von Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger zur Bilderberger-Konferenz nach Washington, USA, kurz zusammenfassen. Während Andreas Treichl, Vorstandsvorsitzender der ERSTE Stiftung, auf dem Flughafen dem TV-Produzenten Josh Friedman ein nichts sagendes Interview gab, durfte Meinl-Reisinger wie eine Sekretärin des Finanz-Managers danebenstehen. Dazu hier ein kurzes Video:

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Treichl antwortete nur kurz auf Journalisten-Fragen

Auf die erste Frage des Journalisten, wie sein Urlaub gewesen sei, sagte Andreas Treichl, “ja gut, wir fliegen jetzt zurück nach Wien”, daraufhin wollte der Journalist wissen, wie die Störungen im Finanzsystem seien. Treichl: “Sehr schlimm”. Nachfrage: “Wie schlimm?”. Darauf Treichl: “Man muss vorsichtig sein, dass Personen in Europa nicht leiden.” Ob es Schritte gebe, die eingeleitet werden würden, damit die Menschen nicht leiden, wollte der Journalist wissen. Treichls Anwort: “Wir reden darüber nicht, es ist ein privates Meeting”.

Umstrittenes Treffen einflussreicher Persönlichkeiten

Das umstrittene, alljährliche Treffen der „Bilderberger“ fand vom 2. bis 5. Juni in Washington D.C. statt. Teilnehmer sind einflussreiche Persönlichkeiten wie der Chef des Corona-Impfstoffherstellers Pfizer, Albert Bourla, Michel Charles, Chef des Europäischen Rates und Vertreter der EU-Kommission, UNESCO-Generaldirektor José Manuel Barroso, vormals EU-Kommissionschef und aktuell Vorsitzender von Goldman Sachs, und Staatssekretär im Bundeskanzleramt in Berlin Jörg Kukies.

Geheime Gespräche zu weltpolitischen Themen

„Es ist ein privates Meeting“, bekräftigte Andreas Treichl in seinem kurzen Statement nach der Konferenz die Verschwiegenheits-Klausel des geheimen Treffens. Was dort besprochen wird, darf nicht nach außen dringen. Dabei werden dort Themen erörtert, die die Weltöffentlichkeit unmittelbar betreffen – es geht um „geopolitische Neuordnungen“, „Störungen des Finanzsystems“, Ukraine-Krieg, Konkurrenzstellung von USA und China und die Gesundheitspolitik nach Corona.

Neos hat oppositioneller Geist verlassen

Warum dazu die in der Weltpolitik völlig unwichtige Neos-Chefin Meinl-Reisinger eingeladen wurde, darüber kann nur spekuliert werden. Womöglich gibt es (internationale) Kreise, die ein Interesse daran haben, diese Partei als gut steuerbares Glied einer künftigen Regierung zu sehen. ÖVP und Grüne werden es aus heutiger Sicht eher nicht mehr schaffen, in eine Regierung zu kommen. Dazu passt auch, dass die Neos in der Corona-Politik am Ende jeder oppositionelle Geist verlassen hat.

Keine Neuwahlen, weil Putin in Ukraine einmarschierte

Wie die Neos-Chefin tickt, trug sie am 18. Mai in der „ZIB2“ zur Schau. Die Frau, die Ende Jänner selbst Neuwahlen gefordert hatte, dann aber einen Neuwahlantrag der Opposition ablehnte, rechtfertigte sich im ORF-Studio damit, dass sich die weltpolitische Situation mit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine geändert habe. Meinl-Reisinger sagte also allen Ernstes, dass sie nicht für Neuwahlen in Österreich gestimmt habe, weil Putin in die Ukraine einmarschiert sei.

Kickl: “Alle Sicherungen durchgebrannt”

Und erst gestern, Dienstag, ließ die Neos-Chefin im Parlament ihren sehnsüchtigen Wunsch freien Lauf, als sie sagte:

Hoffentlich hält diese Regierung.

Die pinke Obfrau formulierte diesen Satz in Bezug auf die lauwarmen und verspäteten „Regierungs-Maßnahmen“ gegen die Teuerungswelle. Mit ihrem Wunsch, dass die Regierung halten solle, steht Meinl-Reisinger nicht nur allein auf weiter Flur da, sondern sie musste sich von FPÖ-Chef Herbert Kickl auch die Frage gefallen lassen, ob bei ihr nun endgültig alle Sicherungen durchgebrannt seien…

Beate Meinl-Reisinger / Andreas Treichl

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