Illegale Lerngruppen – eine absurde Wortkombination, über die man eigentlich lachen könnte, wenn es nicht so traurig wäre. Viele aufgewachte Eltern haben ihre Kinder im vergangenen Jahr vor dem Maßnahmenwahn in Sicherheit gebracht, sie vom regulären Unterricht abgemeldet und zu Hause unterrichtet. Isolde Mitter, Unternehmerin und Autorin, ist eine davon und kann ein Lied von den Behördenschikanen singen.

Ein Interview mit Edith Brötzner

Isolde Mitter ist Bewusstseinstrainerin, Autorin, engagierte Homeschooler-Mama und Vereinsgründerin der Freispielerinnen. Obwohl es den „Unterricht zu Hause“ in Österreich bereits seit Jahren gibt, rückt dieser besonders im vergangenen Jahr ins Kreuzfeuer von Bildungsdirektion und Bildungsministerium. Immer mehr Eltern schützen ihre Sprösslinge vor den schikanösen Corona-Maßnahmen in den Schulen und melden diese vom Regelunterricht ab – alleine im letzten Jahr dreimal mehr Eltern als sonst. Als im vergangenen Herbst kein Ende von Masken, Tests und Co. an den Schulen in Sicht ist, entschließt sich auch die Unternehmerin Isolde Mitter, ihr Kind zu Hause zu unterrichten. Im Rahmen des Vereins „Freispielerin“ schließt sie sich mit anderen Eltern zusammen, sucht sich Unterstützung von Pädagogen und arbeitet erfolgreiche Homeschooling-Konzepte aus.

Schikanen statt Kindeswohl

Nach einem turbulenten Jahr zieht Mitter nun Bilanz: Unterstützung vom Bildungsministerium und der Bildungsdirektion gibt es keine. Stattdessen werden die Homeschooler-Eltern mit harten Bandagen bekämpft. Die Schikanen, von denen die engagierte Mutter berichtet, lassen die Lerngruppen wie „illegale Keller-Teigtaschen-Produktionen“ erscheinen. Sogar mit dem Jugendamt wird vielen Eltern gedroht. Das wirkliche Kindeswohl scheint für die Bildungsdirektion dabei keine Rolle zu spielen. Wäre das der Fall, würde man die Eltern mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen, anstatt sie zu bekämpfen. Während die ÖVP zu Schulbeginn noch zum Denunziantentum und zum Melden der „illegalen Lerngruppen“ aufruft, greift man am Ende des Schuljahres zum letzten verfügbaren Mittel: Man quält die ohnehin schon strapazierten Eltern mit laufenden Änderungen der Rahmenbedingungen für die Externistenprüfungen. Viele halten dem Druck nicht stand und flüchten ins alte Schulsystem zurück.

Raus aus dem Schulsystem

Nicht so Isolde Mitter. Trotz vieler Widrigkeiten und einer unbegründeten Anzeige, mit der man ihr das Betreiben einer „nicht angemeldeten Privatschule“ unterstellt, lässt sie sich nicht von ihrem Kurs abbringen. Für sie gibt es keinen Weg zurück in das ausgediente Schulsystem. Für Eltern, die auf einen maßnahmenfreien Herbst hoffen, sieht sie eher schwarz. Wer ebenfalls einen Ausstieg aus dem Wahnsinn in den Schulen überlegt und sein Kind in eine „Freispielerinnen“-Lerngruppe schnuppern lassen möchte, setzt sich am besten mit Isolde Mitter direkt in Verbindung.



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