Immer wieder beleuchten die Öffentlich-Rechtlichen in ihren Sendungen für Kinder das Thema Geschlecht. In einem Chat des Senders KiKA spricht Nick, der als Mädchen geboren wurde, mit Minderjährigen über seine Transsexualität. Die Einnahme von Hormonen und Geschlechtsumwandlungen wird verharmlost.

von Martin Vogt

„Hey, ich bin ein Transmann, der heute ein paar Frage beantwortet an Kinder, die vielleicht in ähnlichen Situationen sind oder einfach Interesse an dem Thema haben.“ Es ist halb acht Uhr abends und die angesprochenen Kinder sind zwischen zehn und 14 Jahren alt. Sie freuen sich schon auf den „KiKA-Chat“. Ihre Eltern sind vermutlich froh, daß sich ihre Kleinen angesichts zahlreicher gefährlicher Internetseiten nur auf der Netzseite des Kinderkanals tummeln. Der Chat wird von Erwachsenen vormoderiert und richtet sich ausschließlich an Kinder und Jugendlich, die höchstens 16 Jahre alt sind.

Viele Eltern werden wohl gar nicht so genau auf den Inhalt achten, wenn es wieder heißt: „Hallo und herzlich willkommen zum KiKA-Chat. Schön, daß ihr dabei seid!“ Doch der hat es diesmal in sich: „Heute geht es um das Thema Transgender. Zu Gast sind Nick aus der heutigen Folge von PUR+ und Janett aus dem Kummerkasten-Team. Ihr habt eine Stunde lang Zeit, eure Fragen zu stellen. Wir wünschen euch viel Spaß!“

Immer wieder beleuchten die Öffentlich-Rechtlichen in ihren Sendungen für Kinder das Thema Transsexualität – die „Sendung mit der Maus“ und ZDF-„logo!“ sind jüngste Beispiele. Die Verantwortlichen greifen dabei nicht bestehende und drängende Fragen des jungen Publikums auf, sondern stoßen sie auf das Thema und wecken ihr Interesse. Für die Kinder ist es natürlich spannend, einem Jungen, der früher ein Mädchen war, Fragen stellen zu dürfen. „Was bedeutet Trans?“, lautet eine der ersten neugierigen Reaktionen. Nick antwortet: „Transgender bedeutet, daß man sich nicht mit dem Geschlecht identifiziert, welches man bei der Geburt zugewiesen bekommen hat. Ich wurde biologisch weiblich geboren, aber habe mich schon immer als männlich identifiziert.“ Was denn „identifiziert“ bedeute, will der nächste wissen, und der Transsexuelle erklärt, er habe sich „schon immer als Junge gefühlt“.

ZDF begleitet Nick seit 2019

Nicks Geschichte ins Kinderfernsehen zu bringen, war kein spontaner Einfall. Seit 2019 begleitete das ZDF die den inzwischen 18jährigen. Die regelmäßigen Testosteronspritzen, die Änderung des Geschlechtseintrags im Ausweis, sein Krafttraining und die Amputation der Brüste, all das sehen die jungen Zuschauer in der „PUR+“-Sendung.

Die erste Botschaft ist simpel: Der Prozeß der Transition ist ein Klacks. Nick habe sich „entschieden“ als Junge zu leben und das sei auch medizinisch problemlos machbar. „Regelmäßig wird ihm das Hormon Testosteron gespritzt, sein Körper wird dadurch immer männlicher“, heißt es in dem Beitrag. Auch über seine Operationen wird gesprochen, als handle es sich um eine Kleinigkeit: „Es wird die weibliche Brust zu einer männlichen Brust umoperiert.“

Mit keiner Silbe erwähnt der Film, daß ein weiblicher Körper trotz der Hormone und Operationen immer ein weiblicher Körper bleibt und welche lebenslangen, irreversiblen Konsequenzen und Nebenwirkungen, der gesamte Prozeß mit sich bringt. Nicks Vater betont sogar, seine anfänglichen Sorgen hätten sich als unbegründet herausgestellt, je mehr er sich mit der Thematik beschäftigt habe. Sein Sohn ist indes nach eigenen Angaben stolz auf seine dunkler werdende Stimme und den leichten Bartschatten.

Nicks Geschichte schafft Sympathie

Durch Nicks persönliche und eindrucksvolle Geschichte entsteht Sympathie. Diese Form der Botschaft ist deutlich subtiler. Wie schon bei Transfrau Katja aus der „Sendung mit der Maus“ ist das Identifikationspotential hoch. Zweifel und kritische Nachfragen erscheinen fehl am Platz. Stattdessen preist der Film die Entscheidung zur Transition als einen bewundernswerten und mutigen Weg an. Für Nick – und implizit für jeden, dem es ähnlich geht – sei das genau der richtige Schritt. Die Verharmlosung der Testosteronspritzen erinnert an einen Beitrag in den Kindernachrichten „logo!“ vor wenigen Wochen. Da erzählte Tim von seiner Geschlechtsangleichung vom Mädchen zum Jungen, als wäre es ein normaler Routineeingriff. Das hat Methode: Sympathieträger wie Nick und Tim vermitteln, wie normal und einfach es angeblich ist, den weiblichen Körper in einen männlichen zu ändern.

Die dritte Botschaft ist manipulativ: Die Transition macht glücklich und besonders. Und das Outing garantiert soziale Anerkennung. „Nick ist jetzt so glücklich, weil er sein kann, wie er ist“, erzählt seine Klassenkameradin. „Das haben alle so gut aufgenommen.“ Nick betont im Film und im Chat immer wieder, wie unglücklich er früher war, und wie gut es ihm dank der Hormontherapie jetzt gehe. Der erste Blick auf die flache Brust sei ein „sehr guter und emotionaler Moment“ gewesen. „Ein fettes Dankeschön an dich Nick, daß du uns deine Geschichte so offen und mutig erzählt hast“, schließt der Moderator die „PUR+“-Folge, allerdings nicht ohne schon einmal den Tenor für den KiKa-Chat vorzugeben: „Sie zeigt uns, daß wir alles sein dürfen, hauptsache es geht uns gut dabei.“

Selbstverständlich wissen die Verantwortlichen, die die Geschichten von Nick und Tim ins Kinderfernsehen bringen, daß immer mehr junge Mädchen dem Transgender-Hype verfallen. Ärzte warnen in sämtlichen Medien vor einem exponentiellen Anstieg an Transgender-Selbstdiagnosen von jungen Mädchen in den vergangenen Jahren. Es handele sich um psychisch verunsicherte, oft emotional instabile Mädchen, die die Gender-Kliniken stürmten, weil sie unglücklich seien. Tausende Mädchen, die gerade von ihrer Pubertät überrollt werden, sehen die Geschichte vom glücklich und männlich Werden, die das ehemalige Mädchen Nick so eindrucksvoll erzählt.

Auch im KiKa-Chat tummeln sich vor allem Mädchen, die Kummerkasten-Janett mit Fragen bombardieren. Zwischen 13jährigen, die unerwidert verliebt sind, Zoff mit der besten Freundin haben und aufgeregt sind, wer mit wem in einem Zimmer im Schullandheim übernachtet, gibt aber auch immer wieder Nick seine Transgender-Weisheiten zum Besten: „Wenn dein Körper weiblich ist, mußt du dich nicht als weiblich identifizieren. Dein Geschlecht ist so viel mehr als dein Körper.“

Kinder beziehen das Gesehene auf sich selbst

Die meisten Mädchen sind offenkundig noch im Alter, in dem man Freundebücher ausfüllt. Von Nick erfahren sie allerlei, was sie wirklich interessiert: Sein Lieblingstier ist der Wal, sein Sternzeichen ist Löwe, er hat leider keine Haustiere, würde gern einmal nach Kanada reisen und mag den Fußballverein St Pauli. Seine Hobbys sind Motorradfahren, ins Fitnessstudio gehen und Boxen – so wie es sich für einen richtigen Jungen gehört.

Doch nebenbei setzt das ein, was Identifikation und Sympathie eben mit sich bringen: Die Kinder beginnen, das Gesehene auf sich zu beziehen und so lautet eine Frage, ob man sich Transgender so vorstellen könne, daß man „unzufrieden mit seinem Körper“ sei. Der „Transmann“ antwortet: „Nicht nur unzufrieden mit dem Körper, sondern auch mit dem Geschlecht.“

Wie weit können die öffentlich-rechtlichen Medien ihre gerade im Kinderfernsehen so schamlos als Journalismus getarnte Indoktrination noch treiben? Die Lebensrealität der Kinder und das, was ihnen dort als Weg ins Glück vorgeschlagen wird, klaffen eklatant auseinander. Das haben die Chat-Kommentare deutlich gezeigt. Sie können mit Themen wie Transgender nichts anfangen, haben Interessen, die ihrem Alter entsprechen, und setzen fast immer Prioritäten im Sinne ihrer Eltern. Das zeigt sich etwa an einem Mädchen, das sich ein rosa Einhorn als Chat-Symbol ausgesucht hat. Sie schreibt: „Bye, muß ins Bett, morgen schreiben wir Englisch.“


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