Die Panik kehrt zurück – so unbegründet wie eh und je (Symbolbild:Pixabay)

Die Stoßgebete der institutionellen Pandemiefetischisten scheinen erhört worden zu sein (jedenfalls meinen das Karl Lauterbach und all die journalistischen Sektenbrüder mit ihrer obsessiven Überzeugung à la „die Maßnahmen sind nicht aufgehoben, nur aufgeschoben”): Die sich seit Ende März in Portugal ausbreitende Omikron-Untervariante BA.5 löst bei den üblichen Verdächtigen in Deutschland Vorfreude auf Verwirklichung ihrer Träume von der abermaligen Öffnung des Corona-Folterkastens aus und elektrisiert die zuständigen politischen Psychopathen. Karl Lauterbach hofft bereits, aus der Subvariante könnte die ersehnte Herbstwelle entstehen, die seine wahnwitzigen Impfstofflieferungen und idealerweise gleich die allgemeine Impfpflicht (im zweiten Anlauf) samt Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes rechtfertigt.

Auch Ärztefunktionär Frank-Ulrich Montgomery, der gerade erst neue Lockdowns nicht ausschließen wollte, tönte: „Corona ist noch nicht vorbei – das belegt der heftige Ausbruch von Omikron in Portugal.” BA.5 werde sich auch in Deutschland ausbreiten. Viele Menschen – auch Geimpfte – würden erkranken, wobei Geimpfte aber natürlich deutlich mildere Symptome haben würden. „Je klüger wir uns jetzt verhalten, umso weniger drastische Maßnahmen brauchen wir in Herbst und Winter. Freiwillig Maske tragen, wo auch immer viele Menschen zusammenkommen„, schwadronierte er weiter. Und natürlich: „Impfen, jetzt erst recht! Und nicht Freiheit gegen Sicherheit ausspielen.“ Zu Wort kommen auch wieder die „wissenschaftlichen“ Modellierer: Der Mathematiker Kristian Schneider
phantasiert über eine bislang durch nichts belegte „geschätzte Sieben-Tage-Inzidenz von ca. 1.010”, wobei sich in zwei Jahren Corona-Hype die ohnehin nichtssagenden Inzidenz-Zahlen als ebenso irrelevant und politisch unbrauchbar erwiesen haben wie die höchst fragwürdigen PCR-Tests, die für Schneider so wichtig sind.

Kaffeesatzleserei der taktischen Panikmacher

Zudem spricht Schneider von einer seiner Meinung nach „enormen Dunkelziffer”, jammert  über die Einstellung der Coronakontrollen an Flughäfen und andere Lockerungen, und fordert natürlich die Wiedereinführung der Maskenpflicht, die man ebenfalls „zu früh aufgehoben” habe. Die Zeit dränge, denn „bis Ende Juni” werde die neue Variante hierzulande dominant sein. Auch der Berliner Virologe Timo Ulrichs behauptet, BA.5 werde „in der kommenden Herbst- beziehungsweise Wintersaison die nächste Pandemiewelle auslösen“, wobei er auch gleich noch – ganz im Lauterbach-Stil – vor einer weiteren, noch unbekannten Variante warnte, die theoretisch natürlich auch noch dazukommen könnte. Deshalb müsse flächendeckend geimpft und die Maskenpflicht wieder eingeführt werden.

Diese medial bereitwillige kolportierten Statements können im Lichte der Gegenwart und vor dem Hintergrund der Entwicklung der letzten Monate nur noch als „epidemiologische Scheißhausparolen“ bezeichnet werden. Natürlich besteht die hypothetische Möglichkeit, dass es irgendwann wieder einmal eine virulentere Variante geben wird. So wie auch niemand weiß, ob der Menschheit nicht Gefahr durch Meteoriten, Sonnenstürme oder andere unabsehbare Eventualitäten droht. Muss, darf man sich deshalb verrückt machen? Natürlich nicht. Es muss wieder zu einer gesunden Risikoabwägung zurückgefunden werden wie vor Corona – und der erste Schritt dahin ist, dass die Alarmisten und geisteskranken Agenda-Schwarzmaler auf den Mond geschossen und stummgeschaltet werden. Angefangen mit Karl Lauterbach.

Portugal gibt schon wieder Entwarnung

Der Gipfel der Unverschämtheit hinter dieser Panikmache: In Portugal selbst ist BA.5 überhaupt kein Problem, mit Ausnahme derselben Risikogruppen, für die immer und zu allen Zeiten auch bei normalen Erkältungswellen durch neue Erreger eine Gefährdung bestehen kann. Diesbezüglich sagte Gesundheitsstaatssekretär António Lacerda Sales_ „Wir werden in den nächsten zwei bis drei Wochen noch mit einer relativ hohen Sterblichkeit rechnen müssen.“ Danach sei die Welle überstanden. Insgesamt gibt man inzwischen schon wieder Entwarnung, die Übertragungsrate scheine schon wieder zu sinken.

Eine Gefahr der Überlastung des Gesundheitssystems bestehe nicht. Und: Laut der europäischen Gesundheitsbehörde seien die Krankheitsverläufe bei BA.5 nicht ernster als bei früheren Varianten. Zudem verweist der Virologe Martin Stürmer darauf, dass viele Menschen in Deutschland vor BA.5 gut geschützt sein, weil sie sich bereits mit dem ähnlichen Subtyp BA.2 infiziert hätten. Zwar könne es zu steigenden Zahlen kommen, nicht aber zu einer massiven Beeinträchtigung.

Wir haben es hier also einmal mehr mit dem typischen unbegründeten Panikschüren in Deutschland zu tun: Eine offenbar harmlose Subvariante dient als willkommener Strohhalm, um das gescheiterte Coronaregime wieder hervorzukramen und damit die alten – und bald wieder neuen – Einschränkungen zu rechtfertigen.





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