Am 8. beziehungsweise 9. Mai 1945 wurde der Totalitarismus der angloamerikanischen Eugeniker nicht beendet; eher kann man sagen, dass er seine Feuertaufe bestanden hat. Das, was im Mai 1945 nicht gelöst wurde, was aber viel mit dem langsamen Wiederauftauchen einer neuen Form des Totalitarismus in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und der erneuten Gefahr einer globalen Diktatur zu tun hat, der die Welt heute wieder gegenübersteht — das muss endlich benannt werden.

Grundsätzlich gilt, dass die Unterscheidung in links und rechts schlicht falsch und irreführend ist. Richtig wäre die Unterscheidung in sozialistische, kollektivistische, also zwingend totalitäre Ideologien und freiheitliche, liberale und konservative Ordnungen.

Schon der spätere SPD-Vorsitzende Kurt Schumacher bezeichnete Kommunisten und Nationalsozialisten als gemeinsame Brüder im Geiste. Diesen Gedanken teile ich mit Schumacher, nicht aber seine Sicht:

„Die Kommunisten sind die stehenden Heere der sowjetrussischen Außenpolitik.“

Da schaue ich hinter die Kulisse auf die angloamerikanischen Eugeniker/Faschisten, die mit ihrer Fabian Society und einem ihrer glühendsten Vertreter — Wladimir Iljitsch Lenin (1) — die russische Revolution orchestriert haben und somit ihre Machtposition über den angloamerikanischen Raum hinaus ausweiten konnten.

Wer hatte so viel Macht über den deutschen Kaiser, Lenin 1917 unbehelligt durch Deutschland rattern zu lassen? Wer hatte so viel Macht über den US-amerikanischen Präsidenten, der auf die kanadische Regierung einwirken musste, damit Trotzki aus dem Gefängnis entlassen wurde, um unbehelligt via bezahlter Schiffsreise gen Russland zu tuckern? Es waren die beiden Felsen in der Brandung der im Aufbau befindlichen Eine-Welt-Regierung unter Führung des Empire: die „linke“ Fabian Society und die „rechte“ Lord Milner Group mit ihren schon damals sehr einflussreichen Nichtregierungsorganisationen (NGOs).

„Wir sind Sozialisten, wir sind Feinde der heutigen kapitalistischen Wirtschaftsordnung für die Ausbeutung der wirtschaftlich Schwachen, mit ihren unlauteren Gehältern, mit ihrer Auswertung eines Menschen nach Reichtum und Besitz anstatt Verantwortung und Leistung, und wir alle sind entschlossen, dieses System unter allen Bedingungen zu zerstören“, so Adolf Hitler in seiner Rede am 1. Mai 1927.

Der von den angloamerikanischen Eugenikern/Faschisten aufgebaute Hitler wurde in den 1920er-Jahren noch dem extrem linken Lager zugeordnet. Das wurde später dann ins Gegenteil umgeschrieben. Heute gilt der Nationalsozialismus als extrem rechts und ist doch einfach nur totalitär. Das gilt übrigens auch für Mussolinis Faschismus italienischer Art.

Beide, Hitler und Mussolini, waren in keinster Weise souverän. Die Finanzmittel, die sie als Treibstoff zur Erlangung der Weltherrschaft benötigten, kamen nicht von den Banken Deutschlands oder Italiens. Die Technologien, die sie in der Petrochemie, im Kautschuk und in der Informatik einsetzten, stammten nicht aus Deutschland oder Italien. Und die zu diesem Zeitpunkt bereits herrschende wissenschaftliche Ideologie der Eugenik, die nicht nur in Form der Euthanasie, sondern auch in den unmenschlichen Versuchen in den Konzentrationslagern zum Tragen kam, hatte ihren Ursprung nicht in den Köpfen deutscher Denker oder in deutschen Institutionen.

Hätte es in den 1920er- bis 1940er-Jahren nicht ein mächtiges Netzwerk von Finanziers und Industriellen wie Rockefeller, Warburg, Kuhn-Loeb, Montague Norman, Osborn, Morgan, Harriman, Watson oder Dulles gegeben, könnte man mit Sicherheit sagen, dass der Faschismus als Lösung für die wirtschaftlichen Probleme der Nachkriegsordnung niemals möglich gewesen wäre.

Das amerikanisch-deutsche Stahlkombinat war nur der kleinere Teil einer umfassenden Operation: Rockefellers Standard Oil hatte 1929 im Rahmen des Young-Plans zusammen mit der IG Farben ein internationales Kartell gegründet. Der Mann der Stunde, Generaldirektor bei General Electrics, Owen Young, stellte 1928 einen deutschen Schuldentilgungsplan auf, aus dem dann kurz darauf die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hervorging.

Mittels BIZ bildete sich ein internationales Kartell von Industriellen und Finanziers im Namen der Londoner City und der Wall Street, die den internationalen Totalitarismus repräsentierten. Das größte dieser Kartelle war der Zusammenschluss der deutschen Betriebe von Henry Ford mit IG Farben, Dupont Industries, der britischen Shell und Rockefellers Standard Oil.

Die Kartellvereinbarung von 1928 ermöglichte es Standard Oil, benötigte Patente und Technologien für die Herstellung von synthetischem Benzin aus Kohle an die IG Farben weiterzugeben, sodass Deutschland seine Produktion von nur 300.000 Tonnen natürlichem Erdöl im Jahr 1934 auf 6,5 Millionen Tonnen — 85 Prozent der Gesamtproduktion — während des Zweiten Weltkriegs steigern konnte. Hätte dieser Patent-/Technologietransfer nicht stattgefunden, hätte es die moderne mechanisierte Kriegsführung, die den Zweiten Weltkrieg kennzeichnete, niemals gegeben.

Aber auch die Italiener kamen in den Genuss eines US-Dollar Regens. Zwei Jahre vor Beginn des Young-Plans hatte JP Morgan bereits einen Kredit in Höhe von 100 Millionen Dollar an Mussolinis neu errichtetes faschistisches Regime in Italien vergeben. Nicht nur JP Morgan war von Mussolinis Unternehmensfaschismus begeistert, auch Henry Luce vom Time Magazine schwärmte von Il Duce und brachte Mussolini zwischen 1923 und 1943 achtmal auf die Titelseite von Time, während er den Faschismus unermüdlich als „Wirtschaftswunderlösung für Amerika“ anpries, was er auch in seinen beiden anderen Zeitschriften Fortune und Life tat.

Die BIZ, im Rahmen des Young-Plans gegründet und nominell von Hjalmar Schacht als Mechanismus für die Rückzahlung von Schulden aus dem Ersten Weltkrieg geleitet, war der wichtigste Mechanismus zur Finanzierung des Nazi-Apparats.

Zu den Gründungsmitgliedern der BIZ gehörten die privaten Zentralbanken Großbritanniens und Deutschlands sowie ein Kreis von drei amerikanischen Privatbanken (JP Morgan, First National of Chicago und First National of New York). Die drei amerikanischen Banken fusionierten nach dem Krieg und sind heute als Citigroup und JP Morgan Chase bekannt.

Der Aufbau und die Unterstützung der Nationalsozialisten im Vorfeld und während des Zweiten Weltkriegs beschränkten sich nicht nur auf die Finanzen und die industrielle Macht, sondern beinhalteten auch die herrschende wissenschaftliche Ideologie des Dritten Reichs: Eugenik, auch bekannt als die Wissenschaft des Sozialdarwinismus, wie sie Jahrzehnte zuvor von Thomas Huxley und seinen X-Club-Kollegen Herbert Spencer und Darwins Cousin Francis Galton entwickelt worden war.

Um nur ein Beispiel zu nennen: 1932 fand in New York die dritte Eugenik-Konferenz statt, die von William Draper Jr., Bankier bei JP Morgan, Chef von General Motors und Vice Presicent von Dillon Read und Co., und der Familie Harriman gesponsert wurde. Auf dieser Konferenz kamen führende Eugeniker aus der ganzen Welt zusammen, um die erfolgreiche Anwendung der Eugenikgesetze in Amerika zu studieren, die 1907 unter der enthusiastischen Schirmherrschaft von Theodore Roosevelt begonnen hatte.

Unter dem Deckmantel der Wissenschaft diskutierten diese Hohepriester der Bevölkerungskontrolle über das neue Zeitalter der gelenkten Evolution des Menschen, das bald durch eine weltweite wissenschaftliche Diktatur ermöglicht werden sollte.

Auf der Konferenz sagte der führende britische Faschist Fairfield Osborn, Eugenik „unterstützt und fördert das Überleben und die Vermehrung der Stärkeren; indirekt würde es die Vermehrung der Untauglichen eindämmen und entmutigen. Was Letzteres betrifft, so wird allein in den Vereinigten Staaten weithin anerkannt, dass es Millionen von Menschen gibt, die als Schleppnetze oder Anker für das Fortschreiten des Staatsschiffs fungieren. (…) Während einige hochkompetente Menschen arbeitslos sind, ist die Masse der Arbeitslosigkeit unter den weniger Kompetenten zu finden, die zuerst für die Suspendierung ausgewählt werden, während die wenigen hochkompetenten Menschen beibehalten werden, weil sie immer noch unverzichtbar sind. In der Natur würden diese weniger fähigen Personen allmählich verschwinden, aber in der Zivilisation halten wir sie in der Gemeinschaft, in der Hoffnung, dass sie in besseren Zeiten alle eine Beschäftigung finden werden. Dies ist nur ein weiteres Beispiel dafür, dass die humane Zivilisation direkt gegen die Ordnung der Natur verstößt und das Überleben der Unangepassten fördert“.

Die Rockefeller-Stiftung finanzierte die deutsche Eugenik und insbesondere den aufstrebenden Stern der Menschenverbesserung Joseph Mengele. Dafür erhielt sie dann auch druckfrisch alle „Untersuchungsergebnisse“ Mengeles — auch aus Auschwitz —, direkt und unkompliziert über seinen Doktorvater und Vorgesetzten Otmar Freiherr von Verschuer.

In den USA selbst hatte das profaschistische Wall-Street-Establishment eine große Schlacht verloren; die Niederlage startete an dem Tag, als Präsident Franklin Roosevelt 1932 gewählt wurde. Ihr Attentatsversuch im Februar 1933 war nicht nur gescheitert, auch ihre Staatsstreichpläne von 1934 wurden von einem patriotischen General namens Smedley Butler vereitelt. Erschwerend kam hinzu, dass ihre Bemühungen, die USA aus dem Krieg herauszuhalten, in der Hoffnung, die neue Weltordnung an der Seite Deutschlands, Frankreichs und Italiens mit anzuführen, ebenfalls scheiterten.

1941 hatte der japanische Angriff auf Pearl Harbor die amerikanische Psyche so stark polarisiert, dass der Widerstand gegen den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg, wie ihn die American Liberty League der Wall Street bis dahin geleistet hatte, zum politischen Selbstmord wurde. Die korporatistischen Organisationen der Wall Street wurden von Roosevelt in einer eindringlichen Rede 1938 herausgefordert, als der Präsident den Kongress an das wahre Wesen des Faschismus erinnerte:

„Die erste Wahrheit ist, dass die Freiheit einer Demokratie nicht sicher ist, wenn die Menschen das Wachstum privater Macht bis zu einem Punkt tolerieren, an dem sie stärker wird als ihr demokratischer Staat selbst. Das ist im Grunde genommen Faschismus — der Besitz der Regierung durch ein Individuum, eine Gruppe oder eine andere kontrollierende private Macht. (…)

Unter uns wächst heute eine Konzentration privater Macht, die in der Geschichte ihresgleichen sucht. Diese Konzentration beeinträchtigt ernsthaft die wirtschaftliche Wirksamkeit des privaten Unternehmertums als Mittel zur Schaffung von Arbeitsplätzen für Arbeit und Kapital und als Mittel zur Sicherstellung einer gerechteren Verteilung von Einkommen und Erträgen unter den Menschen der Nation als Ganzes.“

Durch den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg kam es zwar zu einer Unterdrückung der faschistischen Maschinerie, doch der von Franklin Roosevelt, Henry Wallace und vielen seiner engsten Verbündeten in den USA, Kanada, Europa, China und Russland geteilte Traum von einer entkolonialisierten Welt, die von einer groß angelegten Entwicklung und einer für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit bestimmt wird, ging nicht in Erfüllung.

Harry Dexter White führte während der Bretton-Woods-Konferenz im Juli 1944 den Kampf um die Schließung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich an, aber weder die Auflösung der BIZ, noch die Prüfung ihrer Bücher wurden in die Tat umgesetzt.

Während White, der später der erste Leiter des Internationalen Währungsfonds (IWF) werden sollte, Roosevelts Programm zur Schaffung eines neuen antiimperialen Finanzsystems verteidigte, drängte der Führer der Fabian Society und überzeugte Eugeniker John Maynard Keynes darauf, die Bank nicht nur zu erhalten, sondern das Nachkriegssystem um eine von der Bank of England und der BIZ kontrollierte Einheitswährung namens Bancor herum neu zu definieren.

Abgemacht war: Roosevelt musste noch vor Ende des Zweiten Weltkriegs sterben, damit die Nachkriegsordnung im Sinne der fabianischen Faschisten implementiert werden konnte.

Ende 1945 traten die Truman-Doktrin und die angloamerikanische Sonderbeziehung an die Stelle von Roosevelts antikolonialer Vision, während eine antikommunistische Hexenjagd die USA in einen faschistischen Polizeistaat unter FBI-Überwachung verwandelte. Jeder, der mit Russland befreundet war, wurde ins Visier genommen, und die Ersten, die das zu spüren bekamen, waren Roosevelts enge Verbündete Henry Wallace und Harry Dexter White, dessen Tod 1948, als er für Wallaces Präsidentschaftskandidatur kämpfte, den Antikolonialisten, die den IWF leiteten, ein Ende setzte.

In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg machten sich dieselben Finanziers, die der Welt den Faschismus gebracht hatten, sofort wieder an die Arbeit und infiltrierten Roosevelts Bretton-Woods-Institutionen wie den IWF und die Weltbank und verwandelten sie von Instrumenten der Entwicklung in Instrumente der Versklavung. Dieser Prozess wurde in dem 2004 erschienenen Buch Confessions of an Economic Hit Man von John Perkins umfassend dargestellt.

Die europäischen Bankhäuser, die den alten Adel des Imperiums repräsentieren, setzten diese Rückeroberung des Westens ungestraft fort. 1971 wurde die US-Dollar Bindung an das Gold aufgehoben; im selben Jahr wurde die Rothschild Inter-Alpha Group von Banken gegründet, um ein neues Zeitalter der Globalisierung einzuleiten. Die Freigabe des Dollars im Jahr 1971 leitete ein neues Paradigma des Konsumismus, des Postindustrialismus und der Deregulierung ein, das die einst produktiven westlichen Nationen in Spekulanten verwandelte, die davon überzeugt waren, dass Kasinoprinzipien, Seifenblasen und Windmühlen ein Ersatz für agroindustrielle Wirtschaftspraktiken seien.

Die Kinder und Enkel der Überlebenden des Zweiten Weltkriegs sind derzeit mit dem größten Finanzkollaps der Geschichte konfrontiert, eine neue globale Hyperinflation steht vor der Explosion. Geschichte wiederholt sich nicht — 1923 wurde nur Weimar zerstört. Dieses Mal wird die Zerstörung global sein.

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, die 1945 hätte aufgelöst werden müssen, kontrolliert heute den Rat für Finanzstabilität und reguliert damit den weltweiten Derivatehandel, der zu einer Massenvernichtungswaffe geworden ist, die mehr Chaos über die Welt gebracht hat, als Hitler sich je hätte träumen lassen.

Nein, der 8./9. Mai ist wahrlich kein Tag des Sieges; der Faschismus wurde nicht besiegt, ihm wurde der rote Teppich ausgerollt, auf dem sich heute die Technokraten tummeln und dort ihrem bisher größten eugenischen Programm „Plandemie“ mit der gleichzeitig größten Wohlstandsumverteilung von den Armen zu den Reichen glücklich zusehen.

Die Hoffnung liegt heute wieder auf den Schultern Russlands, aber auch Chinas (2) und einer wachsenden Zahl von Nationen, die sich antiimperialistisch in einer multipolaren Welt ihren Weg unter das Dach des New Deals des 21. Jahrhunderts bahnen. Und so besteht auch heute noch die Chance, die in diesem Moment der existenziellen Krise notwendigen Sofortmaßnahmen zu ergreifen und endlich das zu erreichen, was Franklin Roosevelt immer beabsichtigt hatte: den Zweiten Weltkrieg zu gewinnen und dem Totalitarismus endgültig den Garaus zu machen.


Quellen und Anmerkungen:

(1) George Bernard Shaw — Mitbegründer der Fabian Society — zufolge studierte Lenin die Werke von Sidney Webb und „wurde zum Gradualisten“. Lenin studierte die „Industrial Democracy“ der Webbs (1897), die er ins Russische übersetzte, und er befürwortete den Staatskapitalismus als einen Schritt in Richtung Sozialismus, woraufhin er den russischen Sozialismus in den Fabianismus umwandelte. Shaw erklärte: „Der Bolschewismus wurde zum Fabianismus, genannt Kommunismus.“ Er glaubte, dass der russische Kommunismus ein fabianischer Sozialismus sei und dass die UdSSR in Wirklichkeit eine „Union der Fabianischen Republiken“ sei. Shaw beschrieb Lenin als den „größten Staatsmann Europas“. Er sagte aber auch, dass „Stalin ein guter Fabianer ist“ (Ratiu, Seiten 85-6; vgl. Butler, S. 11). Jedenfalls hielt Shaw von 1920 bis 1930 einen fortgeschrittenen Fabian-Kurs über den Sowjetkommunismus ab, in dem er dessen angebliche Vorzüge pries (Holroyd, Bd. 3, S. 230). Noch wichtiger ist, dass Shaw den sowjetischen Kommunismus eindeutig mit dem Fabianismus gleichsetzte und nach einem Besuch in der Sowjetunion erklärte: “Jetzt, wo ich Russland gesehen habe, bin ich mehr denn je ein Kommunist” (Shaw, 1. August 1931).
(2) Es fällt schwer, China als einen Hoffnungsträger für eine multipolare Weltordnung zu sehen, wenn man bedenkt, was seit Januar 2020 offensichtlich ist und als Blaupause für den Umgang mit der Plandemie im Westen gilt. Städte wurden abgeriegelt, Menschen eingesperrt, und das 2014 in China gestartete datengestützte digitale Überwachungs-, Erfassungs- und Ratingsystem (Social Credit System), das Einzelpersonen, Staatsbedienstete, Unternehmen, Organisationen und Verbände einstuft und bewertet, ist seitdem mehr oder weniger in den chinesischen Städten komplett umgesetzt. Auch wenn China COVID-19 als einen US-Biowaffenangriff insbesondere auf Han-Chinesen deklariert, sind die Maßnahmen absolut unverhältnismäßig. Seit April 2022 treibt China seine Null-COVID- und Null-Freiheits-Politik auf die Spitze. Regierungsmitarbeiter sperren jetzt Menschen in ihren Häusern ein. Über 25 Millionen Menschen wurden ursprünglich aufgefordert, fünf Tage lang unter Quarantäne zu stehen, aber jetzt sind es schon fünf Wochen. Wie man hört, aber nicht wirklich belegen kann, hat sich die chinesische Regierung bei der Verteilung von Lebensmitteln etwas verbessert, aber nicht viel. Neben all der seelischen Grausamkeit wird auch weiter gehungert. Die Reichen sind geflohen, als sich die Gelegenheit dazu bot, und alle anderen stehen unter Hausarrest und haben nur das Nötigste zum Überleben. Sie nageln buchstäblich die Türen von außen zu, um die Menschen am Verlassen der Häuser zu hindern. Die Zahl der Selbstmorde in dem abgeriegelten Gebiet nimmt zu, und es gibt unzählige Geschichten von Menschen, die von Hochhäusern in den Tod springen. Niemand scheint sich für die anhaltende Tragödie in Schanghai zu interessieren, und niemand scheint zu glauben, dass so etwas auch außerhalb Chinas passieren könnte.



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