Weltoffene Unterwerfung (Symbolbild:privat)

Die Islamisierung im Bildungswesen Deutschlands hat inzwischen einen Fortschrittsgrad erreicht, der selbst in den kühnsten Projektionen der Jahre 2015/2016 nicht angenommen wurde, als die langfristigen gesellschaftlichen Auswirkungen einer überwiegend arabisch-maghrebinischen muslimischen Masseneinwanderung unter dem Eindruck der Flüchtlingswelle sorgenvoll diskutiert wurden. Selbst da, wo nicht gerade über 90 Prozent nichtdeutsche Schüler an sogenannten „Brennpunktschulen” den Schulalltag dominieren, sondern auch überall da, wo muslimische Schüler – noch – in der Minderheit sind, hat sich eine fatale Unterwerfungs- und Gefügigkeitshaltung bei Schulträgern und -behörden verfestigt, die in feigem und vorauseilendem Gehorsam Konfliktvermeidung um jeden Preis über auch nur einen müden Rest kultureller Selbstbehauptung stellt.

Bisherige Aufreger in diese Richtung hatten eher anekdotischen Einzelfallcharakter, wie etwa der Streit um Burkinis im Schulschwimmunterricht, das Abhängen von Kruzifixen in Klassenzimmern, die Verbannung von Schweinefleisch aus Kantinen oder Unterrichtsfreistellungen für muslimische Gebetseinlagen. Mittlerweile reicht die penetrante Erwartungshaltung, mit der die hiesige Umma – gerne unter missbräuchlicher Aufbietung von Triggerbegriffen wie „Weltoffenheit”, „Toleranz”, „Vielfalt” und natürlich „Diskriminierungsfreiheit” und „Antirassismus” – die Durchsetzung von Sonder- und Partikularrechten einfordert, deutlich weiter. Sie verlangt nicht mehr länger, dass Einheimische und „Biodeutsche” (korrekter: die christlich-westlich geprägten „Traditionseuropäer” unter der Bevölkerung) den passdeutschen und ausländischen Muslimen im Land alle Freiheiten lassen – dieser Anspruch ist längst übererfüllt! -, sondern dass sie sich selbst mohammedanischen Lebensgewohnheiten und kulturellen Erwartungen anpassen.

Kulturelles Appeasement

Wie weit das zu diesem Zweck betriebene kulturelle Appeasement – bei dem es sich um lupenreine Islamisierung handelt – hierzulande bereits fortgeschritten ist, zeigen zwei jüngste Vorgänge an Schulen in Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Unter Berufung auf eine in der Hausordnung einer Realschule in Ebersberg bereits 2007 verankerte Regel verhängte deren Schulleiter diese Woche ein Verbot,
anstößige” Kleidung zu tragen, worunter kurze Röcke und bauchfreie T-Shirts bei Mädchen verstanden werden. Über diese allzu offene Mode hatten sich Lehrer mit Migrationshintergrund beschwert – und auf deren kulturelle Gefühle habe man Rücksicht zu nehmen. Zwar stehe seine Schule, so der Schulleiter, für eine „weltoffene Gesellschaft“ (gemeint ist hier wohl die islamische Welt) – aber es gelte der Grundsatz, „das Recht des einzelnen hört da auf, wo sich andere gestört fühlen“ – eine Auslegung des rechtsstaatlichen Verhältnismäßigkeitsprinzips, mit dem man vor 88 Jahren auch die Judenentrechtung hätte rechtfertigen können.

Perfiderweise schreckte der besagte Schulleiter nicht einmal darauf zurück, in diesem Zusammenhang auf die Folgen des „lange Distanzunterricht wegen Corona” abzustellen, der „Spuren” hinterlassen habe: Es gebe nun eben mal einen Unterschied zwischen Online- und Präsenzunterricht, die Schulschließungen hätten das ins Bewusstsein gerufen. „Schule ist anders als Strand“, stellte der Schulleiter fest – der seine Klassenlehrer ernsthaft auch noch anwies, dieses unsinnige Thema mit den Schülern zu besprechen und zu „diskutieren”.  Manche hätten das sogar mit einer Powerpoint-Präsentation getan, frohlockte er. Die Eltern wurden über diesen Schritt übrigens nicht informiert.

Perversion der Selbstbestimmung

Eine derartige Hinterfragung von Kleidermoden und Tadelung allzu „sündiger“ Freizügigkeit von vor allem weiblicher Kleidung erinnert fatal an den Muff und die Prüderie der 50er-Jahre – bloß dass es sich hier um die Auswirkung einer reaktionären Weltanschauung handelt, die sich als „Religion“ ausweist, in Wahrheit aber einen zunehmend gesellschaftlichen Totalitätsanspruch erhebt. Dass zugleich das Tragen von Kopftüchern oder gar Burka als legitimer Ausdruck weiblicher Selbstbestimmung gerichtet wird, während kurze Sommerröcke als unziemlich gebrandmarkt werden, zeigt die Perversion dieser Entwicklung, die nicht nur 50 Jahre Feminismus und Emanzipation auf den Kopf stellen, sondern auch die Religionsfreiheit ad absurdum führen.

Ein ähnlich besorgniserregender Vorfall hatte sich bereits im April an einem Gymnasium in Siegburg ereignet, über den „Emma” berichtet hatte: Dort war im Rahmen des Philosophieunterrichts die Frage erörtert worden: „Gibt es eigentlich moralische Normen, die für alle Menschen verbindlich sind, oder hat jede Kultur ihre eigenen und für sie gültigen Normen?” Als konkretes Diskussionsbeispiel wurde vom Lehrer die von einem türkischen Vater betriebene Zwangsverheiratung seiner Tochter mit dem Sohn seines verstorbenen Bruders gewählt, die erfolgt war, um diesem eine Aufenthaltserlaubnis für Deutschland und damit eine Existenz zu sichern. Dass es sich dabei um keinen Einzelfall handelt, sondern um ein zunehmendes Phänomen er importierten Problemzuwanderung aus koranhörigen vorsintflutlichen Gesellschaften,   zeigt die Statistik: In Deutschland gab es im vergangenen Jahre 2021 77 Strafverfahren wegen Zwangsheirat – wobei  es sich dabei um eine groteske Untererfassung des wahren Ausmaßes handeln dürfte: Bereits vor vier Jahren schätzte eine Expertin die Zahl der Zwangsehen alleine in Berlin auf 6.000!

FDP-Ministerin wirft sich in den Staub

Vor diesem Hintergrund war die Schulaufgabe also durchaus aktuell – zumal in einem Unterrichtsfach, das reale gesellschaftliche Probleme thematisieren soll. Nicht allerdings in den Augen der „Föderation Türkischer Elternvereine in NRW“ (Fötev), die einen Protestbrief an NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) schrieb, in dem sie, taktisch geschickt, den Vorwurf erhob, mit der „extrem vorurteilsbehafteten Aufgabe“ verwende die Schule das „Vokabular rechtsradikaler Populisten.“ Auch die radikalislamische, von der Türkei geförderte Organisation DITIB schloss sich der Beschwerde an. Daraufhin folgte nicht etwa eine Belehrung der zur weltanschaulichen und religiösen Neutralität verpflichteten Staatsvertreter, dass in den öffentlichen Schulen der Bundesrepublik selbstverständlich auch brisante gesellschaftliche Probleme Unterrichtsgegenstand sein dürfen – sondern das genaue Gegenteil, nämlich eine Reihe peinlicher und inbrünstiger Entschuldigungen.

Zuerst musste sich die Schulleitung – wohl auf Druck der Landesregierung –  entschuldigen, und zwar „bei allen, die sich verletzt fühlen könnten.“ Dann zog auch das NRW-Schulministerium nach, entschuldigte sich ebenfalls unterwürfigsten bei den türkisch-islamistischen Verbänden und erklärte allen Ernstes, die Aufgabe habe in der Tat gegen das „Kriterium der Diskriminierungsfreiheit” verstoßen. Damit nicht genug: Selbst der Cornelsen-Verlag, der das fragliche Philosophie-Buch mit dem betreffenden Unterrichtsmaterial herausgibt, versprach, die Aufgabe werde in der nächsten Auflage „in dieser Form nicht mehr auftauchen”. Dieser Schritt werde auch vom Schulministerium unterstützt. Nach dem Motto: Was nichts ein darf, wird einfach ausgeblendet – und wenn die Konfrontation mit der Wirklichkeit für Muslime „verletzend“ sein könnte, dann hat sie eben zu unterbleiben.

Finale Kapitulation der Almans

Vor allem der Siegburger Vorgang zeigt die völlige Kapitulation des Staates vor den Befindlichkeiten radikaler Interessengruppen. Publik war er überhaupt nur geworen, weil ihn der Solinger Anwalt Fatih Zingal ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt hatte – allerdings nicht mit kritischem Tenor, sondern mit dem Zweck, auch anderswo in Deutschland muslimische Verbände zu ertüchtigen, gegen vergleichbare „diskriminierende“ Fälle von Alman-Unterrrichtsinhalten vorzugehen. Zingal ist zugleich Pressesprecher der „Union Internationaler Demokraten“ (UID), einem laut Bundesregierung „von Funktionären der (türkischen Regierungspartei) AKP beaufsichtigten” Lobbyverein mit dem erklärten Ziel, „den politischen Willensbildungsprozess in Deutschland im Sinne der AKP” zu beeinflussen. Der türkische Präsident Erdoğan hatte die Mission der UID einst als „heiligen Kampf“ bezeichnet.

Ein kleiner Lichtblick: Zumindest die Autoren des attackierten Schulbuchs wollen ihre Zensur nicht einfach hinnehmen – und konnten zumindest erwirken, dass das Thema Zwangsheirat dort nicht völlig entfernt, sondern künftig, wenn auch wachsweich, beibehalten werden darf. Die Fallkonstellation darf weiter im Unterricht behandelt werden – allerdings  muss künftig unter anderem aber die Nationalität des Vaters gestrichen wurde. Es könnte sich also auch um eine typisch deutsche Zwangsverheiratung handeln, niemand muss sich mehr beleidigt fühlen, nichts hat mit nichts irgendetwas zu tun. Dass diese Änderungen mittlerweile schon als Sieg angesehen werden, zeigt, wie weit es mit diesem Land gekommen ist. Deutschland gehört dem Islam – und ist ihm hörig.



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