Aktuell sind in Österreich seit Beginn der COVID-19-Pandemie fast 20.000 Menschen an oder mit COVID-19 gestorben, deutlich mehr als im größeren und früher gescholtenen Schweden.

Von Dr. Hannes Strasser

Die Bekämpfung der Pandemie ist in Österreich schlecht gelaufen. Dafür gibt es verschiedene Ursachen. Der Hauptfehler der letzten Jahre war aber meiner Meinung nach, dass die COVID-19- Erkrankten in Österreich großteils zu Hause sich selbst überlassen wurden.
Maßnahmen wie Lockdowns und Schulschließungen wurden dann verhängt, wenn eine Überlastung des Gesundheitssystems drohte. Und eine Überlastung wurde dann festgestellt, wenn die Zahl der Patienten in den Intensivstationen und/oder Krankenhäusern dramatisch anstieg. Die Erkrankten zu Hause interessierten faktisch niemanden.

Zu Hause im Stich gelassen

Österreich rühmte sich immer als „Testweltmeister“. Tag für Tag wurden flächendeckend Menschen mit großem Aufwand getestet. Die positiv Getesteten wurden dann in Quarantäne geschickt. Und dann passierte in den allermeisten Fällen – nichts. Gar nichts. Man wartete zumeist 10 Tage seelenruhig ab, ob die Infizierten wieder gesund wurden (was in den allermeisten Fällen Gott sei Dank der Fall war) oder ob sie immer schwerer erkrankten und langsam zu Hause erstickten. Kranke wurden also flächendeckend zu Hause ohne Behandlung einfach im Stich gelassen. Erkrankte erhielten zu Hause oft nicht einmal mehr ihre normalen Medikamente, aßen und tranken nicht mehr ausreichend. Wie viele COVID-19-Erkrankte schlichtweg vor Entkräftung starben, wird wohl nie genau festgestellt werden.

Wandten sich verzweifelt an mich

Ich kann diese Berichte von Ärzte-Kollegen aus eigener Erfahrung bestätigen: Viele Patienten wandten sich hilfesuchend an mich, aus ganz Österreich (!), um von mir betreut zu werden und Hilfe zu erhalten. Es fanden in sehr sehr vielen Fällen leider keine ärztlichen Visiten der Hausärzte statt. Und vielen Erkrankten wurde von den Hausärzten auch das Betreten der Ordinationen untersagt, aus Angst vor Ansteckung. Es war eben vielen Ärzten schon länger klar, dass die COVID-19-Impfungen schlecht wirken und schlecht schützen.

Impfungen wirken schlecht

Die WHO erklärt seit über einem halben Jahr, dass die Impfung die Pandemie nicht beenden wird. Wir wissen längst, dass die Impfungen nicht sicher vor einer Infektion, vor der Weitergabe des Virus, vor einer schweren Erkrankung und auch nicht vor dem Tod schützen. In Großbritannien waren zuletzt 92 % der COVID-19 Toten geimpft. Wir hätten uns daher schon seit Langem andere Strategien überlegen müssen, wie von der WHO im September gefordert, um die Zahl der COVID-19 Toten in Österreich zu senken. Das ist bis heute nicht geschehen. Um den Preis von fast 20.000 COVID-19-Toten.

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Betreuung heruntergefahren

Wie sehr die normale medizinische Betreuung eingeschränkt war, zeigt auch die Tatsache, dass Ungeimpfte von vielen niedergelassenen Ärzten gar nicht mehr untersucht und behandelt wurden. Die Ärztekammer Steiermark berief sich noch im Dezember 2021 allen Ernstes auf ein „Hausrecht“ der Ärzte. Sie behauptete, dass nach ihrer Meinung jede Ärztin und jeder Arzt das Recht hatte zu entscheiden, ob Ungeimpfte behandelt oder nicht behandelt wurden. Die flächendeckende medizinische Versorgung war also für weite Teile der österreichischen Bevölkerung von vornherein nicht mehr gegeben.

Keine Medikamente

Ich erkrankte selbst an COVID-19 und hatte starke Symptome. Glücklicherweise betreute mich meine Ärztin professionell und verschrieb mir entsprechende Medikamente. Ich bin mir sicher, dass sie mir einen Aufenthalt in der Intensivstation oder gar noch Schlimmeres erspart hat. Viele Erkrankte hatten dieses Glück nicht. Das wirklich Verheerende ist, dass seit über eineinhalb Jahren bekannt ist, dass es etliche Medikamente gibt, die im Rahmen der COVID-19-Erkrankung sehr gut wirken und verabreicht werden können. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, als Patient und als behandelnder Arzt. Es gibt sogar von diversen internationalen medizinischen Fachgesellschaften Behandlungsschemata, in denen diese Medikamente, die Dosen und die Verabreichungsform genau aufgelistet sind. Aus über 1500 wissenschaftlichen Publikationen weiß man, dass eine frühzeitige medikamentöse Behandlung aller COVID-19-Infizierten und Erkrankten zu Hause die Sterblichkeit um 70-80 % gesenkt hätte. Dadurch, dass man unsere COVID-19-Erkrankten in den letzten 2 Jahren in Österreich ohne ärztliche Betreuung und ohne frühzeitige medikamentöse Behandlung alleine ließ, hat man also rund 15.000 Menschen -mit Verlaub- „verrecken“ lassen. In meinen Augen ist das unterlassene Hilfeleistung. Und eine unauslöschbare Schande und Schuld für das österreichische Gesundheitswesen.

Darf sich nicht wiederholen

Ich habe beim Hearing zur Impfpflicht im Parlament als Experte den Gesundheitsminister darauf hingewiesen, dass wir endlich dafür Sorge tragen müssen, dass die COVID-19-Erkrankten sofort medikamentös behandelt und von Ärzten betreut werden. Wir können nicht noch einen Winter zuschauen, wie unsere COVID-19- Erkrankten zu Hause im Stich gelassen und sterben gelassen werden. Das ist eines der vorrangigen Ziele der „Freien Ärzte Tirol“.

Dr. Hannes Strasser ist Co-Autor des Bestsellers „Raus aus dem Corona-Chaos“, Kammerrat für die „Interessensgemeinschaft Freie Ärzte Tirol“ in der Tiroler Ärztekammer und Experte im Parlaments-Hearing zum Thema „Impfpflicht“.



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