Die neuesten Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine im Newsticker.

9:32 Uhr: Baerbock stellt Finnland und Schweden schnelle Aufnahme in die Nato in Aussicht

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat Schweden und Finnland eine rasche Aufnahme in die Nato in Aussicht gestellt. Deutschland würde einen Beitritt der beiden Länder in das Bündnis „sehr, sehr schnell“ ratifizieren, sagte Baerbock am Sonntagmorgen am Rande informeller Beratungen mit ihren Nato-Kolleginnen und -Kollegen in Berlin. Die Bundesregierung habe dazu bereits Gespräche mit „allen demokratischen Parteien“ geführt.

Auch zahlreiche andere Nato-Staaten hätten einen schnellen Ratifizierungsprozess zugesagt, sagte Baerbock. Eine „Hängepartie“ nach einem Beitrittsantrag Schwedens und Finnlands dürfe es nicht geben, betonte sie.

„Die Nato ist ein Bündnis, was auf Verteidigung setzt, das wird es auch immer bleiben“, sagte Baerbock. „Aber es ist auch ein Bündnis der offenen Türen und deswegen heißen wir Finnland und Schweden, wenn sich ihre Parlamente, wenn sich ihre Gesellschaften dafür entscheiden, herzlich willkommen.“ Dem russischen Präsidenten Wladimir Putin bescheinigte sie, mit seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine Schweden und Finnland in die Nato „hineingepusht“ zu haben.

Die finnische Staatsführung hatte kürzlich angekündigt, einen Nato-Beitrittsantrag stellen zu wollen. Auch Schweden will bald über einen ähnlichen Schritt entscheiden. In beiden Ländern müssen zunächst die Parlamente den Beitrittsanträgen zustimmen. Schwedens Außenministerin Ann Linde und Finnlands Außenminister Pekka Haavisto nehmen als Gäste an den informellen Beratungen der Nato-Minister in Berlin teil.

6:30 Uhr: FDP-Außenexperte fordert Erdogan zu Ende von Blockade bei Nato-Erweiterung auf

FDP-Außenexperte Alexander Graf Lambsdorff hat den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan aufgefordert, seine Blockadehaltung gegen einen Nato-Beitritt Finnlands und Schwedens aufzugeben. „Finnland und Schweden sind in der strategischen Bedeutung der Nato genauso wichtig wie die Türkei,“ sagte Lambsdorff der „Bild am Sonntag“. Er nannte auch die Behauptung von Russlands Präsident Wladimir Putin „eine Lüge“, er fühle sich durch die Nato-Erweiterung bedroht.

Lambsdorff hob hervor, dass die Nato ein reines Verteidigungsbündnis sei, Finnland und Schweden seien schon in der EU. „Jetzt muss es einen schnellen und reibungslosen Aufnahmeprozess in die Nato geben, dann wird Europa insgesamt sicherer“, hob er hervor.

Der deutsche Reservistenverband kündigte eine enge Zusammenarbeit mit Finnland und Schweden an. Es sei „wahrscheinlich, dass Reservisten unserer Staaten in Zukunft auch zusammen zur Bündnisverteidigung eingesetzt werden“, sagte der Chef des Reservistenverbandes, Patrick Sensburg, der „Bild am Sonntag“.

Laut einer repräsentativen Insa-Umfrage für die Zeitung würden 66 Prozent der Menschen in Deutschland einen finnischen Nato-Beitritt begrüßen, 20 Prozent würden dies hingegen nicht begrüßen. Gleichzeitig befürchten demnach 74 Prozent, dass sich Putin durch eine Nato-Erweiterung provoziert fühlen könnte. 14 Prozent befürchten das den Angaben zufolge nicht. (agenturen/red)



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