Heute hat die “neue” alte Volkspartei ihren Parteitag. Doch Bundeskanzler Karl Nehammer ist derzeit nur Zuschauer der Geschehnisse. Dabei wollte sich der nicht gewählte Kanzler am Parteitag zumindest von seinen Parteifreunden in Amt und Würden bestätigen lassen und sich als Macher präsentieren, der die Zügel fest in der Hand hält. Nun deutet alles darauf hin, dass ihm Star-Gast Sebastian Kurz die Show stehlen wird.

Nun, durch die Rücktritte von Ministerin Elisabeth Köstinger und kurz danach von Margarete Schramböck überrascht, ist er wieder nur Beifahrer des Geschehens. Denn bei den neuen Personalbesetzungen hat er nicht viel mitzureden, da entscheiden andere, wie etwa die Tiroler Volkspartei, auch wenn natürlich anderes verlautbart wird. Dem reisefreudigen Kanzler fällt lediglich die Aufgabe zu, die Ergebnisse zu präsentieren – ein besserer Bote oder Nachrichtensprecher, wenn auch ein gut bezahlter. Auch die “Neuen” werden als Kapazunder präsentiert.

Geschützte ÖVP-Werkstätte

So etwa der neue Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig, immerhin Sohn eines Tiroler Milchbauern. Ansonsten hat er sich lediglich in “geschützten Werkstätten” bewegt: Bauernbund, ÖVP-Klub und Mitarbeiter für ÖVP-Nationalrats- und EU-Abgeordnete. Aber das soll nicht stören. Der aufgeblähte türkis-grüne Regierungsapparat hat ohnehin 2021 für externe Dienstleistungen 105 Millionen Euro ausgegeben – immerhin eine Verdoppelung innerhalb von vier Jahren. Gut beraten dürfte man da auch ohne eigene Expertise werden. Und der Kanzler-Darsteller macht es ja auch nicht anders …



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