Als Befürworter aller Regierungsmaßnahmen verlor die katholische Kirche viel Vertrauen. Mit den Impfstraßen im Stephansdom reichte es vielen Menschen endgültig. Sie wandten sich von der Kirche ab. Auf kritische Stimmen aus den Reihen der Kirche hat man lange Zeit vergeblich gewartet. Es gibt sie aber, die mutigen Seelsorger, die für die Wahrheit kämpfen. Die Initiative Priester22 vereint Priester und Diakone, die sich gegen die Impfpflicht und Spaltung der Gesellschaft aussprechen. Wochenblick sprach mit Diakon Uwe Eglau und Pfarrer Pater Andreas Schöffberger.

Die Spaltung der Gesellschaft sei nicht mehr zu übersehen, sind sich der ehemalige Polizeiseelsorger Diakon Uwe Eglau und Pfarrer Pater Andreas Schöffberger einig. „Österreichweit forciert die Kirche diese Impfung. Menschen werden gebrandmarkt und verächtlich gemacht, wenn sie sich nicht impfen lassen wollen. Wir wissen von vielen Menschen, die wegen genau dieser Coronapolitik der Kirche einen Kirchenaustritt überlegen oder schon ausgetreten sind.“, sprechen die beiden Seelsorger offen die derzeitige Position der Kirche an. Für die regelrechte Impfpropaganda seitens ranghoher Kirchenvertreter haben die beiden kein Verständnis. Für sie gäbe es nur zwei Erklärungen, wie Diakon Eglau sagt: „Entweder ist es die Angst vor dem Jobverlust oder eventuell eine finanzielle Abhängigkeit der Pfarre. Anders kann ich mir das nicht erklären. Denn unsere Priester sind gebildete Menschen. Von ihnen könnte man erwarten, dass sie sich über die gesamte Corona-Situation, die Impfungen und Nebenwirkungen informieren.“
Für die Priester22 ist es selbstverständlich, für die rund zwei Millionen Österreicher einzutreten, die aus wohlüberlegten Gründen eine Impfung ablehnen. Pater Schöffberger selbst sei in seiner Pfarre schon öfter gefragt worden, weshalb er sich gegen die Impfpflicht ausspreche. Ob er denn nicht Pfarrer bleiben wolle? Klar will er das, sagt er, aber: „Ich kann nicht einfach wegsehen. Ich habe nichts zu verlieren. Es ist wichtig und richtig, Position zu beziehen und sich für die Menschen einzusetzen.“

Kein reiner Wein eingeschenkt

Auch Diakon Eglau teilt diese Einstellung. Wie schnell man aber seines Amtes enthoben werden kann, musste der 56-Jährige am eigenen Leib erfahren. Als Polizeiseelsorger wurde er gefeuert, weil er sich in einem offenen Brief an Innenminister Karner gemeinsam mit Hunderten Polizisten gegen die Impfpflicht und Spaltung der Gesellschaft und für den Erhalt der Rechtsstaatlichkeit aussprach. Auch die Seelsorger der Priester22, der Eglau nun seit Februar angehört, sprechen sich offen gegen die Impfpflicht aus. In ihrer Stellungnahme nehmen sich die Priester und Diakone kein Blatt vor den Mund. Offen sprechen sie auch die „Impfnebenwirkungen“ an. „Bei den Impfappellen werden die gravierenden Nebenwirkungen durchgängig verschwiegen. Deshalb stellen wir uns die Frage: Sieht sich die Kirche auch in der Verantwortung hinsichtlich der erschreckenden Impfschäden und Todesfälle?“, fragen sich die Seelsorger. Dass es sich bei der Impfung um eine gentherapeutische Maßnahme handle, die lediglich bedingt zugelassen sei, wüssten die meisten Menschen überhaupt nicht. Seitens der Politik sei den Menschen nicht reiner Wein eingeschenkt worden, stellt Diakon Eglau fest: „Ich denke, es muss offen und ehrlich kommuniziert werden, dass es sich um keine herkömmliche Impfung, sondern um eine gentherapeutische Maßnahme handelt. Und dass keine Studien über die Langzeitfolgen vorliegen. Das wurde und wird es aber nicht. Im Gegenteil, es wird Druck auf die Menschen ausgeübt. Menschen ohne Impfung werden ausgegrenzt und diffamiert.“ Eine Impfpflicht sei nicht nur unverhältnismäßig und unbegründet, sondern eben auch gefährlich, sind sich die Seelsorger einig: „Eine Impfung muss jedenfalls freiwillig bleiben. Jeder ist für seine Gesundheit selbst verantwortlich. Jeder muss frei und eigenverantwortlich entscheiden können, ob er sich impfen lassen will oder eben nicht.“

Als Kirche für Menschen da sein

Aber auch die Kollateralschäden der letzten beiden Jahre dürften nicht außer Acht gelassen werden. Pater Schöffberger ist entsetzt: „Es gibt so viele seelische und wirtschaftliche Schäden, ganze Existenzen wurden in den letzten beiden Jahren zerstört. Aber eben nicht nur das. Auch sind viele Menschen immer noch verängstigt. Vor allem alte Menschen leiden unter der Angstmache. Das ist fürchterlich!“ Diakon Uwe Eglau und Pfarrer Pater Andreas Schöffberger sehen es als ihre Pflicht für die Menschen einzutreten, wie sie sagen: „Die Kirche soll endlich wieder für die Menschen da sein und nicht für den Staat. Wir bräuchten keinen Prunk und kein Gold.
Wir sollten im Vertrauen zusammen sein und im Glauben an Jesus.“ Das Sprichwort: „Gut Ding braucht Weile“ trifft hier offenbar zu. Denn wie Pfarrer Pater Schöffberger erklärt, hätten auch die Seelsorger der Initiative Priester22 ihre Zeit gebraucht, um sich nach außen hin zu positionieren: „Nach Gründung unserer Initiative waren wir uns schnell einig, dass wir unsere Position, nämlich unser klares Nein zur Impfpflicht und zur Spaltung der Gesellschaft offen kundtun möchten. Es war uns aber wichtig, zuerst den direkten Kontakt zu den Bischöfen in den Diözesen zu suchen, bevor wir den Schritt an die Öffentlichkeit taten.“, so Pfarrer Pater Andreas Schöffberger. Deswegen hätten sie vorab ihre Stellungnahme persönlich an alle Diözesen in ganz Österreich verteilt. Weil aber keine Reaktion gekommen sei, habe man sich schließlich zur Veröffentlichung auf der Homepage von Priester22 entschieden. Darauf, dass sich endlich auch Seelsorger offen gegen die Impfpflicht positionieren, dürften bereits viele Menschen gewartet haben. Denn weit über die Grenzen Österreichs hinaus habe sich die Stellungnahme verbreitet.



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