Im Februar legte der Umsatz der Dienstleistungsbranche deutlich zu. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte, erhöhte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr nach vorläufigen Berechnungen nominal um 17,9 Prozent. Nach Abzug der Inflation verblieb immer noch ein Umsatzanstieg von 13,9 Prozent.

Auch das Vorkrisenniveau ist wieder erreicht und überschritten, denn gegenüber dem Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der politisch verordneten Einschränkungen im Zuge Corona-Pandemie, stiegen die Umsätze real um 5,0 Prozent an. Nominal ergab sich sogar ein Anstieg um 11,8 Prozent. In den starken Abweichungen zwischen den nominalen und realen Steigerungen spiegeln sich die im Vergleichszeitraum deutlich gestiegenen Erzeugerpreise für Dienstleistungen wider.

Die konsumnahen Dienstleistungsbereiche stecken immer noch in der Krise

Ungeachtet der hohen Wachstumsraten hat die reale Umsatzentwicklung im konsumnahen Dienstleistungsbereich das Niveau vor der Krise jedoch noch nicht wieder erreichen können. Zu diesen Bereichen zählen insbesondere das Gastgewerbe mit den Beherbergungssektor und der Gastronomie, die Personenbeförderung sowie die Reisebüros und die Reiseveranstalter. In all diesen Segmenten lag der Umsatz im Februar immer noch deutlich niedriger als vor dem Beginn der Pandemie.

Deutlich erholt haben sich mit Steigerungsraten von 109,5 Prozent zwar die Umsätze in der Personenbeförderung mit Schiffen und auch die Luftfahrtbranche kann mit einem Plus von 119,2 Prozent deutliche Zuwächse gegenüber 2021 vermelden. Dennoch liegen die Umsätze in der Personenschifffahrt noch immer um 81,4 Prozent unter dem Niveau vor der Krise. Bei der Luftfahrt beträgt der Rückstand zum Vorkrisenniveau derzeit noch 53,5 Prozent.

Unternehmensnahe Dienstleistungen sind weniger stark von der Krise betroffen

Wesentlich besser durch die beiden letzten Jahre gekommen sind jene Dienstleister, die unternehmensnahe Dienstleistungen anbieten. So erhöhten sich beispielsweise die Umsätze der Informations- und Kommunikationsdienstleister um 21,2 Prozent. Auch die Güterbeförderung legte im Februar 2022 um 11,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu.

Völlig kontraproduktiv war die Pandemie für das Ziel der Bundesregierung, den Gütertransport zunehmend von der Straße auf die Schiene und das Binnenschiff zu verlagern. Denn während die Güterbeförderung auf der Bahn und durch Binnenschiffe in den beiden Corona-Jahren zurückging, lagen die Umsätze der nicht-nachhaltigen Güterbeförderung auf den Straßen und auf dem Luftweg um 20,2 Prozent über dem Vorkrisenniveau.





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