Denken;
Logische Schlüsse ziehen;
Abstraktionen vornehmen;
Aus Abstraktionen konkrete Aussagen über Handlungen ableiten;

Das sind nur vier der mit kognitiver Kompetenz assoziierten Fähigkeiten, von denen behauptet wird, sie würden Menschen von Tieren unterscheiden, und von Pflanzen, versteht sich. Nach mittlerweile sieben Monaten, in denen wir die Wahlen zum Denkbehinderten der Woche durchführen, haben wir erhebliche Zweifel an der Richtigkeit dieser Hypothese. Fähigkeiten, wie die beschrieben, bedürfen der Sprache, einmal zum Denken, denn man denkt nicht in “Gugelbatsch”, sondern in sinntragenden Worten [so die Hypthese] und der Kommunikation, denn das Problem, das sich mit “Gugelbatsch” verbindet, das wird erst sichtbar, wenn man anderen mit “Gugelbatsch” kommt, und aus ihren Reaktionen die Notwendigkeit, zu lernen ableitet.

Das, was Menschen auszeichnen soll, ihre Denk- und Schlußfähigkeit, ist mit Sprache verbunden. Die Katastrophen der Anwendung von Sprache durch Polit-Darsteller und andere Schauspieler im öffentlichen Leben, die wir wöchentlich präsentieren, sie erwecken bei uns eher den Eindruck, dass Sprache für manche von Denken unbelastete Begriffcontainer bereitstellt, die sie zu nutzen können glauben, um z.B. emotionalen Zuständen Ausdruck zu verleihen oder um die Emotionen von Anderen anzusprechen, um diese Anderen über ihre Emotionen zu manipulieren.

Bei derartigen Übungen in Emotion und Sinnfreiheit kommt es zuweilen zu erheblichen Entgleisungen, zu Situationen, in denen die Begriffscontainer sozusagen auf den falschen Bahnhöfen geparkt werden und nicht etwa die Emotionen der Adressaten ansprechen, sondern Beleg dafür ablegen, dass derjenige, der Nutzer der Begriffscontainer ist, mindestens an einer rationalen Kreuzung falsch abgebogen ist, ergo, in unseren Worten, in seinem Denken behindert ist, entweder dadurch, dass er sich idelogisch verblödet hat oder dadurch, dass die karge Landschaft verwaister Synapsen durch einen ungeregelten neuronalen Ansturm von mindestens zwei Gedanken gleichzeitig vollständig überfordert wird, was in den bereits angesprochenen intellektuellen Katastrophen, die die vorhandene Denkbehinderung so hervorragend zum Ausdruck bringen, seinen Niederschlag findet.

Eine lange Vorrede, die uns nicht nur im Hinblick auf die Verwendung des Begriffs “denkbehindert” wichtig ist, sie ist auch eine Form der Diagnose der Malaise unserer Zeit, die man vielleicht am besten durch die folgende Formel fassen kann: Personen minderer Denkqualität nutzen Begriffe, deren Bedeutung sie nicht verstehen, um Menschen, die sie für dumm halten, emotional zu manipulieren, um – im Ergebnis – den eigenen Narzissmus mit 15 Minutes of Fame, in denen man sich “wichtig” fühlen konnte, auszuleben.

Natürlich gab es derart beeinträchtigte Persönlichkeiten zu allen Zeiten, aber heute gibt es sie nicht nur in größerer Zahl, sie produzieren sich heute auch bereitwillig, statt sich im Kämmerlein zu verstecken und in bescheidener Zurückhaltung zu üben, sie inszenieren sich in Öffentlichkeit, um auch den letzten Zweifler davon zu überzeugen, dass sie einen an der Waffel haben.

Und jetzt geht es los.
Uns zwar mit Carsten Frerk.
Carsten Frerk ist Soziologe.
Soziologie war einst eine hochwertige wissenschaftliche Beschäftigung, ein Fach, dessen Vertreter mit Methodologie befasst waren, um Forschungsfragen zu beantworten.
Heute sind weite Teile der Soziologie, eine Brache, auf der wenig Nutzkraut zu finden ist. Statt dessen wimmelt es von Personen minderer Denkfähigkeit, die Begriffe nutzen, deren Bedeutung sie nicht verstehen, um Menschen, die sie für dümmer halten als sie selbst es sind, emotional zu manipulieren, um – im Ergebnis – den eigenen Narzissmus mit 15 Minutes of Fame, in denen man sich einreden kann, man habe Status erworben, auszuleben.

Ey, ich habe dem Staatsfunk ein Interview gegeben.
… hast Du das mitbekommen.
… ich war im Fernsehen oder im Radio.
Ey, ist bin eine Celebrity.

Soweit die Theorie, nun zur Praxis:

Heutige Soziologen, die diesen Titel zuunrecht tragen, lieben es, ihre ideologischen Vorlieben in wie sie meinen “trendy Sprache” zu verpacken: “Event Agenturen”, um mit der benutzten Sprache, den genutzten Begriffscontainern, die eigene Denkbehinderung zu verdecken. Kirchen, so Frerk gegenüber WDR5, ey, ich war im Radio, müssten sich von religiösen Dogmen distanzieren, um Menschen, die “schmuckvoll heiraten” wollen, eine “emotionale Überhöhung” zu verkaufen.

Wie können wir es dem Soziologen Carsten beibringen?
Um etwas zu überhöhen, benötigt man eine Symbolik, die dazu geeignet ist, etwas Übermenschliches, nicht Alltägliches, etwas Göttliches, sowas, was zum Beispiel in “religiöser Dogmatik” umschlossen ist, etwas, das ordinäre Handlungen mit einem gewissen Etwas versieht, etwas, das nicht an der nächsten Straßenecke zu bekommen ist, etwas, das man sich erarbeiten muss, für das man etwas tun muss.

Für Kirchen, die zukünftigen Eventagenturen von Frerk, war es zu allen Zeiten das Göttliche, das ihren besonderen Status getragen hat. Ihre symbolische Macht basiert darauf, dass sie als religiöse Experten auftreten und als solche nachgefragt werden. Soziologe Carsten will Kirchen von dieser Expertise entrümpeln, also das beseitigen, was die religiösen Rituale, wie z.B. die Hochzeit, trägt, und durch eine Evenagentur ohne Inhalt, eine Fassade ersetzen, eine leere Hülle, die Leistungen anbietet, ohne dass diese Leistungen mit dem ursprünglichen Sinn versehen sind, weshalb sie nichts überhöhen können, und somit in Konkurrenz zur lokalen Kneipe geraten werden. Und wie die Entscheidung zwischen Pfaffe und Wirt ausfällt, das ist klar, oder?

Was Soziologe Carsten vorschwebt, das ist ein Markenimage ohne Marke, ein vorgetäuschter Sinn in fahler Verpackung. Es ist, als wollte man an Hochschulen Personen installieren, die keine Ahnung von Soziologie haben, dennoch Soziologie als Leistung anbieten, weil sie keine Ahnung haben, Soziologie lächerlich machen und entsprechend zerstören, um sich dann darüber zu wundern, dass Soziologie in der Öffentlichkeit was die Reputation angeht, kurz vor der Klapse verortet wird: oder in kurz: Sie verstehen nicht, was sie sagen, hoffen aber, dass es gut klingt.

Soziologen braucht das Land.
Carsten Frerk ist keiner.
Er ist unsere Startnummer 1.


Und weiter geht es mit einem stimmungsvollen Beitrag.
Bringen wir sie in die richtige.

Na, bereit für den Kill?

Bei der Kronen-Zeitung liest sich das Ganze wie folgt:

“Als wir Umweltmediziner Hans Peter Hutter treffen, läuft gerade Musik von Ennio Morricone. Eigentlich recht treffend für unser Thema, wie der Experte von der MedUni Wien meint. Mehr als zwei Jahre Pandemie – und was hat Österreich daraus gelernt? Oder was kann es daraus lernen?”

Das Ambiente ist wichtig, denn Hans Peter Hutter, Experte von der MedUni Wien, hat “glorreiche 7 Lehren” aus der Pandemie gezogen, die er unbedingt mit uns teilen will. Es gibt diese Art von selbstlosen Ennio Morricone Fans, die tatsächlich etwas mit anderen teilen wollen, ob die wollen oder nicht, Take it or die. Die Anspielung der “KroneZeitung”, mit den “glorreichen 7 Lehren”, auf die Glorreichen Sieben [Magnificent Seven], ist übrigens glorreich daneben. Die Filmmusik zu den Glorreichen Sieben stammt von Elmer Bernstein [1960 – Orginal] bzw. von James Horner [2016 aufgewärte Fassung]. Egal, irgend ein Hirni wird die Musik schon zusammenkomponiert haben, so wie Hutter etwas zusammenkomponiert hat, sieben Punkte, BullshitBullet-Punkte. Uns haben freilich zwei gereicht. Schon der erste ist besonders.

„Also erstens vorab: Wildtierhandel, Zerstörung von Ökosystemen, Raubbau an der Natur – wenn es so weitergeht, kommt die nächste Seuche bestimmt“, stellt der Fachmann klar.

Wir haben übrigens die Hypothese, dass der Begriff “Fachmann” in einem engen Verhältnis zum Bullshit-Faktor einer Aussage steht. Je mehr Bullshit, desto stärker die Notdurft, den Bullshit mit “Fachmann” zu überdecken. Bislang gibt es niemanden, der auch nur einen einzigen Beleg dafür präsentieren kann, dass SARS-CoV-2 zoonotischen Ursprungs ist. Nach all der Zeit würde man denken, dass der Weg, denn das Coronavirus von Fledermäusen ausgehend, genommen hat, bekannt wäre. Ist er aber nicht. Was nicht verwundert, wenn man bedenkt, dass SARS-CoV-2 aus dem Wuhan Institute of Virology stammt, dort Furin cleavaged wurde.

Aber unser Fachmann weiß natürlich, was sonst niemand weiß: SARS-CoV-2 ist von Tieren auf uns gekommen und dass es von Tieren auf uns gekommen ist, das hängt am Klimawandel und weil man am Klimawandel nicht zweifeln darf, obschon es kälter, nicht etwa wärmer wird, deshalb gibt es den Klimawandel und wenn wir die Einbildung “Klimawandel” nun mit der Fantasie “Fledermaus reagiert auf Klimawandel und verbreitet Coronaviren unter Menschen”, zusammenbringen, dann wird daraus die nächste Seuche, ganz bestimmt, “stellt der Fachmann klar”.

Und weil der Fachmann ein gar so großer Fachmann ist, deshalb haben wir noch einen Punkt:

“Und wenn wir schon bei Maßnahmen sind, noch eine Erkenntnis als Punkt vier: „Masken ersticken weder Kinder in der Schule noch – auch das sollte bekannt sein – chirurgisches Personal während Operationen“, erklärt Hutter – wie üblich mit diesem einen Schuss an Ironie, der ihn so sympathisch macht.

Chirurgische Masken schützen den Operierten davor, dass derjenige, der ihn operiert, seine Pollenallergie nicht in seiner offenen Wunde auslebt oder seiner Angewohnheit, Sprache und Spucken zu kombinieren, im OP gar zu feuchtfröhlich nachkommt. Sie schützen nicht vor Partikeln, die so klein sind, dass sie spielend durch Masken hindurchgehen, und sie schützen schon gar keine Kinder, denen von SARS-CoV-2 keinerlei Gefahr droht. Sie sind reine Schikane, die sich kleine Zyniker ausgedacht haben, die hoffen, durch die Wahl der – wie sie denken – richtigen Seite, eine Aufwertung ihres armseligen Daseins zu erheischen.

Hans-Peter Hutter ist unsees Startnummer 2.


Damit sind wir bei Leif Erik Sander.
Es ist nicht schön, sich über die Namen, die manche tragen müssen, lustig zu machen. Also lassen wir das.

Leif Erik Sander ist einer, der im Bundestag Gehör findet, worunter man nicht unbedingt eine Auszeichnung verstehen muss. Und weil er dort Gehör findet, ist er ermutigt, derlei Dinge von sich zu geben:

“Es ist ein hartnäckiges Narrativ in sozialen Medien, teilweise auch in anderen Medien, dass die Einführung der Impfung oder gar der Booster-Impfkampagne und Ähnliches zu einer Übersterblichkeit geführt hätten, dass wir eine massive Untererfassung von Impfkomplikationen und Impfschäden in Deutschland oder weltweit hätten.

Das Gegenteil ist der Fall.

Das Problem von Leuten, die nach ihrer Ansicht viel zu sagen haben, vielleicht auch von Leuten, die sich gerne reden hören, besteht oft darin, dass sie nach wenigen Worten den Überblick, über das, was sie gerade gesagt haben, sagen wollen und überhaupt zu sagen haben verlieren. Und so kommt es, dass Leif Erik Sander hier behauptet, wir hätten eine massive Übererfassung von Impfschäden. Nicht also, was all die Jahre als stehendes Wissen galt, dass nämlich maximal 10% bis 15% der Nebenwirkungen von Medikamenten überhaupt gemeldet werden, sondern dass viel zu viele Impfschäden erfasst, dass Impfschäden ÜBERerfasst sind, was NUR dann der Fall sein kann, wenn Impfschäden erfasst werden, die keine Impfschäden sind. Lesen wir weiter bei Leif.

“Auch die medial teilweise sehr stark begleiteten – Untersuchungen nenn’ ich sie mal – auch beispielsweise aus dem Bereich der Krankenkassen, dass es eine Untererfassung der Impfnebenwirkungen gegeben hat, dazu ist wirklich anzumerken, dass man hier klar differenzieren muss zwischen Impfreaktionen, von denen wissen wir, dass sie bei den hier eingesetzten Impfstoffen einfach häufig sind, bis zu 10% können auch sogenannte schwere Impfreaktionen haben, das hört sich schlimmer an, als es ist, das heißt beispielsweise, dass ein Impfling einen Tag nicht zur Arbeit gehen kann aufgrund relativ starker Impfreaktionen, also Abgeschlagenheit oder auch mal Fieber. Das wissen wir, darüber klären die Impfärztinnen und Impfärzte auf, und das ist keine Untererfassung von Impfkomplikationen, das sind Impfreaktionen, das sind physiologische Reaktionen des Körpers, die müssen gar nicht gemeldet werden. Und diese Dinge werden medial oder auch in den sozialen Medien miteinander vermengt, und werden dann gerne sozusagen skandalisiert, ohne dass sie eigentlich eine Substanz haben.”

Wenn so ein Impfling einen Tag mit Fieber im Bett liegt, was ist das schon?
Pillepalle.
Und wenn er dann wegen dieseer Lappalie nicht zur Arbeit gehen kann, dann ist das dennoch kein Impfreaktion, keine Impfkomplikation, sondern eine “physiologische Reaktion des Körpers”. Es ist schwer, sich eine Reaktion des Körpers auf Impfstoffe vorzustellen, die keine physiologische Reaktion ist, aber lassen wir das [auch psychologische Reaktionen haben einen physiologischen Anlass, sonst wären Psychopharmaka für die Katz’].

Die bemerkenswerte Argumentation von Leif Erik Sander geht also wie folgt

  • Impfschäden sind nicht unter-, sondern übererfasst.
  • Physiologische Reaktionen, also Fieber nach Impfung oder dergleichen, sind keine Impfnebenwirkungen, keine Impfschäden, obschon sie als solche auf der Packungsbeilage bezeichnet werden, nein, sie sind normal und werden deshalb nicht gemeldet.
  • Zweiteres führt dazu, dass die Daten von Krankenkassen, die eine Untererfassung von Impfschäden zeigen, Impfschäden mit physiologischen Reaktionen, also Impfschäden in anderer Bezeichnung verwechseln.
  • Ersteres führt dazu, dass es eigentlich gar keine Unterfassung, wie in zwei von Leif behauptet, geben kann, denn es gibt doch eine “Übererfassung” und eine solche kann sich nur auf Imfpschäden beziehen, die keine sind, physiologische Reaktionen in der gesäuberten Sprache von Leif, die aber werden gar nicht gemeldet, sagt Leif.
  • Wir stehen somit am Ende dieser herausragenden Leif-Argumentation bei der Erkenntnis, dass Impfschäden, die physiologische Reaktionen, also keine Impfschäden sind, nicht gemeldet werden und deshalb übererfasst sind.

Wenn Sie diese Argumentation von Leif, nicht live, aber als Aufzeichnung betrachten wollen, dann können Sie das hier tun.

Ein würdiger Kandidat.
Leif Erik Sander ist unsere Startnummer 3.


Spiel mir das Lied vom Tod, das hatten wir schon.
Auch cool:

Der englische Originaltitel lautet: The Good, the Bad, and the Ugly. Music by: Ennio Morricone.

Und hier die deutsche Antwort auf Clint Eastwood oder Teile des Filmtitels:

Christian Drosten, Virologe, Killer von Viren, Retter von Leben, Streiter für die Gesundheit, gegen hässlich Sequenzen, gegen Krankheit, Tod und alles andere. Christian Drosten, Stoppelbartträger, wenn schon nicht Sympathieträger einer ganzen Generation von Sykophanten, die vollständig im Narzissmus versunken, ihrer Selbstbeweihräucherung huldigen und sich sicher sind, dass sie alles richtig gemacht haben – “total effizient”.

“Wir haben in Deutschland etwas geschafft, das kein vergleichbares Land der Welt hinbekommen hat: mit vergleichsweise milden Maßnahmen eine Pandemiewelle gestoppt.”

Nun ja.
Schweden?
Florida?
South Dakota?
Südafrika?
Um nur ein paar Länder zu nennen, die wir für vergleichbar halten. Keines davon hatte auch nur ansatzweise die “milden Maßnahmen”, die Deutschland hatte, sondern mildere, also keinen milde Maßnahmen, die sich im Stringency Index der Blavatnik School of Government der University of Oxford als drakonische Maßnahmen entpuppen, also dann, wenn man die “milden Maßnahmen”, in die Realität übersetzt und mit noch milderen Maßnahmen in anderen Ländern vergleicht …

Es ist eben alles relativ. So relativ, dass derjenige, der seine Wirtschaft zerstört hat, um ein für die Mehrheit der Bevölkerung harmloses Virus zu bekämpfen, von einem Erfolg sprechen kann, weil andere Länder noch schlechter abgeschnitten haben. Sie erinnern sich an den Schüler, der seine fünf damit gutreden wollte, dass Mitschüler eine sechs hatten? Er hieß Christian.

Christian Drosten ist unsere Startnummer 4.


Was haben wir ihn vermisst.
Über Wochen konnten wir uns auf ihn verlassen.
Woche für Woche hat er geliefert, war er in unserer Wahl zum Denkbehinderten der Woche gesetzt.
Und dann ist er verschwunden.
Urplötzlich.
Vom Erdboden.
Weg war er.

Und nun ist er wieder da und hat uns erschreckende Kunde mitgebracht: Frank-Ulrich FU “Monty” Montgomery. Monty gehört zu denen, die Gefahr erkennen, wenn sie die Maske abnehmen. Monty hat die Maske abgenommen. Es war bei der Europäischen Kommission. Und er hat die Gefahr sofort erkannt. “Hier wird es Dich erwischen”, hat er sich gesagt, wohl beim Anblick der versammelten Eurokraten. Obschon er Maske getragen hat, hat Monty gewusst, dass es ihn erwischen wird. Obwohl er dreimal geimpft ist, hat er gefürchtet, dass es ihn erwirtscht. Und es hat ihn erwirtscht. Eine unangenehme Erkältung und eine Woche lang war er krank. Unser Mitleid.

Warum hat es ihn erwischt?
Weil er zum Essen, zum Kaffee und zum Trinken die Maske abgenommen hat.

So ist das. Wer dreimal geimpft ohne Maske bei der EU-Kommission Kaffee trinkt, den erwischt es. Gut, dass er geimpft ist, sonst hätte er ihn gar nicht erwischt.

Monty hebt das alte Konzept der self-fulfilling prophecy auf neue Höhen.
Monty ist unsere Startnummer 5.


Wechseln wir den Kriegsschauplatz und wenden uns dem Ort zu, an dem die Vernunft schon vor langer Zeit ihren High Noon Shoot-out hatte und von der gesammelten Redaktion erlegt wurde: DIE ZEIT. Bei der Zeit arbeitet Bernd Ulrich. Und wenn er arbeitet oder nicht arbeitet, dann tweetet er:

Was ist schon so ein Atomkrieg?
Das wird überbewertet.
So ein bischen Verstrahlung? Also davor kann man sich mit Sonnencreme schützen. Und Jodtabletten helfen. Und wenn es Wumms macht, dann, das hat der Katastrophenschutz schon in den 1970er Jahren gelehrt, dann hilft es unter den Tisch zu grabbeln und eine Zeitung, wir empfehlen die ZEIT schützend über den Kopf zu halten, bis alles vorbei ist.

Halten Sie die Tür zu, damit die Druckwelle draußen bleibt.
Wir empfehlen die Nutzung von Sonnenbrillen.

Bernd Ulrich ist einer derjenigen, die Begriff benutzen, ohne dass sie auch nur die geringste Ahnung davon haben, welche Bedeutung mit diesen Begriffen verbunden ist. Sie nutzen sie als Begriffscontainer zur Selbstinszenierung. Ey, schau mal wie cool ich bin. Atomkrieg. Eure Scheißangst kotzt mich an. Bring it on!

Bernd Ulrich ist unsere Startnummer 6.


Britta Haßelmann hat uns überzeugt.
Britta Haßelmann will Waffen in die Ukraine liefern.

“Niemand mache sich die Entscheidung über Waffenlieferungen einfach. In Politik, Parlament und Gesellschaft müsse darüber debattiert werden. Aber: „Dabei sollte sich niemand anmaßen, über die Köpfe der Ukrainerinnen und Ukrainer hinweg entscheiden zu können.“ “

Und weil sich niemand anmaßen darf, über die Köpfe der Ukrainer zu entscheiden, deshalb maßt sich Britta Haßelmann an, für die Ukrainer, die sie natürlich nicht befragt hat, zu entscheiden, über ihre Köpfe hinweg. Das war eines der schnellsten intellektuellen Eigentore, die wir in der letzten Zeit gesehen haben. Haßelmann hat wohl einiges an Potential. Wir stiften hiermit unseren Leser, der uns den Hinweis auf Haßelmann geschickt hat, dazu an, am Ball zu bleiben. Da ist mehr. Viel mehr.

Haßelmann ist unsere Startnummer 7.


Startnummer 8.

Startnummer 8 ist so eine Sache.
Denn eigentlich reicht eine Startnummer nicht aus.
Eine Startnummer wird dem kurzen Lebenswerk in Denkbehinderung nicht gerecht, übrigens das einzige bekannte Lebenswerk.

Startnummer 8 geht damit an ein Schwergewicht der Denkbehinderung: Ricarda Lang.

Lang sagt:

Die Floskel, die oben Satz geworden ist: “Wer schweigt, stimmt zu”, ist nicht nur Floskel, sie ist auch ein logischer Fehlschluss. “Wer sich in einem Angriffskrieg für keine Seite entscheidet, entscheidet sich für den Aggressor”, sagt Lang. Nein, sagen wir. Wer sich in einem Angriffskrieg für keine Seite entscheidet, entscheidet sich für keine Seite. Wer den logschen Fehler nachlesen will – Stichwort “Bejahung des Konsequens”. Eine andere sprachliche Verpackung desselben Fehlers wäre: Wer keine abgeschlossene Ausbildung vorzuweisen hat, ist dumm. Das ist falsch, weil er kann auch blöd sein. Nein, Spaß beiseite und im Zweifel für den Angeklagten, in konditionalen Aussagen, wie Wenn X, dann Y, kann von nicht-Y nicht auf nicht-X geschlossen werden.

Simpel.
Aber nicht simpel genug, als dass manch’ Simpel nicht den Fehler dennoch machen würde.

Und Ricarda sagt:

“Wenn es offensichtlich ist, dass einige Konzerne wissentlich und vor allem übergebührlich am Horror dieses Krieges verdienen, dann sollten wir doch eine Übergewinnsteuer einführen, die genau dem aktiv entgegenwirkt”.

Wenn nun ein Staat einen Konzern mit einer “Übergewinnsteuer” belegt, weil dieser Konzern wissentlich “übergebührlich am Horror dieses Krieges verdient”, dann schiebt sich dieser Staat übergebührlich eine Übersteuer zu, weil er wissentlich davon profitiert, dass ein Konzern, wissentlich und übergebührlich am “Horror dieses Krieges verdient”. Man erkennt den Gierigen daran, dass er das eigentliche Problem, das sich mit “dem Horror dieses Krieges” verbindet, nicht einmal berührt, denn es geht ihm nicht um “den Horror dieses Krieges”, sondern um Bereicherung.

Ricarda Lang ist unsere Startnummer 8.


Eine weitere Woche, in der wir keine Probleme hatten, die acht Startplätze zu füllen und so aussichtsreiche Kandidaten wie Karl Lauterbach, Christine Lambrecht oder Isabella Eckerle außen vor lassen mussten, nein, durften. Und nun, nachdem wir wieder diesen Zustand erreicht haben, in dem man das Gefühl hat, von Irren umgeben zu sein, nun haben Sie, denen es vermutlich nicht anders geht, die Qual der Wahl.

Wer bekommt Ihre Stimme?

  1. Carsten Trerk von der Eventagentur geistiger Selbstüberhöhung;
  2. Hans-Peter Hutter, der ruhmlose Achte unter den glorreichen Sieben;
  3. Leif-Erik Sanders, dessen Expertise in Reductio ad absurdum eigener Aussagen nicht bestritten werden kann;
  4. Christian Drosten, Unfehlbarer Beau;
  5. Monty, dreifach geimpft, eine Woche erkrankt, alles, wegen der Maske;
  6. Bernd Ulrich, Atomkrieg – Bah, bring it on, bringt it on!
  7. Britta Haßelmann – über deren Kopf wir hier ohne mit der Schulter zu zucken, entscheiden – hinweg natürlich…
  8. Ricarda Lang übergebührlich, unwissentlich, verlässlich: Bullshit;

18, AH, er hat gewonnen, Anton Hofreiter ist der Denkbehinderte der Kalenderwoche 17. 1.731 Leser haben entschieden, 419 von ihnen (24,2%) für Anton gestimmt. 24,2 hat übrigens die Quersumme 8. Da haben Sie es! Hofreiter, und sein Vorschlag, Partei für eine Konfliktpartei zu ergreifen, ohne Konfliktpartei zu sein, konnte sich trotz starker Innerparteilicher Konkurrenz behaupten. Jamila Schäfer musste sich mit 412 Stimmen (23,8%) nur knapp, aber doch dem grünen Patriarchen geschlagen geben. Dabei hat Schäfer mit ihrer Bereitschaft, Krieg zu befürworten, um ihren privaten Pazifismus zu retten, eine wirklich beachtliche Lücke in die Reihen der Vernunft geschlagen. Indes, es hat nicht gereicht. Als Dritte ging Monika Bartsch durch’s Ziel. Für Bartsch, die Genugtuung darin findet, die Notsituation von Menschen auszunutzen, Motto: Tafelessen gegen COVID-Impfung / Gentherapie stimmten 338 Leser (19,5%).

Auf den weiteren Plätzen haben sich Moritz Gathmann (233 Stimmen, 13,5%), Marko Buschmann (133 Leser, 7,7%), Lorenz Meyer (101 Stimmen, 5,8%), Sylvia Reiss (66 Stimmen, 5,8%) und Birgit Gerstorfer (29 Stimmen, 1,7%) eingefunden.

Wenn Sie noch einmal nachlesen wollen, was die Aspiranten der letzten Woche von sich gegeben haben, dann können Sie das hier tun.


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