Nachdem ich den Spiegel beim Lügen erwischt habe, hat er einen Artikel verändert. Das gleiche hat auch die “Welt” getan.

Die „Qualitätsmedien“ belügen ihre Leser und wenn man sie dabei erwischt, so wie ich es kürzlich exemplarisch bei „Welt“ und Spiegel aufgezeigt habe, dann verändern sie ihre Artikel kurzerhand. Ihre Leser informieren sie darüber entweder gar nicht, oder sie verschweigen ihre Lügen weiterhin, anstatt den Lesern mitzuteilen, dass sie sich „geirrt“ und unwahr berichtet haben.

Der Spiegel und seine Lügen über Mariupol

Am 3. Mai habe ich mal wieder darüber berichtet, wie dreist der Spiegel seine Leser belügt. Er hat am 2. Mai einen Videobeitrag veröffentlicht, in dem es um die gerade aus dem Stahlwerk in Mariupol evakuierten Zivilisten ging. Darin wurden ausführlich die Aussagen einer Frau gezeigt, aber der von Spiegel gezeigte Zusammenschnitt ihrer Aussagen erweckte den Eindruck, sie würde der russischen Armee vorwerfen, die Zivilisten nicht aus dem Bunker unter der Anlage gelassen zu haben.

Dummerweise ist das Interview mit der Frau im Netz zu finden und es zeigt das exakte Gegenteil von dem, was der Spiegel seinen Lesern erzählt hat. In Wahrheit hat die Frau alle Vorwürfe der russischen Armee bestätigt und den Asow-Kämpfern vorgeworfen, die Zivilisten nicht aus der Anlage gelassen zu haben. Sie hätten im Radio von den humanitären Korridoren der Russen gehört, seien aber nicht rausgelassen worden. Sie endet damit, dass sie sagt:

„Die Ukraine ist als Staat für mich gestorben.“

Das aber – und all ihre Vorwürfe gegen die Asow-Kämpfer – hat der Spiegel seinen Lesern verschwiegen. Meinen Artikel darüber inklusive Links zum Spiegel-Artikel und zum Video und der kompletten Übersetzung der Aussagen der Frau finden Sie hier.

Nach der Veröffentlichung meines Artikels dürfte der Spiegel wieder mal viele böse Zuschriften bekommen haben und – wie mir Leser berichtet haben – gab es auch erboste Kommentare unter dem Artikel. Darauf hat der Spiegel reagiert und das Video entfernt, stattdessen ist dort nun ein Fotos zu sehen und der Spiegel hat folgenden Text dazu geschrieben:

„Wir haben das Video, das sich an dieser Stelle befand, wegen nachträglich festgestellter inhaltlicher Unstimmigkeiten vorübergehend von der Seite genommen. Der SPIEGEL hatte das Videomaterial von der Nachrichtenagentur Reuters bezogen und klärt nun zunächst auch mit Reuters den betreffenden Sachverhalt. Neue Erkenntnisse werden wir dann an dieser Stelle veröffentlichen.“

So ist er der Spiegel, er verschweigt es seinen Lesern, wenn er bei allzu dreisten Lügen erwischt wird und spricht von „inhaltlichen Unstimmigkeiten“ – das nenne ich mal kreativ! Warum sagt der Spiegel seinen Lesern nicht, was tatsächlich vorgefallen ist? Er könnte die Schuld ja auf Reuters schieben, wie er es ohnehin schon tut.

Der Spiegel beweist damit ein weiteres Mal, dass er nur ein Propagandainstrument ist. Er belügt seine Leser und selbst dann, wenn er seine Lügen entfernen muss, verschweigt er seinen Lesern die Wahrheit. Übrigens vergisst das Netz nichts, die alte Version des Spiegel-Artikels ist im Internetarchiv zu finden, sollte das Video dabei schlecht laden, können Sie das Videotranskript lesen.

Aber es gibt immer noch Menschen, die den Spiegel abonniert haben, die also Geld dafür bezahlen, sich vorsätzlich belügen zu lassen.

Die „Welt“ und die Asow-Nazis

Am 23. April habe ich einen Artikel über die „Welt“ geschrieben, die die Übersetzung eines Artikels eines ukrainischen Nationalisten und Propagandisten übersetzt hat. Der „Welt“-Artikel trug die Überschrift „ASOW-REGIMENT – Die Lüge vom „neonazistischen“ Bataillon und die Schuld des Westens

Das Dumme an diesem Artikel war, dass als Titelbild Asow-Kämpfer in eindeutigen Posen und mit sehr vielen großen Nazi-Symbolen gezeigt wurden. Dass das Asow-Bataillon neonazistisch ist, hat die „Welt“ in ihrem Titelbild selbst bestätigt.

Auch die Welt dürfte danach einige unfreundliche Zuschriften bekommen haben. Darauf hat die Welt reagiert und sie hat sowohl das Titelbild ausgetauscht, als auch die Überschrift umgeschrieben. Heute sieht der Artikel so aus.

Natürlich hat die „Welt“ es nicht für nötig gehalten, ihre Leser über diese „kleinen Veränderungen“ ihres Artikels zu informieren, oder gar Selbstkritik zu üben, weil sie Neonazis nicht nur verharmlost, sondern de facto Propaganda für sie macht.

„Welt“ und Spiegel sind Flaggschiffe der deutschen „Qualitätsmedien“. Allerdings haben nicht einmal mehr ihre Lügen „Qualität“…




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