Anfang Februar sorgte die Meldung für Aufsehen, dass die bisherige Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan, eine glühende Globalistin und Sympathisantin der Great-Reset-Nomenklatura aus dem Dunstkreis von Klaus Schwabs Weltwirtschaftsforum (WEF), als Staatssekretärin für „internationale Klimapolitik“ in Annalena Baerbocks grünes Außenministerium wechseln wird (Wochenblick berichtete). Nun wurde die US-Umweltaktivistin im Blitzverfahren zur „Deutschen” gemacht: Die Regierung sorgte im Eilverfahren für ihre Einbürgerung.

Von Daniel Matissek

Ich mach mir’ das Recht, wie es mir gefällt…

Der Fall ist ein weiteres Beispiel für die völlige Gleichgültigkeit, die die Akteure des ampelgrünen Berliner Polit-Establishments gegenüber dem Verwaltungsrecht wie den guten Sitten gleichermaßen an den Tag legen. Zwar kann dank grünrotgelbem Koalitionsvertrag mittlerweile buchstäblich jeder „Dahergelaufene“, der es als Migrant nach Deutschland schafft, Staatsbürger werden und nach fünf Jahren – unabhängig von seiner Integrationsbereitschaft und seinem Aufenthaltsstatus! – „Pass-Deutscher“ sein.

Doch wenn es der globalistischen Agenda dienlich ist, geht’s bedarfsweise auch viel schneller. So war denn auch die blitzartige Einbürgerung der linksradikalen Amerikanerin und Klima-Sozialistin Jennifer Morgan, die für ihren neuen Job in Berlin sogar ihren Greenpeace-Vorsitz aufgab, dank des Betreibens ihrer neuen Dienstherrin, der grünen Außenministerin Annalena Baerbock, nur mehr eine Formalität: Bereits am 28. Februar, etwas über zwei Monate nach Amtsantritt der Ampel-Regierung, war das Verfahren abgeschlossen.

NGO-Aktivistin und Globalistin als Spitzenbeamte

Der skandalöse eigentliche Grund für die Einbürgerung war alleine der, dass Morgan so verbeamtet werden konnte. Denn natürlich – um den Skandal perfekt zu machen – darf sie auch noch ihre US-Staatsbürgerschaft behalten; ihr Bezug zu dem Land, dem fortan als „Staatssekretärin und Sonderbeauftragte für internationale Klimapolitik“ im Auswärtigen Amt „dienen“ soll, ist also ein rein formaler. Ohnehin sind die Aufgaben der Klimalobbyistin völlig diffus; sie soll unter anderem „an der Vorbereitung von Klimagipfeln” mitwirken.

Dass Morgan als Greenpeace-Chefin mittelbar mitverantwortlich für unzählige illegalen und für Unbeteiligte teilweise lebensgefährlichen Aktionen der Organisation war, scheint in der Bundesregierung niemand zu stören. In ihrer neuen Tätigkeit darf sich die Öko- und Great-Reset-Ideologin nun über ein Monatsgehalt von fast 15.000 Euro freuen. Da lohnt sich der Klima-Aktivismus!

Fast 15.000 Euro monatlich

Die Opposition findet deutliche Worte zu dem unmöglichen Vorgang. Der CSU-Geschäftsführer in der Unionsfraktion, Stefan Müller, erklärte: Für die Ex-Greenpeace-Chefin gibt es die deutsche Staatsbürgerschaft als Goodie auf die gut bezahlte Stelle obendrauf. Normale Einbürgerungen dauern Jahre, bei Jennifer Morgan wird das Verfahren im Eiltempo durchgepeitscht. Das ist auch deshalb fragwürdig, weil sie als Chefin für die zahlreichen fragwürdigen Aktionen von Greenpeace verantwortlich war.“ Bereits im Februar, als Baerbock Morgans Verpflichtung euphorisch angekündigt hatte, hatte der CSU-Abgeordnete Alexander Radwan von einer „nicht zu überbietenden Dreistigkeit“ gesprochen. Man erlebe hier quasi in Echtzeit den Durchmarsch der NGOs in der Regierung.

Ähnlich äußerte sich seinerzeit auch Petr Bystron, der außenpolitische Sprecher der AfD. Er sprach von einem “rücksichtslosen Missbrauch von staatlichen Institutionen durch die politische Linke für die Durchsetzung ihrer ideologischen Agenda.” Es fände so eine “Verlagerung der Entscheidungskompetenzen von demokratisch legitimierten Institutionen hin zu NGOs statt”. Dadurch werde der Mehrheitswille der Bevölkerung umgangen und demokratische Prozess ausgehöhlt. Denn: “Die NGOs sind nur ihren Geldgebern verpflichtet und setzen dementsprechend deren Partikularinteressen durch – oft sogar gegen den gesellschaftlichen Konsens.”

Marsch durch die Institutionen

Gerade die Grünen, die sich seit jeher als Hüter der politischen Moral und Gegner des Lobbyismus gerieren, verzeichnen inzwischen mit die meisten Fälle von Ex-Politikern ihrer Partei, die – nach erfolgreichem „Marsch durch die Institutionen“ – auf hochdotierte Posten in der privaten oder staatsnahen Wirtschaft wechseln. Und weil Grüne besonders häufig weder über eine Ausbildung noch über einen Studienabschluss (geschweige denn über eine relevante Berufserfahrung außerhalb der Partei- und Aktivismusblase) verfügen, liegt der Grund dafür gewiss nicht in ihrer Sachkenntnis – sondern ausschließlich in der nützlichen Kontaktpflege und Maximalverfilzung der entsprechenden Pfründner.

Grüner Lobbyismus boomt

Erst vor kurzem wurde bekannt, dass Baerbocks Ehemann Daniel Holefleisch als Berater bei der PR-Agentur MSL angeheuert hat, nachdem er vor weniger als einem halben Jahr noch unter dem Beifall der grünen Mainstream-Medien verkündet hatte, nun zugunsten seiner Frau zurückzustecken und seinen Lobbyistenposten bei DHL aufzugeben. Sein neuer Arbeitgeber wirbt offen mit seinen guten Kontakten zur Politik.

Die abgründige Doppelzüngigkeit dieses Gebarens ist kaum noch in Worte zu fassen. Allerdings wird sie für die Verantwortlichen völlig folgenlos bleiben, weil die tonangebenden Medien dies entweder lobend begleiten, verharmlosen oder gleich ganz verschweigen. Angesichts solcher Unverfrorenheiten aus dem unmittelbaren Umfeld Baerbocks verwundert die Personalie Jennifer Morgan auch nicht weiter. Wer sich fragt, warum sich Baerbock nicht einmal die Mühe macht, den Anschein von Unabhängigkeit zu wahren: Weil sie es kann.



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