Während etablierte Medien, Regierung und Polizeiführung in den letzten Monaten kaum etwas unversucht ließen, um die friedlichen Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen zu kriminalisieren, drückt der selbe Personenkreis bei Antifa-Ausschreitungen beide Augen zu. So auch gestern, am 1. Mai, in Wien:

Seit einigen Jahren organisieren Antifa-Aktivisten unter dem Namen „Mayday“ am ersten Mai eigene Proteste, da ihnen die Aufmärsche der SPÖ zu spießig sind. Laut Simon N. vom Antifa-Referat der „Österreichischen Hochschülerschaft“ (ÖH) sollen heuer am „Kampftag der Arbeiter*innenklasse“ 2.500 Menschen „laut, kraftvoll, solidarisch“ teilgenommen haben.

Mit Farbbeutel, Steinen und Böllern gegen Polizei und Staat

Die Spitze des Demozuges bildete ein schwarzer Block, deren vermummte Teilnehmer sich hinter Transparenten und Regenschirmen versteckten. Aus der anonymen Masse heraus wurden dann Polizisten, zwei Polizeiwachzimmer, ein ÖVP-Parteibüro und das Bundesamt für Asyl- und Fremdenwesen mit Farbbeutel, Flaschen, Steinen, Böllern und Rauchtöpfen angegriffen. Hier ein paar Eindrücke davon:

Wie zahlreiche Bilder und Filme zeigen, hatte die Polizei offenbar kein Interesse daran das Vermummungsverbot durchzusetzen:

Das fehlende Eingreifen der Polizei ermöglichte Szenen wie diese:

 

https://twitter.com/search?q=%23w0105&src=typeahead_click&f=live

„Rechtsextremismus-Experten“ messen mit zweierlei Maß

Diese teilweise brutalen Angriffe auf den Staat, seine Institutionen und Vertreter wurden von den meisten etablierten Medien totgeschwiegen. Bezeichnend für die damit verbundene Doppelmoral sind die Postings von „Standard“-Journalist und „Rechtsextremismus-Experte“ Markus Sulzbacher auf Twitter. So teilte er am 1. Mai ein Foto von Antifa-Fotograf Michael Bonvalot, mit den Worten: „Heute unterwegs bei der Corona-Demo: MFG, Identitäre, Burschenschafter, Reichsbürger, Küssel, …“. Zu Fotos von den Antifa-Ausschreitungen schrieb er hingegen lediglich: „Fotos von der Mayday Demo in Wien #w0105„. Ein klare Distanzierung von Gewalt gegen Polizisten sieht anders aus. Sulzbacher und Co. suchen den Splitter im fremden Auge, sehen den Balken im eigenen jedoch nicht. Hier der Original-Tweet:

Offen begeistert zeigte sich der „KZ Verband Wien“ von den Damen und Herren des schwarzen Blocks, wie dieser Tweet zeigt:

Zustimmung zum Aufmarsch der Extremisten gab es auch vom Balkon des WUKs, einem alternativen Kulturzentrum:

Fehlender Aufschrei

Für Polizeiführung, etablierte Medien und Gutmenschen scheint Pyrotechnik offenbar nur ein Problem zu sein, wenn sie von Patrioten und Corona-Maßnahmenkritikern eingesetzt wird. Ein Funktionär der Freiheitlichen Jugend musste nach einem medialen Sturm der Entrüstung vor ein paar Monaten sogar zurücktreten, weil er einen Rauchtopf, der vor seine Füße fiel, von ihm wegkickte. Die Extremisten der Antifa scheinen hingegen völlige Narrenfreiheit zu genießen. Ein Aufschrei der Empörung blieb bisher – trotz Angriffe auf die Polizei – aus. Nicht einmal die Polizei scheint sich daran wirklich zu stoßen. Zu all den Demos die am 1. Mai in Wien stattfanden, gab es nur eine Presseaussendung. Den Antifa-Angriffen wird darin nur ein nüchterner Absatz gewidmet:

„Auf Höhe der dortigen Polizeiinspektion bewarfen Teilnehmer der Kundgebung das Gebäude und Polizisten mit pyrotechnischen Gegenständen, Farbbeutel, Glasflaschen und diversen anderen Gegenständen. Im weiteren Verlauf wurden in dem Bereich auch andere Gebäude und Fahrzeuge mit Farbbeutel beworfen. Dies wiederholte sich vor dem Polizeianhaltezentrum Hernalser Gürtel. Beim Bewurf wurde ein Polizist von einem Pflasterstein getroffen und dabei leicht verletzt.“

Trotz Antifa-Eskalation – Polizei zeigt sich zufrieden

Obwohl die Polizei Wien das Vermummungsverbot nicht durchsetzte und die Antifa deshalb aus der anonymen Masse heraus Polizisten angreifen und Gebäude und Autos beschädigen konnte, zeigt sich die Polizeiführung zufrieden, wie im letzten Absatz der Presseaussendung zu lesen ist:

„Durch die in der Einsatzplanung festgelegten Maßnahmen und das besonnene Einschreiten ist es der Wiener Polizei während des gesamten Einsatzes gelungen, eine Eskalation und ein Aufeinandertreffen verschiedener Kundgebungen mit Konfliktpotential zu verhindern. Die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit konnte umfassend gewährleistet werden.“

37 Festnahmen in Berlin = Friedlicher Protest

Auch in Berlin kam es am 1. Mai wieder traditionell zu Ausschreitungen. Der mit Zwangsgebühren finanzierte MDR schreibt dazu nüchtern:

„Berliner Polizei: Der friedlichste 1. Mai in Berlin seit Jahrzehnten. 14.000 Menschen beteiligten sich an traditioneller Demonstration linker und linksradikaler Gruppen. Vereinzelte Auseinandersetzungen, 37 Festnahmen.“

Politisch korrekte Heuchler

Die Doppelmoral die sich hinter der Berichterstattung über Antifa-Ausschreitungen verbirgt, wird besonders sichtbar, wenn man diese mit der hysterischen Empörung über friedlichen Aktionen patriotischer Aktivisten vergleicht. Beispielsweise in Linz und Wien – dort sahen etablierte Medien und Politiker jedes Mal die Demokratie in Gefahr …

Der Beitrag 1. Mai: ORF und Co. verschweigen Antifa-Angriffe auf Polizei erschien zuerst auf Info-DIREKT.





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