Journalisten haben in Kramatorsk die Seriennummer der Rakete gefilmt, die dort eingeschlagen ist und Dutzende Menschen getötet hat. Die Nummer belegt, dass die Rakete aus ukrainischen Beständen kommen dürfte.

Als ich Mitte März die südukrainische Stadt Melitopol besucht habe, waren wir auch in einem Wohngebiet, das von einer ukrainischen Rakete vom Typ Totschka-U getroffen wurde, wobei ein zwölfjähriger Junge getötet wurde. Die Reste der Rakete waren noch vor Ort und wir konnten sie filmen. Auf meinen Bildern ist die Seriennummer der Rakete deutlich zu sehen, sie lautet Ш91630.

Auch in Kramatorsk ist eine Totschka-U eingeschlagen. Da die russische Armee diesen Raketen-Typ vor Jahren ausgemustert hat, ist ohnehin klar, dass diese Rakete nicht aus russischen Beständen kommen kann. Weil in Sowjetzeiten Raketen quasi in Serie für bestimmte Einheiten gefertigt wurden, deuten dicht beieinander liegenden Seriennummern auf eine regionale Nähe der Einheiten hin, die sie seinerzeit erhalten haben.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion sind die Waffen der Roten Armee, die zum Beispiel in der Ukraine stationiert gewesen sind, in den Besitz der Armee des neuen Staates Ukraine übergegangen. Das galt auch für die oben genannte und von mir in Melitopol fotografierte Rakete mit der Nummer Ш91630.

Die Seriennummer der Rakete, die in Kramatorsk eingeschlagen ist, lautet Ш91579.

Die Nummern der beiden Raketen liegen also sehr nahe beieinander, was ein Hinweis darauf ist, dass die Raketen aus ukrainischen Beständen stammen, denn bei der Rakete aus Melitopol ist es unbestritten. Hinzu kommt, dass auch im Donbass in den letzten zwei Monaten über zwei Dutzend Raketen vom Typ Totschka-U der ukrainischen Armee eingeschlagen und dass auch deren Seriennummern bekannt sind. Sie sind aus dem Nummernbereich dieser beiden Raketen.

Darüber hat auch das russische Fernsehen berichtet und die entsprechenden Bilder gezeigt. Ich habe den Bericht aus den Nachrichten des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Mehr Druck auf Budapest und Belgrad: Kiews neue Provokation

Die ukrainische Regierung bereitet über den SBU eine weitere Provokation vor, um das russische Militär ziviler Opfer zu beschuldigen, erklärte das russische Verteidigungsministerium heute. Dem Vernehmen nach könnte der Schauplatz des Geschehens die Stadt Irpen sein, die in der Nähe des berüchtigten Ortes Butscha liegt. Das russische Verteidigungsministerium stellt fest, dass unsere Einheiten diese Orte vor mehr als einer Woche verlassen haben.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums bereitet die ukrainische Regierung eine neue mediale Provokation vor, die nur wenige Kilometer von der alten entfernt sein soll. Die russische Armee zog sich vor mehr als einer Woche aus der Stadt Irpen zurück, die buchstäblich auf der anderen Seite des Baches von Butscha liegt. Doch nach detaillierten Geheimdienstberichten zu urteilen, dürfte die ukrainischen Geheimdienste das nicht in Verlegenheit bringen.

„SBU-Beamte planen, die Leichen von Einwohnern, die durch ukrainischen Artilleriebeschuss getötet wurden, aus der Leichenhalle des städtischen Krankenhauses in der Polevaya-Straße in den Keller eines Gebäudes am östlichen Stadtrand von Irpen zu bringen. Dann wird der SBU im Waldgebiet von Puschtscha-Wodiza eine inszenierte Aktion mit Erschießung und „Vernichtung“ einer angeblichen „russischen Aufklärungsgruppe“ durchführen, die in Irpen eingetroffen ist, „um Zeugen russischer Kriegsverbrechen zu töten.“ Gleichzeitig werden die Leichen gefangener russischer Soldaten, die zuvor von Nationalisten unter Folter getötet wurden, als ‚unbestreitbare Beweise‘ in dem Wald präsentiert“, sagte Igor Konaschenkow, der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums.

Die Medien in Europa und Amerika sind die ersten, die solche Aufnahmen aufgreifen, wenn auch nicht immer erfolgreich. Am Ort des Angriffs auf den Bahnhof von Kramatorsk, wo die Schuldigen ebenfalls ohne Untersuchung festgestellt wurden, filmten Reporter die Seriennummer der Totschka-U. Und das ist der Typ der meisten Raketen, die seit 2014 im Donbass niedergegangen sind. Die Nummern werden von Journalisten der Volksrepubliken gesammelt. Die Nummern unterscheiden sich nur um 13 Stellen, was bedeutet, dass die Truppen höchstwahrscheinlich die gleiche Lieferung erhalten haben.

Anm. d. Übers.: An dieser Stelle wird im Beitrag die Liste der Seriennummern der in Donezk niedergegangenen Raketen gezeigt. Die Liste zeigt, dass die Nummern der Raketen, die von der ukrainischen Armee auf den Donbass abgefeuert wurden, in den Nummern-Bereich um die Raketen von Ш91579 (Melitopol) bis Ш91630 (Kramatorsk) fallen.

Die westlichen Medien sind nun, wo auch immer möglich, auf der Suche nach Beweisen für die Brutalität des russischen Militärs. Sie suchen, aber sie können nichts finden. Hier ist der Mitschnitt eines Gesprächs zwischen einem der Journalisten, wahrscheinlich in der Region Tschernigow, und seiner Redaktion.

„Hallo?“

„Hier ist John.“

„Ja, hallo.“

„Alles in Ordnung?“

„Ja, alles in Ordnung. Wir haben ein bisschen im Zentrum der Stadt gedreht, da ist alles vollkommen normal.“

„Die BBC ist ebenfalls hier und arbeitet an denselben Objekten.“

„Ich werde nicht einmal darüber sprechen. Die Nachrichten werden dieses Thema natürlich aufgreifen, auch die Abendausgabe wird es behandeln.“

„Heute dreht sich alles um die NATO, die UNO, die G7, und wahrscheinlich wird es einen Bericht aus den USA geben. Aber wir haben kein nennenswertes Material aus der Ukraine gesehen.“

Es werden neue Beweise benötigt, denn selbst in Europa ist nicht jeder bereit, den alten Beweisen zu glauben. Wenige Stunden nach dem Beschuss von Kramatorsk antwortete Wladimir Selenskiy in einem Interview mit der „Bild“ auf die Frage nach den schlimmsten Nachrichten. Wie sich herausstellte, hat der ukrainische Präsident nichts Schlimmeres gehört, als Appelle, die elementaren Regeln des Rechts zu respektieren.

„Was war das Schlimmste, was Sie in den letzten Tagen gehört haben?“

„Es gab ein sehr schlechtes Gespräch. Mit einem der führenden Vertreter der Europäischen Union. Ich möchte nicht darüber sprechen. Die Kernaussage war: ‚Zeigen Sie uns einen Beweis, dass Butscha keine Dekoration oder Inszenierung war’“, so Selensky.

„Ein europäischer Politiker hat so etwas zu Ihnen gesagt?!“

„Ja, aber ich kann nicht sagen, wer es war.“

„Ein europäischer Staatschef hat so etwas zu Ihnen gesagt?! Ich kann es nicht glauben, Mr. President!“

„Ja, aber es war nicht Scholz.“

Für den europäischen politischen Mainstream ist die Formulierung praktisch. Um wen zum Beispiel es sich dabei handeln könnte, beantwortet der Pole Jaroslaw Kaczynski sofort und beschuldigt den ungarischen Präsidenten der Blindheit, weil er nicht eiligst in den allgemeinen Chor der Russland-Ankläger einstimmt.

Selensky selbst weiß sehr wohl, an wem er sich in Europa orientieren muss. Und nicht nur Moskau ist das Ziel von Provokationen. Denn je schlimmer es im Donbass und in der Nähe von Kiew wird, desto mehr Druck können sie auf Budapest oder Belgrad ausüben.

Ende der Übersetzung


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