Während der Westen mit seiner Sanktions-Hysterie gegen Russland seine Bürger in die Armut treibt, deckt sich Indien mit Diskont-Öl aus dem russischen Ural ein. Die USA, Großbritannien und Australien sehen das nicht gern. Neu Delhi macht bei den Sanktionen gegen Moskau nicht mit. Die indische Finanzministerin dazu: Die nationalen Interessen Indiens, und damit auch die Energiesicherheit, stehen immer an erster Stelle. Wenn es Öl zum Diskont-Preis gibt, warum sollte man es nicht kaufen. 

Indien deckt sich mit Billig-Öl ein

In einem seiner bizarren Auftritte sagte US-Präsident Joe Biden kürzlich, die Reaktion Neu Delhis auf Russland sei „wackelig“, im Gegensatz zu anderen „Verbündeten“. Er lobte etwa Japan, Australien oder Großbritannien.   Offenbar missfiel ihm, dass Indien zuvor eine Million Fässer russischen Roh-Öls zum Schnäppchenpreis erwarb. Es handelt sich dabei um Ural-Öl, wo das Fass mit Abschlägen von bis zu 30 Prozent auf den Markt ging. Dies, weil  viele Käufer „abgesprungen“ sind, die US-Sanktionen wegen „Umgehungsgeschäften“ fürchten. Gar nicht erfreut war der Westen auch über den freundschaftlichen Besuch des russischen Außenministers, Sergei Lawrow, in Indien.

Indien hieß Russlands Außenminister Sergei Lawrow herzlich willkommen:

Und machte damit ein super Geschäft: Lawrow versprach dem indischen Premier, Narendra Modi, dem Land alles bereitzustellen, was es kaufen wolle. Laut Berichten von Reuters hat Indien seit 24. Februar d.J. 14 Millionen Fässer russischen Erdöls gekauft, knapp so viel wie im ganzen Jahr 2021 mit 16 Millionen Fässern. 

Jetzt kommt  der „Petro-Rubel“

Besonders verärgert ist die Sanktions-Allianz auch darüber, dass Indien seine Handelsbeziehungen mit Russland in „Petro-Rubel“ fortsetzt. Denn allmählich dämmert es dem bisher intellektuell überforderten Westen, sprich den USA und der EU, dass Russlands Präsident Wladimir Putin mit seinem „Gas-gegen-Rubel-Mechanismus“ eine neue, ressourcenbasierte Reservewährung für die Welt geschaffen hat. Nicht nur das: Putin stellt damit auch sicher, dass Geld für russisches Gas nicht mehr auf Konten in der EU landet und eingefroren, sprich, „gestohlen“, werden kann, wie das gerade passierte. Ab Mai müssen nämlich „unfreundliche“ Gaskunden ein Konto direkt bei der Gazprom-Bank in Russland eröffnen. Dort gilt russisches Recht. Zahlungen können weiterhin in US-Dollar oder Euro erfolgen. Auch Ungarn macht davon Gebrauch, wie Wochenblick berichtete. Gazprom verkauft diese Devisen an der Moskauer Börse und schreibt sie in Rubel auf den jeweiligen Konten bei der Gazprom gut. Putin verstößt damit nicht gegen bestehende Verträge.

Symbolbild: Pixabay

EAEU: Die China-Eurasien-Wirtschaftsunion

Was der Westen auch nicht kapiert: Putin hat damit den ersten Baustein für ein alternatives Finanz-/Währungssystem zusammen mit vielen weiteren Mechanismen geschaffen: Den Rubel-Rupie (Indien)-Handel. Den saudischen Petro-Yuan (China). Den Iran-Russland-SWIFT-Umgehungsmechanismus. Und zur Krönung einen neuen Machtblock: Die China-Eurasien Wirtschaftsunion (EAEU), die bald vorgestellt wird. Der Westblock, also die USA und Europa, scheinen sich verzockt zu haben. Denn wie Wochenblick berichtete, macht derjenige, der die Rohstoffe hat, letztlich die Regeln.

EU ignoriert Realität: Wird sie die Bürger an die Wand fahren?

Dennoch faselt der Mainstream davon, Russland könne ohne seine Exporte nach Europa nicht existieren. Und während die USA mit einem häufig „weggetretenen“ Regierungschef und die EU mit einer US-hörigen, deutschen Kommissionschefin im Sanktions-Taumel diese Realität ausblenden, stellt sich der Globale Süden bereits darauf ein.
Die EU, und damit Europa, haben ab jetzt nur mehr zwei Möglichkeiten: Sich von den USA abzukoppeln und endlich europäische Interessen zu vertreten. Oder sich Washington weiterhin unterzuordnen, die Biden-Aufträge zu erfüllen und Europa mit seinen Bürgern an die Wand zu fahren.





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