Kiew und die westlichen Medien beschuldigen Russland, den Bahnhof in Kramatorsk beschossen zu haben. Das Problem dabei: Der eingesetzte Raketentyp wird von der russischen Armee gar nicht benutzt.

In Kramatorsk, einer Stadt im Donbass, die derzeit unter ukrainischer Kontrolle ist, wurde der Bahnhof mit einer Rakete von Typ Totschka-U beschossen. Es gab mindestens 30 Tote. Kiew wirft Russland den Beschuss vor, die EU spricht Kiew ihr Beileid aus, die Propaganda-Maschine läuft auf Hochtouren und alle westlichen Medien beschuldigen Russland. Da lohnt ein Blick auf die Fakten.

Die Iskander

Wie plump Kiew die Geschichte inszeniert hat, zeigt sich schon an den ersten Meldungen. Zunächst hieß es von ukrainischer Seite, der Beschuss sei mit einer Rakete vom Typ Iskander erfolgt, wie auch die BBC auf Russisch gemeldet hat. Und die BBC hat dann auch mitgeteilt, dass es sich in Wahrheit um eine Totschka-U und nicht um eine Iskander gehandelt hat, wie die ukrainischen Vertreter dann richtigstellen mussten, als Fotos von der Rakete auftauchten.

Wären dort Trümmer einer Iskander gefunden worden, wäre das ein Hinweis für russischen Beschuss, denn diesen Raketentyp wird außer von Russland nur von wenigen Staaten genutzt, während Russland die veralteten Totschka-U-Raketen schon vor Jahren außer Dienst gestellt hat.

Die Totschka-U

Dass eine Totschka-U zum Einsatz gekommen ist, leugnet niemand. Die Fotos zeigen die Reste der Rakete deutlich.

Die Ukraine hat aus Sowjetzeiten noch ballistische Raketen von Typ Totschka-U, die einen fast 500 Kilogramm schweren Sprengkopf tragen. Sie können mit Atombomben, Splitterbomben oder Kassettenbomben, also Streumunition, bestückt werden. Im Donbass werden sie von der ukrainischen Armee mit Streumunition bestückt. Damit wurde das Zentrum von Donezk zuletzt am 14. März beschossen, es gab über 20 Tote. Ich war danach selbst an dem Ort der Tragödie.

Streumunition ist eine Form explosiver Munition, die bei Kassettenbomben oder Schüttbomben verwendet wird. Eine solche Bombe dient als Behälter, der mehrere kleinere Bomblets oder Submunition enthält und diese nach dem Abwurf verstreut. Die Bomblets werden dabei wie Schrapnell verstreut, allerdings explodieren sie im Gegensatz zu Schrapnell, was sie wesentlich gefährlicher macht. Hinzu kommt, dass es dabei eine große Zahl von Blindgängern gibt, die auch noch lange nach dem Beschuss eine große Gefahr darstellen.

Diese Art von Waffen ist dazu ausgelegt, in einem recht großen Gebiet alles Leben zu töten. Sie töten wahl- und ziellos. Oft sind Kinder Opfer, die glauben, die nicht explodierten, teilweise knallbunten Sprengsätze seien Spielzeug. Nach UN-Angaben stellen diese Waffen eine tödliche Gefahr für die Zivilbevölkerung in rund 30 Ländern dar. Gerade in zivilen Gebieten bedeutet der Einsatz von Streumunition die Gefahr einer großen Zahl ziviler Opfer. Daher trat 2010 das Übereinkommen über Streumunition in Kraft, in dem diese Waffen verboten wurden und dem über 100 Staaten beigetreten sind.

2014 hat Kiew mehrere Totschka-U Raketen auf Donezk abgefeuert, danach meines Wissens aber nicht mehr. Das ist nun anders geworden. Schon am 17. Februar, also bevor die russische Militäroperation begonnen hat, hat die ukrainische Armee wieder eine Totschka-U auf Donezk geschossen, die allerdings von der Luftabwehr abgefangen werden konnte und – wie man in Donezk sagt – „nur geringen Schaden angerichtet“ hat. Man ist dort schlimmeres gewohnt, als eine ohne Explosion in die Stadt stürzende ballistische Rakete.

Der Beschuss von Donezk mit Totschka-U-Raketen wird fortgesetzt. Seit dem Beginn der russischen Militäroperation in der Ukraine am 24. Februar sind insgesamt 24 Totschka-U-Raketen auf Donezk abgefeuert worden, die aber fast alle abgefangen werden konnten.

Hingegen wurde nicht ein einziger Einsatz von Totschka-U-Raketen durch die russische Armee gemeldet, was auch nicht verwundern kann, denn die russische Armee hat diese veralteten Raketen aus der Sowjetzeit vor Jahren ausgemustert.

Das westliche Narrativ

Wir dürfen nun gespannt, wie eifrig die westlichen Medien versuchen werden, den Beschuss von Kramatorsk zu einer Art „Butscha 2.0“ aufzublasen, denn auch bei Butscha, dem von Kiew der russischen Armee zugeschriebenen Vorfall, deuten die objektiv vorhandenen Informationen auf eine Strafaktion ukrainischer Nationalisten und nicht auf die russische Armee als Täter, wie ich hier, hier und hier mit überprüfbaren Belegen aufgezeigt habe.

Um davon abzulenken, dass bei dem Beschuss von Kramatorsk alles auf die Täterschaft Kiews hindeutet, verwenden deutsche Medien aktuell folgendes Wording:

„Der Kreml wies die Verantwortung für den Angriff zurück. „Unsere Streitkräfte nutzen diesen Raketentyp nicht“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Agenturen zufolge. Er bezog sich dabei auf den mutmaßlich verwendeten Typ „Totschka-U“. Militärexperten bezweifeln diese Darstellung.“

Das bedeutet im Klartext: Die russische Armee hat die Totschka-U schon vor Jahren ausgemustert, was auch allgemein bekannt ist. Die westlichen Medien führen nun nicht genannte „Militärexperten“ an, die das bezweifeln. Pippi Langstrumpf würde dazu sagen: „Ich mache mir die Welt, wie-di-wie sie mir gefällt!“

Kiew verbreitet Angst und Schrecken

Wie groß die Angst in der Ukraine vor Racheakten an allen ist, die sich irgendwie pro-russisch äußern, habe ich bei meinem Besuch in der Südukraine selbst erlebt und darüber berichtet. Diese Angst wird in der Ukraine offen geschürt und in Butscha haben ukrainische Nationalisten nach allem, was bekannt ist, ein Exempel statuiert, wie ukrainische Portale gemeldet haben, als sie von der „Säuberung“ Butschas von „Russlands Komplizen“ berichtet haben.

Dass die ukrainische Armee nicht davor zurückschreckt, Zivilisten zu bombardieren, erleben die Menschen im Donbass jeden Tag. Auch jetzt noch sterben im Donbass täglich Zivilisten durch den Beschuss von Wohngebieten durch die ukrainische Armee, nur interessiert das in den westlichen Medien niemanden.

Ich bin übrigens wieder auf dem Weg in das Krisengebiet und werde nächste Woche wieder über meine eigenen Eindrücke von dort berichten.

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