Klare Absage an den Spritzenstaat (Symbolbild:Pixabay)

Mit meinen fast 70 Jahren gehöre ich mit dem erhöhten Wutbluthochdruck und der Ritter-Sport-Diabetes zur so genannten „Vulva-Truppe“, sorry: „vulnerablen Gruppe”: Leben am Limit, immer auf des Messers Schneide. Ich müsste also schon längst tot sein – wie Lauterbach es ja prophezeit hat. Ich bin nicht geimpft und erwischt hat es mich jetzt trotzdem – auch noch auf den letzten Metern der diesjährigen Grippesaison, sozusagen.

Und wem habe ich das zu verdanken? Genau, einem dieser staatlich anerkannten Super-Spreader, einem dieser bösen Boostermänner, die durchs Land streifen und meinen, ohne Vorsicht und Rücksicht auf andere Leute anstecken zu dürfen. Natürlich hatte der Corona. Natürlich hat er das lästige Virus gestreut, wie der Bauer im Frühjahr die Saat auf die Felder bringt. Ein vierfach geimpfter und damit völlig sorgloser Kellner war’s, der mir Corona sozusagen als kostenlose Beilage serviert hat. Vielen Dank dafür, Trinkgeld gibt’s später.

Jetzt liege ich seit drei Tagen auf halber Höhe. Am ersten Tag gab’s Fieber, am zweiten Tag Gelenkschmerzen und am dritten Tag gings nach einem heftigen Schweißausbruch schon wieder bergauf. Viel Tee, einige Pastillen, hier und da eine Paracetamol – mehr brauche ich wohl nicht, um über die Runden zu kommen. Liegt mit Sicherheit nicht daran, dass es sich hierbei mutmaßlich um die milde Variante namens Omikron handelt. Aber das ist nur eine Vermutung, den Corona-Schwangerschaftstest habe ich mir erspart, ich weiß selbst, wann ich was ausbrüte.

Erfahrener „Influenzaer“

Spielt auch keine Rolle, denn nach drei schweren, aber überstandenen Grippen hätte ich als erfahrender „Influenzaer“ die Delta-Variante wahrscheinlich ebenso gut überstanden. Gewiss, schwere Verläufe gibt es immer, sogar in der Ehe (dort allerdings mit schlimmeren Nebenwirkungen und Langzeitschäden). Und wenn jeden Morgen Millionen Menschen zur Arbeit gehen, werden ebenfalls immer wieder welche verletzt oder kommen sogar dabei um.

Geimpft bin ich natürlich nicht. Ich habe einfach nicht genügend Stroh im Kopf, als dass die Nadel bei mir im Heuhaufen stecken bleiben könnte. Liegt vielleicht auch daran, dass ich einen Hund habe, der auf Corona scheißt und raus will – an die frische Luft, um meinem Immunsystem auf die Sprünge zu helfen, während ich ihm beim Stöckchenspiel auf die Sprünge helfe. Auf jeden Fall ist das der Grund gewesen, dass ich mich nicht selbst beim Gesundheitsamt verpetzt und in Isolationshaft gesteckt, sondern auf meinen Körper gehört habe. Der hat mir schon immer gesagt, was los ist.

Bin ich krank, bin ich krank. Bin ich gesund, bin ich gesund. Kann ich aufstehen, stehe ich auf. Muss ich im Bett bleiben, bleibe ich im Bett. Naja, meistens.
Anders meine Nachbarn auf der dritten Etage, einem älteren Ehepaar: Beim ersten Niesen ging es ins Testzentrum und danach in Quarantäne. Die haben die Wohnung dann brav und folgsam eine Woche nicht verlassen, obwohl sie nur leicht erkältet waren. Gerne sind wir für sie einkaufen gegangen. Das versteht sich von selbst. Aber ich frage mich, was die getan hätten, hätte das Gesundheitsamt von ihnen verlangt, aus dem Fenster zu springen, um das Virus für alle Zeiten loszuwerden! Mit Sicherheit wäre eine Wohnung freigeworden. Was vielleicht den ukrainischen Flüchtlingen zugute gekommen wäre. So hätte das noch eine gute Wendung erfahren.

Die Deutschen und ihr rechter Arm

Meine Nachbarn sind aber der lebendige Beweis dafür, wie die überwiegende Mehrheit der deutschen Bürger tickt: Genauso wie ihre Vorfahren, den 33er-Lemmingen. Nur, dass sie heute nicht mehr den rechten Arm heben müssen, was ja ziemlich anstrengend auf Dauer ist, sondern nur den rechten Arm frei machen müssen, damit bei den geldgierigen Scharlatanen und Quacksalbern, raffgierigen Giftmischern, geltungssüchtigen Talk-Show-Wissenschaftlern, verblödeten oder korrupten Politikern und ideologisch verblendeten und ebenso korrupten Journalisten der Rubel rollt (sorry, das war jetzt etwas aus der Zeit gefallen).

Wenn man sich den aktuellen Trend-Tweet „Ichhabemitgemacht“ anschaut (siehe Abbildung unten), weiß man, warum die Nazis früher und die Coronazis heute so ein leichtes Spiel mit den Deutschen hatten. Aber sei’s drum. Das Ding ist für mich erstmal gelaufen.

Ich werde mir morgen, wenn über die Impfpflicht im Bundestag durchgewunken wird, einen 6er-Pack „Corona“ hinter die Binde kippen. Mein Körper wird mir dann übermorgen früh schon mitteilen, ob ich lieber im Bett bleiben, oder den Arzt und Apotheker um Rat fragen sollte.

(Screenshot:Twitter)



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