Hänsel und Gretel (Bild: shutterstock.com/Danilo Sanino)
Hänsel und Gretel (Bild: shutterstock.com/Danilo Sanino)

Wenn Deutsche als Kartoffeln, als Köterrasse, als Schlampen in irgendwelchem Rapmüll von unzähligen migrantischen „Künstlern“ in verstümmelter „Kanakensprache“ verunglimpft werden, dann geht das ok. Kommt die „Retourkutsche“ in Form einer parodistische Umdichtung von Hänsel und Gretel, hat der kanakische Spaß sein Ende. Anwälte werden eingeschaltet, Minister laufen Sturm.

„Wähle ein Märchen, das Dir gut gefällt, und formuliere es ins Kanakische um“, hieß in einem bereits 20 Jahre alten Text, der den Schülern einer 9. Klasse eines Duisburger Gymnasiums auf Anregung aus der Schülerschaft heraus vorgelegt wurde, um sich das Thema „Ethnolekt“ – sprich, das durch Migranten verstümmelten Deutsch –  zu erarbeiten. Herausgekommen war ein Text, der mit „Murat und Aische gehen dursch Wald, auf Suche nach korrekte Feuerholz“ beginnt.

Text Screenshot Facebook

Ein Text, der in seiner harmlosen, parodistischen Art in den  unzähligen Gangsterrappertexten – ebenfalls in dem unerträglichen Kanakisch dargebracht – so nicht zu finden sind. In diesem „Liedgut“ ist es absolut ok, werden frauen- , antisemitische und deutschenfeindliche Inhalte in der schlimmsten Form in Millionenauflage zum besten gegeben werden.

Im Gegensatz dazu, hat der Text „Murat und Aische gehen dursch Wald“ das Potential, die Anwaltschaft wie auch die Schulministerin und selbstverständlich die Vorsitzende der Föderation türkischer Elternvereine in Nordrhein-Westfalen in helle Aufregung und vor allem Empörung zu versetzen.

Einige Schüler hätten sich durch den Text „ausgegrenzt“ gefühlt und sich an einen Anwalt ihres Vertrauens gewandt. Rechtsanwalt Fatih Zingal, der den Text dann auch sogleich auf seinem Facebook-Account verbreitete, stellt fordert die Schulministerin Yvonne Gebauer „aus dem Bildungsland NRW“ auf zu erklären, „warum solche Aufgaben zugelassen werden“. Dieser Aufforderung kam die Rechtsanwaltsgehilfen mit FDP-Parteibuch im Amt einer Schulministerin dann natürlich aus sofort nach und beteuerte, es gebe – mutmaßlich nur dann wenn es sich um Nicht-Deutsche handelt – „keinen Zentimeter Platz für Rassismus“. Aus dem Schulministerium hieß es, die zuständige Schulaufsicht stehe in engem Kontakt mit der Schule. Die Bezirksregierung Düsseldorf führe zeitnah in den nächsten Tagen mit der Schulleitung und der Lehrkraft ein dienstliches Gespräch zu dem Vorfall.

Die ebenfalls aufgescheuchte Schulaufsicht erklärte devot, dass der Text als „ungeeignet angesehen und künftig nicht mehr verwendet“ werde. Er sei aber von der Lehrkraft nicht mit diskriminierenden Absichten eingesetzt worden. Der „parodistisch angelegte Text“ sei im Rahmen einer mehrwöchigen Unterrichtsreihe über Sprachgebrauch und Sprachwandel gelesen worden. Es sei unter anderem darum gegangen, dass Formulierungen aus dem sogenannten Kanakischen auch Eingang in die Jugendsprache gefunden hätten. In der veröffentlichten Mea-Culpa-Erklärung der Schule heißt es demütig weiter: „Der Text wurde von der Lehrkraft nicht mit einer diskriminierenden Intention im Unterricht eingesetzt. Die Fachlehrkraft für Deutsch hat während ihres Studiums die Zusatzqualifikation „Deutsch als Fremdsprache“ erworben und unterrichtet entsprechend. Aktuell absolviert die Lehrkraft eine Weiterbildung zur Sprachbildung für neu Zugewanderte. Die Lehrkraft ist seit Jahren als Koordinatorin europaweiter Schüleraustauschprogramme sowie mit großem Engagement in den Vorbereitungsklassen für neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler tätig. In diesem Zusammenhang lebt und pflegt die Lehrkraft den Austausch und Dialog mit anderen Kulturen.“

Die Schule beteuerte natürlich ebenfalls, sich eindeutig gegen jede Form von Rassismus stellen.

Im Facebook-Kommentarbereichs des engagierten Anwalts sind neben massenhaften migrantischen Beifallsbekundungen auch der eine oder andere kritische Kommentar zu dem Multi-Kulit-Empörungszauber zu lesen:

„Bei aller Kritik. Leider haben sehr viele Kinder mit Migrationshintergrund und auch sogar deutsche Kinder genau diese Sprechart. Nicht zuletzt von möchtegern comedians der letzten Jahre beeinflusst. Ggf wollte die Lehrerin tatsächlich eine Lehre daraus ziehen lassen. Und auf linguistische Unterschiede hinweisen?!?! Es wäre gerecht die Lehrerin zu fragen welche Absicht sie pflegte?“

(SB)



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