Medizinischer Notfall nach der Impfung: viel häufiger als angenommen (Symbolbild:Shutterstock)

Seit fast einem Jahr wird die Praxis des Berliner Arztes Dr. Erich Freisleben von Menschen bestürmt, die über Nebenwirkungen der Corona-Impfungen klagen. Das Patientenaufkommen hat bereits ein derartiges Ausmaß erreicht, dass zusätzliches Personal eingestellt werden musste. Freisleben gibt an, derzeit acht Patienten mit starken Long-Covid-Beschwerden, hingegen 40 mit schweren Impfnebenwirkungen zu behandeln. Diese seien nicht arbeitsfähig und zeigten „Symptome, die ihr Leben massiv einschränken”. In 35 Jahren ärztlicher Tätigkeit habe er „zuvor vielleicht fünf oder sechs Nebenwirkungen bei Impfstoffen gesehen.“ Nun seien es innerhalb gut eines Jahres bei den Corona-Impfstoffen bereits 96. Man müsse sich klarmachen, „dass wir mit der mRNA-Impftechnik ein völlig neues Prinzip haben, das wir nicht kennen, das wir innerhalb eines Jahres aus dem Boden gestampft haben und bei dem wir uns in einer Frühphase der Prüfungen befinden.

Auch ein Hamburger Kollege Freislebens berichtet aus seinem Praxisalltag über identische Zustände und nennt die Entwicklung „absolut alarmierend”. Gerade wegen dieser Zustände, so die beiden Ärzte stellvertretend für eine riesige Zahl an Kollegen, die sich nicht öffentlich trauen, die Problematik anzusprechen, müssten Nebenwirkungen akribisch dokumentiert und Zusammenhänge untersucht werden. Genau das jedoch geschehe nicht – mit voller politischer Rückendeckung. Zudem gebe es auch „keine kontinuierlichen Kontrollen”, etwa bezüglich des Immunsystems der Geimpften. Er selbst habe bei etwa 50 Patienten mit Nebenwirkungen festgestellt, dass diese „zu 95 Prozent einen Mangel haben an Zellen, die normalerweise im Körper lebensnotwendig sind, um von Erregern befallene Zellen aufzulösen.“ Im Klartext: Die Impfung destabilisiert und ruiniert womöglich das natürliche Immunsystem. Freisleben erklärt, dass in solchen Fällen nur noch eine Kortisonbehandlung helfe, die nach seinen Erfahrungen eine 70- bis 80-prozentige „Erfolgsquote“ zeige – womit er zwar „nicht immer eine vollständige Heilung, aber eine schnelle Besserung” erreiche.

Tabuisierte Tatsachen

Der Arzt beklagt, dass es kaum Forschungsgelder und somit auch kaum Einrichtungen zur Erforschung der Impfnebenwirkungen gebe. Die „starke Agenda in Deutschland und auch weltweit“, die da besagt „Die Impfung rettet uns aus der Pandemie”, stehe dem im Wege, weil das Bekanntwerden von Nebenwirkungen die Impfbereitschaft der Menschen hemmen könne – und dies werde von der Politik mit allen Mittel verhindert. Deshalb werde das Thema „von vornherein fast tabuisiert“. Freisleben, der in Medizingeschichte promoviert hat, spricht sich strikt gegen eine Impfpflicht aus. Zunächst wäre diese „ein massiver Eingriff in den Körper“, ohne die Einwilligung der Betroffenen.

Zudem werde permanent suggeriert, das Ungeimpfte andere in irgendeiner Weise gefährden würden – was „definitiv falsch“ sei, da Geimpfte den Erreger ebenso weitergäben. Der zuletzt start gestiegene Anteil Geboosterter an Intensivpatienten wie auch die regelmäßig hohe Quote Geimpfter unter den hospitalisierten Patienten lässt zudem auch die ständige Behauptung, die Impfung verhindere „schwere Verläufe”, als fragwürdig erscheinen – zumal auch ohne Impfung die allermeisten Covid-Infektionen milde verlaufen (und deshalb der Glaube geimpfter Infizierter, die Impfung habe einen schweren Ausbruch verhindert, ein unsinniger Selbstbetrug ist).

Historische Lehren ignoriert

Auch zum Umgang mit Ungeimpften findet Freisleben deutliche Worte: Diese als „unsozial” zu betrachten, hänge alleine mit der „Dogmatisierung des Impfthemas” zusammen, habe aber „nichts mit Medizin“ zu tun. Darüber hinaus verweist der Arzt jedoch noch auf einen bislang kaum beachteten Aspekt einer Impfplicht: Es handelt sich bei dieser um ein Einfallstor für eine erneute, diesmal gesundheitspolitische Tyrannei, die es auf deutschem Boden eigentlich nie mehr hätte geben sollen. Den Schöpfern des Grundgesetzes sei durchaus bewusst gewesen, „dass sogar eine moderne und aufgeklärte Industrienation in Barbarei verfallen kann.“ Schon vor 1933 seien sozialdarwinistische Denkmuster unter renommierten Wissenschaftlern tief verankert gewesen – und alleine schon mit diesem Vorwissen müssten sich, so Freisleben, „Ausnahmetatbestände bezüglich der Selbstbestimmung und der körperlichen Unversehrtheit“ eigentlich kategorisch verbieten – auch und gerade bei einer experimentellen Impfpflicht.

Wer meine, das Grundgesetz entsprechend „aufweichen“ zu dürfen, habe „die historischen Lehren aus der NS-Zeit nicht verstanden.“ Während Nationalismus und Rassismus die großen Probleme des 19. und 20. Jahrhunderts gewesen seien, leide das 21. Jahrhundert eher daran, dass eine exponentiell wachsende technologische Potenz „nicht mehr in Einklang zu bringen ist mit der Verträglichkeit der menschlichen Natur und der Umwelt“, mahnt Freisleben. Aus seiner Sicht sei das größte Problem, dass „die Finanzkraft weniger globaler Player“ heute geeignet sei, das öffentliche Leben der Nationen und ihrer Institutionen egozentrisch zu durchwuchern: Die private Finanzierung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) „meist aus der Pharmabranche” sei dafür nur ein Beispiel. Eine Impfpflicht würde hier das Tor zum Missbrauch weit öffnen.



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