Eine Umfrage der Bertelsmann Stiftung führt der deutschen Bundesregierung ihr Versagen vor Augen: In zwei Jahren „Pandemie“ sank nicht nur der gesellschaftliche Zusammenhalt rapide – auch das Vertrauen in die Demokratie nahm ab. Der Bundesregierung vertrauen nur noch 18 Prozent der Befragten.

Die Umfrage liegt dem RND exklusiv vor. Während im Sommer 2020 nur 21 Prozent befanden, dass die meisten Menschen sich nicht um ihre Mitmenschen sorgen, ist dieser Wert nun auf 59 Prozent gestiegen. Gleichzeitig stieg der Wert derer, die finden, in der deutschen Gesellschaft gebe es so viel Streit wie noch nie, von 42 auf 57 Prozent. Während im Sommer 2020 noch 45 Prozent der Befragten der Bundesregierung vertrauten, sind es im Februar 2022 nur noch schlappe 18 Prozent. Mit der Demokratie in Deutschland waren 2020 noch 61 Prozent zufrieden – jetzt sind es nur noch 42.

Der Vergleich der Ergebnisse mit vorherigen Erhebungen sei zwar wegen unterschiedlicher Durchführungsmethoden (online vs. telefonisch) etwas eingeschränkt, die erkennbaren Trends aber eindeutig, so Bertelsmann-Sozialforscher Kai Unzicker.



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