Studenten demonstrieren am 7. Jänner in Wien für Bildung ohne Ausgrenzung

Wien erlebt morgen, Freitag, die erste Studenten-Demonstration gegen die Corona-Politik. Treffpunkt ist um 15 Uhr auf dem Minoritenplatz. Laut Organisatoren geht man auf die Straße, um für Bildung ohne Ausgrenzung zu kämpfen.

Ende der Schikane gefordert

Die Sprecherin der Gruppe „Studenten Stehen Auf“, Sigrid Groicher aus Klagenfurt, sagt gegenüber unzensuriert:

Wir fordern ein Ende der Schikane, die uns seit bald vier Semestern die Zukunft nachhaltig zerstört und jeglicher wissenschaftlichen Basis entbehrt. Das Recht auf Bildung steht allen gleichermaßen zu, ungeachtet des sogenannten Impfstatus. Grundrechte sind nicht „nachweisbar“ oder „zu erimpfen“. Regierung und Universitäten müssen endlich faktenbasiert handeln, auf Eigenverantwortung setzen und den Bürgern das Recht auf Selbstbestimmung wieder zugestehen. Wir dürfen den wissenschaftlichen Diskurs nicht länger im „Lockdown“ halten und akzeptieren, dass Menschen, die ihre berechtigte Meinung sagen, diffamiert und ausgegrenzt werden!

Resolution an Kärntner Landtag

Groicher hat Ende November des Vorjahres an den Kärntner Landtagspräsidenten Reinhart Rohr (SPÖ) eine Resolution überreicht, in der es heißt:

Die Abgeordneten des Kärntner Landtages werden aufgefordert, die Kärntner Landesregierung mittels Entschließung aufzufordern, in Verhandlungen mit dem Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung sicherzustellen, dass die 2G-Regel an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt für Studenten und Mitarbeiter unverzüglich aufgehoben wird.

Rohr reagierte auf die Forderung bisher nicht.

An Universitäten regiert die Willkür

Dass seit bald zwei Jahren auch an den Universitäten die Willkür regiert, zeigen erneut die jetzt von verschiedenen Hochschulen per E-Mail angekündigten konfusen Maßnahmen, die nach den Weihnachtsferien gelten sollen. Sie erwecken den Anschein, als wollten sich Universitäten gegenseitig übertrumpfen.

Die LFU Innsbruck behält die “3G”-Maßnahmen bei, Vortragende dürfen die FFP2-Maske abnehmen; Klagenfurt schreibt auch Vortragenden die Maske vor und hält gar an der diskriminierenden, seit November 2021 geltenden „2G“-Methode fest. Die WU zieht jetzt sogar nach und schließt ebenfalls impffreie Studenten aus. Gleiches tut die Medizinische Uni Wien bereits seit Mitte Dezember 2021. Zudem werden Studenten nach wie vor mit Aufforderungen zum Impfen bombardiert – Druck wird derzeit natürlich besonders damit ausgeübt, dass im kommenden Sommersemester „1G“ gelten könne, wie etwa die PLU Salzburg (Paris London Universität) bereits offen androht. Derweil bleibt diese Uni wie viele andere auch bei den extravaganten „2,5G“. Mit ihrem Vorgehen fördern Universitäten die Diskriminierung einer ganzen Bevölkerungsgruppe.

Solidarität mit Menschen, die Arbeitsplatz verloren haben

Mit der Demonstration in Wien wolle man auch die Solidarität mit jenen kundtun, die bereits ihren Arbeitsplatz verloren haben, weil sie sich nicht nehmen ließen, ihre Meinung öffentlich zu vertreten, so Sigrid Groicher, die aufruft, die Veranstaltung morgen in Wien zu unterstützen:

Wir laden als „Studenten Stehen Auf“ herzlich ein und fordern alle Bürger, ob jung, alt, Schüler, Student oder berufstätig, geimpft oder ungeimpft, auf, sich der Demo am 7. Jänner 2022 um 15 Uhr am Minoritenplatz in Wien anzuschließen und ein Zeichen zu setzen für Grundrechte und Menschlichkeit sowie gegen Diskriminierung und Zensur – für die Zukunft unseres Landes! Verfassung statt Verordnung; Rechtsstaat statt Willkür!

Studenten Stehen Auf

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