Nachdem es bereits in den vergangenen Tagen zu Demonstrationen in verschiedenen Städten Kasachstans gegen hohe Gaspreise gekommen war, ist es in Almaty nun zu schweren Ausschreitungen gekommen.

Almaty.

In Kasachstan in Zentralasien ist es am Mittwoch zu neuen gewaltsamen Protesten gegen hohe Gaspreise gekommen.

In der Wirtschaftsmetropole Almaty im Südosten der Republik zerstörten Demonstranten Scheiben von Restaurants, blockierten Straßen und Eisenbahnverbindungen, wie die Nachrichtenseite zakon.kz berichtete. Die Sicherheitskräfte setzten demnach Blendgranaten ein. Bilder zeigten abgebrannte Autos. Das Militär sperrte mit Metallgittern die Stadtverwaltung ab. In der Stadt wurde der Ausnahmezustand verhängt.

Bereits in der Nacht zum Mittwoch war es in Almaty zu Zusammenstößen zwischen gewaltbereiten Demonstranten und der Polizei gekommen. Den Behörden zufolge wurden 190 Menschen verletzt, darunter 137 Polizisten. 40 Menschen seien in Krankenhäuser gebracht worden. Das Innenministerium der autoritär geführten Republik sprach am Morgen von landesweit mehr als 200 Festnahmen.

Die Demonstranten beklagen nach eigenen Angaben deutlich gestiegene Preise für Flüssiggas an den Tankstellen. Zunächst konzentrierte sich der Protest nur auf die Stadt Schangaösen im Westen der Republik. Die Demonstrationen haben sich mittlerweile auf mehrere Städte und Dörfer ausgeweitet. Als Konsequenz trat die Regierung zurück.



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