Erdingers Absacker; Bild: Collage
Erdingers Absacker; Bild: Collage

+++ Marc Walder, CEO von Ringier, sorgte für ein Skandälchen. Der Ringier-Verlag mit Sitz in Zürich wurde 1833 in Zofingen gegründet, ist aber seit 2016 ein Gemeinschaftsunternehmen von Ringier und Springer. Das Joint Venture ist das größte schweizerische Zeitschriftenunternehmen, produziert 26 Titel mit 460 Ausgaben im Jahr und führt Medienmarken in Print, TV, Radio, Online und Mobile. Ringier ist im Druck-, Entertainment- und Internet-Geschäft tätig. Marc Walder ist seit 2012 Geschäftsführer. Dieser Tage sorgt ein Zitat von Walder für Furore, das im Februar 2021 während eines Vortrags bei der „Schweizerischen Management Gesellschaft“ (SMG) gefallen ist. Marco Walder damals: „Wir hatten in allen Ländern, wo wir tätig sind – und da wäre ich froh, wenn das in diesem Kreis bleibt –, auf meine Initiative hin gesagt, wir wollen die Regierung unterstützen durch unsere mediale Berichterstattung, damit wir alle gut durch die Krise kommen„. Der Rest der Branche tut empört und spricht von einem unjournalistischen Verständnis Walders. Der Medienwissenschaftler Vinzenz Wyss von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften meinte gar: „Unabhängig vom Kontext, in dem diese Aussage gemacht wird, ist sie hoch irritierend und eigentlich unjournalistisch. Auch in einer Krise muss Journalismus kritische Distanz bewahren, um glaubwürdig zu bleiben. Das heisst, den politischen Akteuren immer auch kritisch auf die Finger zu schauen“. Ein inexistenter Experte für Schein & Heiligkeit in Deutschland gähnte daraufhin und erklärte lakonisch, was ihn seit Jahren langweile, das seien die inszenierten Bestürzungsrituale der aktuell nicht betroffenen Medien über das „Berufsverständnis“ ihrer Kollegen. Im Grunde sei es ein alter Hut, daß die Bezeichnungen Systempresse, Propagandpresse, Hofberichterstatter und Lügenpresse für die sog. Qualitätsmedien zuträfen. Unabhängiger, kritischer Journalismus sei ein Ideal, dem nur noch in Sonntagsreden gehuldigt werde. Der Gipfel der Verlogenheit sei es, wenn ausgerechnet der ehemalige Nachrichten-Anchorman des ZDF, Claus Kleber, einen Tag vor seinem Eintritt in den Ruhestand erkläre, Journalismus sei heute viel zu oft Haltungsjournalismus. Der Mann habe jahrelang genau das betrieben, was er aktuell kritisiert. Die Nähe der Altkanzlerin sowohl zum Bertelsmann-Konzern als auch zum Springer-Konzern sei auch kein Geheimnis gewesen – und daß es sich bei der SPD um eine riesige Medienholding mit angeschlossener Partei handele, sei ebenfalls altbekannt. Die Spaziergänger in Berlin seien am gestrigen Montag auch nicht wegen nichts vor das ZDF-Studio am Alexanderplatz gezogen, sondern um ihren Unmut wegen der regierungshörigen Berichterstattung des „Zentrums der Finsternis“ zu bekunden. +++

+++ Die ARD-Tagesschau behauptete, daß bei den gestrigen Spaziergängen „mehr als 25.000“ Demonstranten deutschlandweit auf den Straßen gewesen seien. Das ist nicht unbedingt gelogen, weil auch 300.000 „mehr als 25.000“ wären. Allein in Baden-Württemberg sollen es 50.000 gewesen sein, wie aus anderen Quellen verlautete – und wer die schiere Zahl der Spaziergänge bedenkt, die deutschlandweit bei etwa 1.500 – 1.600 gelegen hatte und inzwischen selbst in Kleinstädten stattfanden, merkt sofort, daß „mehr als 25.000“ in der ARD-Tagesschau ein absichtsvolles Kleinreden des Geschehens darstellt. Ein inexistenter Experte für Demokratie & Medien schlug vor, die Verantwortlichen für Framing und Hofberichterstattung konsequent als Antidemokraten zu bezeichnen, da eine funktionierende Demokratie schließlich davon abhänge, daß der Souverän weiß, worum es tatsächlich geht. +++

+++ Im Nachgang zu den brutalen Ausschreitungen der Polizei in Amsterdam gegen niederländische Demonstranten, die sich trotz eines „Verbots“ auf den Straßen der Stadt versammelt hatten, merkt die Seite „sciencefiles“ an: „Es ist ein Irrtum zu denken, Grundrechte unterlägen der Verfügungsgewalt von Polit-Darstellern. Der symbolische Gesellschaftsvertrag, der zwischen Bürgern und Regierung/Parlament geschlossen wurde, dessen Annahme als Basis demokratischer Gesellschaften dient, er sieht die einzige Rolle, die Regierung/Parlament im Hinblick auf Grundrechte spielen darin, Letztere zu sichern, sie zu gewährleisten. Es gibt keinerlei demokratische Grundlage für eine Regierung oder ein Parlament, in Grundrechte einzugreifen, sie einzuschränken, sie in welcher Form auch immer anzutasten. Grundrechte sind in einem demokratischen System unveränderliche und zu garantierende Bürgerrechte. Sie heißen Grundrechte, weil sie nicht verhandelbar sind. Mehr ist dazu nicht zu sagen.“ Ein inexistenter Experte für Illusionstheater aller Art fügte an, daß sich Bürger, die sich den gesetzwidrigen Anmaßungen von Regierungen und Verwaltungsbehörden beugen, mutmaßlich nach wie vor in dem Irrglauben befinden, die von ihnen Gewählten seien tatsächlich Vertreter ihrer Interessen. Nicht alles, was einem als Volksvertreter vorgestellt werde, sei jedoch einer. Es gebe auch Marionetten, die lediglich aussehen wie Volksvertreter. Wer bspw. Annalena Baerbock für die tatsächliche Außenministerin Deutschlands halte, nur, weil sie als solche bezeichnet wird, lasse sich vermutlich auch einen Stallhasen als Hütehund andrehen. +++

+++ Deutschlands neuer Top-Impfologe heißt Uli Hoeneß und leitet nebenher noch einen Fußballverein. Wenn sich jemand nicht gegen das Corona-Virus impfen lasse, könne er „ziemlich militant“ werden. Erst vor kurzem habe er eine private Schafkopfrunde abgebrochen, weil sich herausgestellt habe, dass ein Mitspieler ungeimpft sei, berichtete Hoeneß. „Ich glaube, man muss diese Leute konsequent ausgrenzen, weil es ziemlich rücksichtslos ist, sich nicht impfen zu lassen.“ Ein inexistenter Experte für Einwurf & Auswurf schlug daraufhin vor, Hoeneß rücksichtslos zum Chef der Glaubenskongregation zu machen und den Papst einen Elfmeter schießen zu lassen. +++

+++ Der Genosse Bundespräsident wird wohl weitere vier Jahre im sozialistischen „Feierabendheim zur schönen Aussicht“ verbringen, sofern ihn weder Virus noch Impfung dahinraffen. „Mehr als 25.000“ Fernsehzuschauer verfolgten eine diesbezügliche Meldung der ARD-Tagesschau samt dazugehörigem Kommentar. „Steinmeier ist eine gute Wahl“ hieß es im Staatsfernsehen – und weiter: „Steinmeier ist bei den Deutschen beliebt, international genießt er hohes Ansehen“. Ein inexistenter Experte für konstruktive Sozialismen und Menschlichkeiten aller Art korrigierte daraufhin den Kommentar wie folgt: „Steinmeier ist bei den ‚die Menschen‘ im Siedlungsraum Bundesrepublik beliebt. Er fügte an, das sei deswegen so, weil es die „Tagesschau“ behauptet habe. +++

+++ Renate Sandvoß berichtete in den sozialen Medien von einem Schock. Sie schrieb: „Ich blättere gerade den aktuellen ‚WochenKurier‘ von Meißen durch, um zu lesen, was alles in den letzten 7 Tagen im Landkreis Meißen so passiert ist. Von 16 großformatigen Seiten sind 5 ganze Seiten mit 58 kleingedruckten Traueranzeigen randvoll gefüllt! In all den letzten Wochen und Monaten waren an dieser Stelle wöchentlich durchschnittlich 3 – 5 Todesfälle gemeldet worden, mehr nicht. Wenn man bedenkt, dass nur die wenigsten überhaupt eine Traueranzeige aufgeben, dann bekommt man das kalte Grausen. Da während der ganzen sogenannten Corona-Zeit keine Übersterblichkeit zu verzeichnen war, sieht es jetzt, nach den sogenannten ‚Booster-Impfungen‘ nun ganz anders aus…… Machen sich die Menschen darüber keine Gedanken? Kommen sie nicht ins Grübeln? Nein, sie lassen sich als Geimpfte feiern und verdammen alle, die diese ‚Impfung‘ verweigern…..“ Ein inexistenter Experte für Impfstoff & Unsterblichkeit merkte an, der Fortschritt bei der Verteilung des Impfstoffs im Volkskörper habe nur auf den ersten Blick etwas mit einer statistisch nachgewiesenen Übersterblichkeit zu tun (November´21 + 28% gegenüber November´20). Sehr wahrscheinlich handele es sich bei den Zusatztoten um Ungeimpfte, die freiwillig verstarben, um nicht in Versuchung zu kommen, an den Montagsspaziergängen teilzunehmen, wo sie dann für Rechtsextreme gehalten worden wären. +++


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