China entfernt einziges Denkmal an Demokratie-Bewegung

In Hongkong stand bis jetzt das einzige Denkmal im riesigen China, dass an die blutige Niederschlagung der Demokratiebewegung 1989 erinnerte. Nun ließ es die kommunistische Diktatur entfernen. Dass der Westen wegschaut, lässt einmal mehr tief blicken.

Fast 3.000 Tote

Am Ende des Ost-West-Konfliktes stellte sich in vielen ehemals kommunistischen Staaten die Frage, welches Staatssystem künftig bestimmt. So gab es fast überall auch Demokratiebewegungen, auch in China. Doch dort wurden die Aufstände im Juni 1989 blutig niedergeschlagen und fast 3.000 Menschen getötet. China hat zwar seine Wirtschaft dem Kapitalismus geöffnet, ist jedoch nach wie vor eine kommunistische Ein-Parteien-Diktatur.

„Säule der Schande“ wurde entfernt

In der Universität Hongkong stand bis jetzt die „Säule der Schande“, das einzige Denkmal in China für den brutalen Vorfall.

Die Stadt mit über acht Millionen Einwohnern stellt politisch einen Sonderfall dar, da sie bis 1997 eine englische Kolonie war. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, ist auch heute der Widerstand in Hongkong gegen den Kommunismus stark. Es besitzt zahlreiche Autonomierechte, die jedoch von China immer stärker eingeschränkt werden. Nun wurde, wie die Bild berichtet, die „Säule der Schande“ als symbolischer Schritt gegen die Demokratie an sich von der Staatsführung in Peking entfernt.

Westen tut wie immer nichts

Dass der Westen diese Demonstration gegen die Demokratie einmal mehr schulterzuckend duldet, zeigt erneut, wie schwach die westlichen Staaten inzwischen außenpolitisch sind und oft sie mit zweierlei Maß messen. Dem eigenen Volk drohen meist Strafen und gesellschaftliche Ächtung, wenn sie sich kritisch gegenüber der heutigen Form der Demokratie, die bei weitem nicht dem eigentlichen Bild einer demokratischen Gesellschaft entspricht, aussprechen. Bei der Großmacht China hingegen, die offen Demokratie ablehnt und zahllose Menschen auf dem Gewissen hat, wird jedoch gerne darüber hinweggesehen. Hier zählen wohl die wirtschaftlichen Beziehungen mehr.

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