Imago Images Gernot Blümel

Das türkise Kartenhaus bricht zusammen. Nach dem überraschenden Rückzug von Sebastian Kurz geben sich immer mehr seiner ehemaligen Vertrauten die Klinke in die Hand. Türkis hat offenbar ausgedient und die ÖVP färbt wieder in schwarz um.

Nachdem Sebastian Kurz sich aus der Politik zurückzieht, folgt am Abend der nächste Paukenschlag. Finanzminister Gernot Blümel, ein enger Kurz-Vertrauter wirft ebenfalls das Handtuch und kündigt seinen Rückzug an. Ob er seinen Laptop mitnimmt, ist derzit noch unbekannt. Auch er gibt familiäre Gründe für den plötzlichen Rückzug an. Aber auch gegen ihn wird von Seiten der Staatsanwaltschaft ermittelt. Zudem sei er schon länger amtsmüde gewesen, wie Insider laut Krone wissen wollen.

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Das Ende der türkisen Familie

Nach diesem überraschenden Rückzug werden bereits weitere Namen aus der türkisen Familie genannt, die ihres Amtes müde sein könnten. So wird bereits darüber spekuliert, ob sich nicht auch bald Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger, Integrationsministerin Susanne Raab oder Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck aus der Politik verabschieden. Ob dies internen Säuberungsmaßnahmen der mächtigen schwarzen Landesfürsten geschuldet sein könnte, wie eventuell auch der Rückzug des zweimaligen Alt-Kanzlers Sebastian Kurz und seines Intimus Blümel, kann nur gemutmaßt werden.

Kommen Neuwahlen?

Alle Oppositionsparteien sind sich zumindest einig, dass nach den türkis-schwarzen Skandalen und Personalrochaden ein Neuanfang unumgänglich ist. Sowohl der mächtige burgenländische SPÖ-Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, als auch seine Parteichefin Pamela Rendi-Wagner sprachen sich bereits für Neuwahlen aus. Ebenso fordert auch die FPÖ Neuwahlen des Nationalrats. „Ich habe am Beginn des Jahres gesagt, Kurz muss weg, jetzt ist er weg“, kommentierte FPÖ-Obmann Herbert Kickl den Rückzug von Kurz. Wenig zu vernehmen ist stattdessen von Seiten der Grünen. Deren Vizekanzler Werner Kogler wollte den fliegenden Wechsel von Schallenberg zu Nehammer offenbar nicht kommentieren. Er betonte allerdings überraschenderweise, dass es mit dem bisherigen ÖVP-Innenminister eine „herrvoragende Arbeitsbasis“ gebe. Böse Zungen werfen den Grünen inzwischen zum wiederholten Male Sesselkleberei und das Klammern an Posten vor, statt sich wirklich für die Belange der Österreicher stark zu machen.

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