Die neuesten Entwicklungen im Überblick rund um die Corona-Maßnahmen, -Politik und -Impfung.

7:15 Uhr: Weltärztebund-Chef Montgomery fordert „Verfallsdatum“ für Impfnachweis

Weltärztebund-Chef Frank Ulrich Montgomery schlägt eine Befristung des Impfstatus vor, um den Impfschutz der Bevölkerung zu verbessern. „Jede Impfung muss ein Verfallsdatum bekommen“, sagte der Mediziner den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntagsausgaben). Wessen Impfung länger zurück liege, falle dann automatisch wieder zurück in den Status des Ungeimpften. Wer sich boostern lasse, gelte wieder als geimpft.

Dazu müsse jetzt geklärt werden, wie lange der Impfschutz jeweils halte und wann dieses Verfallsdatum angesetzt werden müsse, sagte Montgomery. In Frankreich sollen Booster-Impfungen in Zukunft verpflichtend sein, um den Status „geimpft“ zu behalten. „Die Regelung brauchen wir auch in Deutschland“, forderte der Weltärztebund-Chef.

Die EU-Kommission hatte Ende der Woche ebenfalls eine Auffrischungsimpfung gegen Corona als Voraussetzung für die weitere Gültigkeit des digitalen Covid-Zertifikats der EU vorgeschlagen.

7:13 Uhr: CSU will Lauterbach als Gesundheitsminister

Die CSU schlägt den SPD-Politiker Karl Lauterbach für das Ministeramt in Berlin vor. „Dass die Ampel nicht in der Lage ist, einen zukünftigen Chef für das Bundesgesundheitsministerium zu benennen, ist in diesen Tagen beschämend“, sagte der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) der „Bild am Sonntag“.

Und weiter: „Zudem, wenn ich bedenke, dass mit Karl Lauterbach ein erfahrener Arzt und Epidemiologe zur Verfügung steht, der als Corona-Fachmann immer im Team Umsicht und Vorsicht war.“

Die SPD will den Namen des Ministers oder der Ministerin erst Anfang Dezember präsentieren. Holetschek, der noch bis Ende Dezember Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz ist, forderte zudem, dass Pflegekräfte ein Jahr lang keine Steuern mehr zahlen müssen: „Wenn wir unseren Pflegekräften in Deutschland nach dem verdienten Applaus, der irgendwann auch verhallt, ein wirklich spürbares Zeichen unserer Dankbarkeit zukommen lassen wollen, sollten wir ihre Gehälter mindestens für die nächsten 12 Monate steuerfrei stellen“, so der CSU-Politiker in „Bild am Sonntag“.

6:35 Uhr: Bahn erteilt 40 Zug-Verweise bei 80.000 3G-Kontrollen

Von Mittwoch bis Samstagabend hat die Deutsche Bahn rund 80.000 Reisende kontrolliert, ob sie geimpft, genesen oder getestet waren und dabei 40 Zug-Verweise erteilt. Das berichtet die „Bild am Sonntag“ unter Berufung auf eigene Informationen. Seit die neuen 3G-Regeln in Bussen und Bahnen gelten, haben 9.000 Sicherheits- und Kontrollmitarbeiter damit im Fernverkehr täglich rund 20.000 Fahrgäste kontrolliert.

Laut „Bild am Sonntag“ ist es dabei bislang nur in 40 Fällen zu Zug-Verweisen gekommen. Das neue Gesetz verpflichtet die Verkehrsunternehmen zu Stichproben-Kontrollen. Im Fernverkehr der Bahn geschieht das auf rund 400 Verbindungen pro Tag. Rund 250.000 Reisende sind derzeit täglich in den ICE- und IC-Zügen unterwegs.

6:30 Uhr: Schweizer stimmen über Covid-19-Gesetz der Regierung ab

In einer aufgeheizten politischen Atmosphäre stimmen die Schweizer am Sonntag über das Covid-19-Gesetz der Regierung ab. Die Gegner mobilisieren vor allem gegen das bereits eingeführte Covid-19-Zertifikat, mit dem sich eine Corona-Impfung, Negativ-Testung oder Genesung nachweisen lässt. Dies soll durch die Volksabstimmung am Sonntag auf eine rechtssichere Grundlage gestellt werden. Seit September wird das Zertifikat unter anderem beim Besuch von Restaurants benötigt.

Obwohl laut Umfragen eine Mehrheit von zwei Dritteln der Bevölkerung hinter dem Covid-19-Gesetz steht, befürchten Beobachter eine Zunahme der Spannungen um die Corona-Politik der Regierung. Politiker in dem Alpenstaat sind nach Polizeiangaben mit einem nie dagewesenen Ausmaß an Drohungen konfrontiert. Zuletzt erhöhte die Polizei die Sicherheitsmaßnahmen für mehrere Betroffene, darunter Gesundheitsminister Alain Berset.

6:13 Uhr: Erster Omikron-Verdachtsfall in Österreich

In Österreich ist am Samstag ein erster Verdachtsfall der neuen Coronavirus-Variante Omikron gemeldet worden. Nach Angaben der Behörden liege im Bundesland Tirol ein positives PCR-Testergebnis vor, das mit einer Südafrikareise in Zusammenhang stehe, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA. Nach der Erstprüfung durch die Virologie Innsbruck bestehe ein konkreter Verdacht, dass es sich um die neue Virus-Mutante handeln könnte, erklärten die Behörden.

Die betroffene Person sei doppelt geimpft, die zweite Impfung liege aber bereits rund neun Monate zurück, hieß es weiter.

Unterdessen bestätigte ein Krankenhaus in Tschechien die Infektion einer Patientin mit der neuen Coronavirus-Variante Omikron. Ein Krankenhaussprecher in der Stadt Liberec sagte dem tschechischen Fernsehen, die Sequenzierung im örtlichen Labor habe eine „90-prozentige Wahrscheinlichkeit“ ergeben, dass es sich um die Variante handele. „Mit Blick auf die Herkunft der Patientin und alle Umstände können wir bestätigen, dass es sich um die Variante handelt“, sagte Vaclav Ricar.

Der geschäftsführende Ministerpräsident Andrej Babis hatte zuvor mitgeteilt, die Frau sei in Namibia gewesen und über Südafrika und Dubai nach Tschechien zurückgeflogen. (agt/red)



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