Wichtiger als Ereignisse ist heutzutage deren Bewertung. Das, was geschehen ist, wird regelmäßig unter einer bestimmten Perspektive berichtet, eine, die dann, wenn es um Gewalt und die Zerstörung von Sachen geht, generell diejenigen zum Feind erklärt, die als “Aggressor” verkauft werden sollen.

Das Framing bestimmter Ereignisse ist zum wichtigsten Mittel der ideologischen Kriegsführung geworden. Nur so ist es erklärlich, dass der drogensüchtige Kriminelle, George Floyd, aus den USA zur weltweiten Ikone gelangweilter Mittelschichts-Kids werden konnte. Medien-Framing ist dafür verantwortlich, dass mit Ausschreitungen bei Demonstrationen Linker in Deutschland generell die Thematisierung angeblicher oder vielleicht vorhandener Polizeigewalt einhergeht, dass dann, wenn den USA Innenstädte in Schutt und Asche gelegt werden und Läden geplündert werden, Polizeigewalt und Rassismus als Erklärung herhalten müssen. Der Versuch einer objektiven Berichterstattung findet kaum mehr statt, denn MS-Medien sind politisierte Wurmfortsätze ihrer politischen Herren, die genau das berichten, was der offiziellen Ideologie zuträglich ist.

Insofern war es keine Frage, unter welchem Tenor das, was gestern Nacht in Rotterdam stattgefunden hat, berichtet werden würde. Ausschreitungen, Orgie der Gewalt, Gewalttäter die auf die Straße gehen, aus dem Nichts Autos der Polizei anstecken, usw. Überlassen wir der ARD kurz das Wort:

Randalierer werfen Steine und setzen Autos in Brand, die Polizei reagiert mit Schüssen: In Rotterdam ist eine Demo gegen Corona-Regeln eskaliert. Der Bürgermeister ist angesichts der Gewalt alarmiert.

[…]

Bürgermeister Ahmed Aboutaleb bezeichnete die Randale als “Orgie der Gewalt”. Die Polizei sei sogar gezwungen gewesen, ihre Waffen zu ziehen und Schüsse abzufeuern, sagte er auf einer Pressekonferenz.

[…]

Mehrere hundert Randalierer legten laut Polizei auf Bürgersteigen und Straßen Brände, steckten Polizeiautos in Brand, zündeten Feuerwerkskörper und warfen Steine auf die Einsatzkräfte. Die Polizei gab nach eigenen Angaben Warnschüsse ab und schoss auch gezielt auf Menschen. Mindestens sieben Menschen wurden verletzt, etwa 20 Personen wurden noch in der Nacht festgenommen.

Ereignisse, wie das in Rotterdam, sind Ereignisse, an denen viele Einzelakteure beteiligt sind. Insofern ist die Kausalität, wie sie hier von der ARD behauptet wird, erst Gewalt, dann Schüsse von in die Ecke gedrängten Polizeibeamten, die sich nicht mehr zu helfen wissen, eine gewagte Behauptung, denn solange niemand dabei war und Bilder der entsprechenden Vorfälle vorhanden sind, weiß niemand, was tatsächlich geschehen ist. Das machen sich MS-Medien natürlich mit geschickten Zusammenschnitten zunutze, in denen sie brennende Autos, schreiende “Randalierer”, um Ordnung bemühte Polizeibeamte und Feuerwehrleute zeigen, um ihre Geschichte, ihr Narrativ durchzusetzen, dass in Rotterdam gewalttätige Randalierer willkürlich zerschlagen haben, was sie vorgefunden haben, um gegen den neuerlich beschlossenen Teillockdown zu protestieren.

Was tatsächlich gestern Abend in Rotterdam geschehen ist, welches Ereignis zu welchem Ereignis geführt hat, welche Dynamik die Ereignisse genommen haben, das kann man im Nachhinein kaum mehr rekonstruieren, denn zu viel ist an zu vielen unterschiedlichen Orten geschehen. Die Momentaufnahmen ausgewählter Ereignisse und die Berichte von Teilnehmern, sie geben immer nur einen lokalen Eindruck des Geschehens, nie einen Eindruck vom Ganzen. Auch das machen sich MS-Medien, die eine Erzählung für das Ganze durchsetzen wollen und Behörden, die ein Interesse an einer bestimmten Interpretation der Ereignisse haben, zu nutze.

Zwar ist es in der Regel nicht möglich, ein detailliertes Bild davon zu gewinnen, was wo wozu geführt hat, aber man kann doch bestimmte Behauptungen darüber, was geschehen sei, widerlegen, zeigen, was NICHT passiert ist.

Angeblich haben Polizeibeamte Warnschüsse und gezielte Schüsse auf Bürger abgegeben, weil sie sich nicht mehr anders zu helfen wussten. Wir haben ein Video, in dem eine solche Situation zu sehen ist. Nach offizieller Lesart sehen sie nun Polizeibeamte, die in höchster Bedrängnis auf gewalttätige Randalierer schießen:

Wer von ihnen sieht, wie ein Bürger ohne Grund angeschossen wird, der sieht, was wir auch sehen. Man kann diese Videos ohne große Recherche im Internet finden. Von einem Journalisten würde man erwartet, dass er das tut, um seinen Lesern nicht nur die offizielle Verlautbarung durchzureichen, sondern die Verlautbarung auch zu prüfen. Denn, man muss es einmal wieder sagen: Die Aufgabe, die Journalisten mit Bezug auf staatliche Behörden erfüllen sollen, ist die der Kontrolle, nicht die des Arschkriechens. Von Journalisten wird erwartet, dass sie das, was ihnen von öffentlichen Stellen als Wahrheit präsentiert wird, auf seinen Wahrheitsgehalt hin prüfen. Beiträge, in denen offizielle Versionen einfach so durchgereicht werden, wie der der ARD, sind Propaganda, kein Journalismus.

Es wäre auch möglich, Konsumenten von MS-Medien Informationen zu liefern, Eindrücke von unterschiedlichen Orten aus Rotterdam, die es den Konsumenten ermöglichen, sich zumindest einen Eindruck zu verschaffen, ungetrübt von brennenden Autos, also von lokalen Ereignissen, die genutzt werden, um das Gesamt der Ereignisse unter einer einzigen Überschrift zu verkaufen, einer, die dem, was gewesen ist, nicht unbedingt gerecht werden muss, die aber ausreicht, um alle Demonstranten von gestern in Rotterdam und ihre Anliegen zu diskreditieren. Und darum geht es, die Erzählung durchsetzen, dass nur Gewalttäter und Kriminelle und natürlich Rechte (im Beitrag der ARD repräsentiert durch Hooligans) gegen die natürlich gerechtfertigten Maßnahmen eines gerechten Staates zum Schutze seiner Schäflein randaliert haben.

Urteilen Sie selbst, was gestern in Rotterdam geschehen ist:





Beiträge in MS-Medien dienen derzeit fast ausschließlich dazu, eine bestimmte Lesart von Dingen durchzusetzen, in der Regel eine bestimmte, ideologisch vorgegebene Bewertung, von denen staatliche Akteure der Ansicht sind, sie würde ihnen Vorteile verschaffen. Die Diskreditierung von Demonstranten in Bausch und Bogen als Randalierer, etwas, was im Bezug auf linksextreme Mobs wie sie z.B. anlässlich des G20 durch Hamburg gezogen sind, nie geschehen würde, hier wird feinsäuberlich zwischen “wenigen Gewaltbereiten” und vielen mit purem Herzen, reinen Motiven und begründeten Anliegen unterschieden, ist derzeit immer dann das Ziel, wenn Demonstrationen gegen die immer irrer werdenden Maßnahmen einer von allen guten Geistern verlassenen Polit-Kaste nicht weiter verschwiegen werden können, wie das für die Demonstrationen in Rotterdam gestern der Fall war. Im Gegensatz dazu werden die täglich in Australien oder Italien stattfindenden Demonstrationen in MS-Medien verschwiegen. Auch solche Berichterstattung hat ihre unbeabsichtigten Folgen, denn jemand, der sein Anliegen in den MS-Medien sehen will, lernt aus selektiver Berichterstattung, dass er Gewalt einsetzen muss, um ein Medienecho zu finden.

Demonstration in Melbourne vom gestrigen Tag. Demonstrationen wie diese finden in Melbourne seit mehreren Wochen täglich statt.


Verona, Italien, 19. November 2021

MS-Medien berichten dann über Proteste gegen den Corona-Gängelungswahnsinn, dem Polit-Darsteller erlegen sind, wenn es Szenen der Gewalt gibt, die genutzt werden können, um die entsprechenden Proteste zu diskreditieren. Sie verschweigen Proteste, die seit Monaten täglich in vielen Ländern stattfinden. Warum? Weil viele Menschen daran teilnehmen und die Demonstrationen friedlich sind. Sie verschweigen die Demonstrationen, weil sie den Eindruck erwecken wollen, die Mehrheit der Bevölkerung wäre mit dem Corona-Wahnsinn, den von allen guten Geistern verlassene Manische derzeit wieder durchsetzen wollen, einverstanden.

Dem ist nicht so.



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