Hier finden Sie in der Regel am Mittwoch und am Samstag einen Überblick über interessante Videobeiträge aus anderen Medien und Veröffentlichungen. Wenn Sie auf “weiterlesen” klicken, öffnet sich das Angebot und Sie können sich aussuchen, was Sie anschauen wollen. Die Videohinweise sind auch auf unserer YouTube-Seite als spezielle Playlist verfügbar. Auch für die Rubrik „Musik trifft Politik“ gibt es eine eigene Playlist (CG: Christian Goldbrunner)

Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:

Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Beiträge einverstanden sind. Sie können uns bei der Zusammenstellung der Videohinweise unterstützen, indem Sie interessante Fundstücke an die Adresse [email protected] schicken. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.

  • International – Fehler der Linken in Europa , Oskar Lafontaine [135]
    Die europäische Linke vernachlässigt seit langem jene Themen, um dies es eigentlich gehen sollte: soziale und ökonomische Verbesserungen für die große Mehrheit der Menschen sowie Kampf für Frieden und Völkerverständigung. Das ist in aller Kürze die Kernaussage meines vor kurzem geführten Gespräches mit Oskar Lafontaine. Die europäische Linke hat sich in den 70er und 80er Jahren von beiden Fundamenten linker, sozialistischer Politik verabschiedet. In sozial-ökonomischer Hinsicht durch den Kniefall vor dem Neoliberalismus und in friedenspolitischer Hinsicht durch die weitgehende Integration in das von den USA geführte Bündnis. Auch wenn manche schon vom Ende des Neoliberalismus sprechen, und es auch weltweit zu beobachten ist, dass dieser weder soziale Gerechtigkeit noch Frieden und auch keine wirkliche Lösung der Umweltkrise zu schaffen imstande ist, so dominiert er nach wie vor das internationale System. Dem wird man sich nur erfolgreich entgegenstellen können, indem man sich wieder stärker auf die wirklich grundlegenden sozialen und politischen Themen konzentriert. Das kann nur von der Linken geleistet werden, dazu ist aber eine Konzentration auf die nach wie vor gültigen Kernthemen jeglicher fortschrittlicher und gesellschaftsverändernder Politik nötig.
    Ein spannendes und wichtiges Gespräch. Unbedingt ansehen.
    Quelle:
    International, 16.11.2021

  • Sind Ungeimpfte unsolidarisch? (Negative externe Effekte und andere spieltheoretische Überlegungen)
    Worauf basiert die Behauptung, es sei unsolidarisch, sich nicht impfen zu lassen? Wie kann man die Impfquote erhöhen? Bringt 1G mehr als 2G und das mehr als 3G? Wie könnten Schnelltestzentren billiger werden?
    Hinweis zu Position 15:15: Wir sollten trotzdem im Winter lieber nicht übermütig werden.

    Quelle: Prof. Dr. Christian Rieck, 13.11.2021

    Prof. Christian Rieck [Auszug transkribiert, CG]: “Ich bin überhaupt kein Missionar, es geht mir nicht darum, jemanden zu überzeugen. Ich wollte erst mal sozusagen den ersten Schritt haben, dass wir aus individueller Sicht hier sicherlich einen Vorteil haben, wenn wir uns impfen lassen. Der Vorwurf an die Ungeimpften ist aber ein anderer. Der Vorwurf, der hier gemacht wird, ist dass es heißt, sie seien unsolidarisch. Wo kommt eigentlich dieser Vorwurf her? Dafür müssen wir uns klar machen, was der Ursprung dieser Idee dahinter überhaupt war, weshalb auch teilweise die Leute mit so einem wahnsinnigen Eifer darauf pochen, dass sich jeder impfen lassen soll. Die ursprüngliche Idee war, dass diese Impfung tatsächlich auch die Verbreitung des Virus verhindert. Also Drosten sagt jetzt zwar, das sei überhaupt gar nicht so, das hätte von Anfang an niemand erwartet. Das ist bei mir nicht so angekommen, sondern für meine Begriffe hat man am Anfang sehr wohl erwartet, dass dann auch die Verbreitung zum gewissen Grad verhindert. Und ich habe jede Menge Quellen dazu gelesen, in denen das vermutet wurde oder auch versucht wurde, mit ersten Zahlen zu zeigen, dass das so sei. Es ist gar keine Frage, dass wir das am Anfang als Vermutung zumindest erstmal hatten, vielleicht auch als Hoffnung. Aber jedenfalls, dass das im Raum gestanden hat. Das hat eine bestimmte Wirkung. Wenn die Impfung die Verbreitung verhindert, in dem Augenblick geht der Verbreitungsfaktor, diese berühmte R-Wert auch einfach runter. […] Wenn der R-Wert kleiner als eins wird, dann stirbt das Virus innerhalb einer Population aus. Die berühmte ‘Herdenimmunität’. Und das wäre natürlich eine schöne Sache, wenn es so wäre. […] Das Dumme ist bloß, es ist ganz einfach nicht so. Wir wissen jetzt nach ein paar Monaten Erfahrungen mit dieser ‘Impfung’, oder zumindest bei den Impfstoffen, die wir im Augenblick haben, wissen wir, dass praktisch kein Fremdschutz dahinter steht. Das ist natürlich blöd, dass es so ist, aber wir können das an verschiedensten Stellen ansehen. […] Das heißt, man muss jetzt sozusagen eine andere Begründung finden, weil dieser Effekt überhaupt gar nicht vorhanden ist. Und da wird heutzutage argumentiert, die Krankenhäuser wären so fürchtlich voll, und ‘die’ sind unsolidarisch, weil sie die Krankenhausplätze wegnehmen. Auch da müssen wir aber ganz einfach sehen, dass das im Augenblick, so zumindest in den Zahlen überhaupt nicht sichtbar ist. Es gibt das Intensivregister vom RKI, ich habe mir auch die neuesten Zahlen raus gesucht [Min. 5:52] […]. Sie werden feststellen, die Auslastung der Intensivstation sind im Grunde genommen die ganze Zeit komplett unverändert, und wir können also nicht davon sprechen, dass es im Augenblick irgendwie explodiert oder so etwas, ganz im Gegenteil. Es gibt noch andere Sachen: Die Zahl der Todesfälle, die absolute Zahl der Todesfälle ist in der letzten Zeit deutlich runtergegangen, bei gleichzeitig weiterer Verbreitung des Virus. Also wir merken einfach, es wird einfach viel ungefährlicher. Impfung hin oder her, ganz einfach mal die empirischen Zahlen ansehen, da stellen wir fest, im Augenblick ist es offenbar ungefährlicher, als es noch vor einiger Zeit war. Wenn wir bei der Auslastung von Intensivstationen sind, müssen wir natürlich auch mal die Frage an die Politik stellen, warum sie in den letzten anderthalb Jahren die Intensivstationen nicht aufgebaut hat, sondern im Gegenteil, zugesehen hat, wie die Dinge abgebaut werden. […] Wir wissen natürlich, dass da bestimmte Anreizprobleme dahinter stehen, auf die ich hier im Augenblick gar nicht eingehen möchte. Aber es ist jedenfalls für meine Begriffe ein vollkommen klares Versagen der Politik, was dahinter steht. Die Politik weiß das zum größten Teil sicherlich auch, und die versuchen deshalb hier natürlich auch mit solchen Diskussionen über 1/2/3G von ihrem eigenen Versagen abzulenken […].”

  • Nur so kann die Eurozone überleben! | Mit Prof. Heiner Flassbeck
    Die Eurozone ist in der Dauerkrise. Corona kommt noch oben drauf. Die Ampel ist gefragt! Die Regeln für Schulden und Defizite müssen auf den Tisch. Außerdem müssen wir über Deutschlands riesige Exporte sprechen. Die sind schlicht zu groß und ein Problem für Frankreich und Italien. Es geht um die Zukunft der Eurozone!
    Gast: Prof. Heiner Flassbeck
    Bücher von Prof. Flassbeck: Das Euro-Desaster (2018); Nur Deutschland kann den Euro retten (2015)
    Quelle:
    Geld für die Welt — Maurice Höfgen, 10.11.2021

  • Militärexperte Jochen Scholz über NATO-Aktivitäten und Trennlinie zwischen Westeuropa und Russland
    Angesichts der Aktivitäten der USA im Schwarzen Meer berichtet Militärexperte Jochen Scholz in einem Interview mit RT über die Ziele der NATO in der Region. Für die Aufrechterhaltung ihrer Dominanz benötigen die USA eine Trennlinie zwischen Westeuropa und Russland.
    Angesichts der Aktivitäten der US-Marine im Schwarzen Meer ist es zwischen Washington und Moskau erneut zu Spannungen gekommen. Eine militärische Eskalation ist zwar nicht gegeben, dennoch zeigt sich Russland über die US-Manöver höchst besorgt.
    In einem Interview mit RT DE hat sich der Publizist und Militärexperte Jochen Scholz zu den Gründen für die aktuell angespannte Lage im Schwarzmeerraum geäußert. Dabei stimmte er dem russischen Verteidigungsminister Sergei Schoigu zu, dass die Aktivitäten der USA unter anderem darauf abzielen, die russischen Streitkräfte und ihre Bereitschaft zu testen: “Zum einen ist das natürlich eine gute Gelegenheit, die russischen militärischen defensiven Reaktionen und Aufklärungsreaktionen zu testen.”
    Dies ist aber nach Ansicht des Experten nicht der einzige Grund für die US-Manöver in den Gewässern vor Russland und der Halbinsel Krim. Scholz zufolge versuchen Washington und die NATO mit diesen Aktionen die Stimmung innerhalb des westlichen Lagers und der NATO-Staaten gegen Russland zu beeinflussen.
    Vor allem gehe es in diesem Fall um die neu beigetretenen NATO-Mitgliedstaaten wie Bulgarien und Rumänien, aber auch um den US-Verbündeten Ukraine. Der Experte unterstrich, dass die Konfrontation mit Russland die NATO zusammenhalte.
    Die Strategie Washingtons beschrieb Scholz als Bildung einer Trennlinie zwischen der Nordsee und der Türkei, die “verhindern soll, dass Russland und Westeuropa, insbesondere Deutschland, engere Beziehungen miteinander aufbauen könnten”.
    Eine enge wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit Europas und Russlands könnte nach Ansicht von Scholz das Ende der US-amerikanischen Dominanz in der Welt bedeuten.
    Quelle 1:
    RT DE, 12.11.2021
    Quelle 2: RT DE via Facebook

  • Hannes Hofbauer: NATO-Politik ist Ursache für Krise an polnisch-weißrussischer Grenze
    In einem Interview mit “RT” hat sich der österreichische Schriftsteller Hannes Hofbauer zur Migrationskrise an der Grenze zwischen Polen und Weißrussland geäußert. Ursache der Krise ist ihm zufolge die seit Anfang der 1990er Jahre von den USA und der NATO verfolgte Politik gegenüber den arabischen und muslimischen Ländern.
    Der österreichische Autor und Verleger Hannes Hofbauer hat RT ein Interview gegeben. Er äußerte sich darin zu der Krise an der polnisch-weißrussischen Grenze, zu den Ursachen dieser Krise sowie zu den Vorwürfen der EU, Russland koordiniere die Maßnahmen von Minsk.
    Hofbauer erinnerte vor allem an die ursprünglichen Ursachen der aktuellen Krise. Seiner Ansicht nach seien es die militärischen Kampagnen der USA und der NATO in Ländern wie Irak, Afghanistan und Syrien gewesen, die die Menschen dazu zwangen, ihre Heimatländer zu verlassen. Hofbauer betonte, dass in erster Linie Kriege Menschen dazu bringen, Flüchtlinge zu werden.
    Was die EU-Sanktionen gegen Fluggesellschaften angehe, die nach Weißrussland fliegen, so habe es diese schon früher gegeben. Hofbauer erinnerte in diesem Zusammenhang an die Notlandung eines Flugzeugs mit dem weißrussischen Oppositionellen Roman Protassewitsch im Sommer 2021 sowie an den Zwischenfall mit dem Flugzeug des bolivianischen Präsidenten Evo Morales im Jahr 2013.
    Hofbauer ist sich sicher, dass neue Sanktionen gegen Weißrussland die Situation nicht verbessern werden. Er sagte, dass es zunächst notwendig sei, einen Dialog zu finden und zu versuchen, die Flüchtlingsfrage friedlich zu lösen.
    Quelle 1:
    RT DE, 16.11.2021
    Quelle 2: RT DE via Facebook

  • “Geopolitischer Machtkampf”: Alexander Neu zu Spannungen zwischen USA und Russland im Schwarzen Meer
    Russland zeigt sich über die US-Manöver im Schwarzen Meer höchst besorgt. Vor diesem Hintergrund hat der Sicherheitsexperte Alexander Neu in einem Interview mit RT betont, die NATO wolle den Einfluss Russlands – entgegen sämtlicher Versprechungen von 1990 – im Schwarzmeerraum eindämmen.
    Im Schwarzmeerraum ist es zu Spannungen zwischen Russland und den USA gekommen. Zwar droht keine militärische Eskalation, aber Moskau zeigt sich über die Manöver der US-Kriegsschiffe im Schwarzen Meer höchst besorgt. Damit will Washington dem russischen Verteidigungsminister Sergei Schoigu zufolge die Reaktion der russischen Streitkräfte testen. Ein weiteres Ziel sei die militärische Aufrüstung des Territoriums der Ukraine, hieß es aus dem Ministerium.
    Der ehemalige Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke Alexander Neu äußerte sich im Interview mit RT DE ebenfalls zum Thema und stellte seine Einschätzung der Situation dar. Der Abgeordnete betonte, das Ziel der Manöver bestehe darin, “den russischen Einfluss und die militärische Kontrolle Russlands einzudämmen”. Er sieht darin “einen geopolitischen Machtkampf”.
    Im Hinblick auf die Unterstützung der Ukraine und Georgiens durch die NATO-Staaten unterstrich Neu, diese lasse sich auch durch militärische Interessen in der Region erklären: “Man braucht sowohl Georgien als auch die Ukraine, um besser legitimieren zu können, warum man sich in Osteuropa militärisch engagiert, warum man auch im Schwarzen Meer eine stärkere Präsenz haben möchte.”
    Die Frage, ob Moskau mit seiner überempfindlichen Reaktion die Schritte der USA nicht selbst provoziere, beantwortete der Linken-Politiker mit einem Verweis auf die Tatsache, dass sich die militärischen Aktionen der NATO nicht nur auf defensive Schritte beschränken. Daher sei die Moskauer Wahrnehmung der NATO-Osterweiterung – die vom Westen 1990 ausgeschlossen wurde – als eine Bedrohung verständlich: “Dann muss man sagen, dass natürlich durch die NATO-Osterweiterung bis an die Grenzen Russlands, durch dieses Militärprojekt NATO – nichts anderes ist das – eine Bedrohungssituation für einen anderen Staat im Fall von Russland oder Weißrussland entsteht.”
    Quelle:
    RT DE, 11.11.2021

  • Sind die Ungeimpften schuld? – Ein Essay von Daniela Dahn
    Wie können Ungeimpfte die Schuld einer Pandemie tragen, die nachweislich ebenso die Geimpften trifft. Das ist ein Paradox, das unsere Gesellschaft arglos in ihren Wortschatz aufnimmt. „Pandemie der Ungeimpften“ hieß es, bis ein Christian Drosten zurückruderte. Was hat es mit diesem Drang nach „Schuldzuweisung“ auf sich?
    Über die Interessen und großen Rätsel der Pandemie hat sich Daniela Dahn, Journalistin, Schriftstellerin und Publizistin in ihrem Text „Sind die Ungeimpften schuld“ Gedanken gemacht. Er war zunächst auf Telepolis erschienen.
    Sabrina Khalil hat ihn für uns eingelesen.
    Quelle:
    Radio München, 15.11.2021

  • Impfen und Impfzwang: “Überzeugen” geht anders
    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ärgert sich über 17 bis 20 Millionen Deutsche, denn diese lassen sich nicht impfen. Den Bundespräsidenten ärgert es, dass sich so viele Bürger nicht “überzeugen” lassen, wie er sagt. Doch “Überzeugungs”arbeit sucht man in Politik und Medien weitgehend vergeblich. Dafür strotzen Politiker-Zitate und Zeitungs-Schlagzeilen vor Warnungen, Einschüchterungen, Beleidigungen, Stigmatisierung, Spaltung und verantwortungsloser Scharfmacherei. Wenn das Überzeugungsarbeit sein soll, was erwartet uns dann erst, wenn die richtig drakonischen Maßnahmen kommen, die bereits gefordert werden? Man mag sich das gar nicht vorstellen…
    Quelle:
    Politik Spezial – Stimme der Vernunft, 17.11.2021

  • Diabetes, eine lukrative Volkskrankheit | Doku HD Reupload | ARTE
    An den Auswüchsen der Konsumgesellschaft liegt es, dass eine der Formen von Diabetes – Typ 2 – zur Volkskrankheit geworden ist. Die Labore entwickeln immer teurere, aber nicht unbedingt wirksamere Medikamente, die Gesundheitsbehörden sind ohnmächtig: An Diabetes wird deutlich, dass die modernen Gesellschaften unfähig sind, eine chronische Krankheit adäquat zu behandeln.
    Diabetes ist die Volkskrankheit des 21. Jahrhunderts: Rund 430 Millionen Menschen leiden weltweit an ihr. Unter dem Namen Diabetes sind vor allem zwei Stoffwechselstörungen bekannt: Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung, die mit lebenslangen Insulingaben behandelt werden muss, während sich Typ 2 aufgrund einer zu fett- und zuckerhaltigen Ernährung und mangelnder körperlicher Betätigung entwickelt. Angesichts der epidemieartigen Verbreitung von Diabetes will die UNO die Regierungen zum Handeln bewegen, denn auf allen fünf Kontinenten zerstört diese Krankheit Menschenleben und belastet die öffentlichen Haushalte schwer.
    • Obwohl immer wieder neue Wunderheilmittel versprochen werden, lässt sich die Krankheit nach wie vor nicht befriedigend behandeln. In den letzten vierzig Jahren ist das gesamte System aus den Fugen geraten, weil die Patienten entweder zu viele Medikamente nehmen oder aber sich keine mehr leisten können. Einziger Nutznießer dieser desolaten Lage scheint die Pharmaindustrie zu sein: Mit einem Umsatz von 46 Milliarden Dollar stellt Diabetes einen gigantischen und äußerst lukrativen Markt dar.
    • Für einen Teil der Fehlentwicklungen ist die seit Jahren sowohl bei den Medizinern als auch in den Laboren grassierende Fokussierung auf die Blutzuckerwerte verantwortlich. Sie führt zu übermäßiger Medikamentengabe unter Vernachlässigung mitunter gefährlicher Nebenwirkungen. So geraten die Patienten in eine Therapiespirale; das Fortschreiten der Krankheit mit Amputationen, Erblindung und Herzinfarkten kann aber dennoch nicht aufgehalten werden.
    • Dabei gibt es Alternativen, mit denen sich die Epidemiekurve von Diabetes Typ 2 abflachen und die Gesundheitsausgaben verringern ließen. Präventiv könnte eine Verbesserung der Ernährung angestrebt werden, und bei Typ 2 kann die Einhaltung strenger Diäten eine Remission bewirken.
    • Doch diese Lösungen bedürfen großer Anstrengungen und setzen ein völliges Umdenken bei der Behandlung von chronischen Krankheiten voraus. Die auf drei Kontinenten gedrehte Dokumentation stützt sich auf die Berichte von Whistleblowern, Patienten, Forschern und Medizinern. Darüber hinaus konfrontiert sie Industrielle und Vertreter von Institutionen mit ihrer Verantwortung für die Situation.

    Dokumentarfilm von Dorothée Frénot und Benoît Rossel (F 2020, 86 Min)
    Quelle:
    arte, 14.11.2021, Video auf Youtube verfügbar bis zum 11.03.2022

  • Wirtschaftswissenschaftler sieht Welt im Endspiel des Kapitalismus | DW Nachrichten
    Die Preise steigen. Aktuell beträgt die Geldentwertung in Deutschland 4,5 Prozent, das ist der höchste Stand seit 28 Jahren. Norbert Häring, Wirtschaftswissenschaftler und Autor, sieht die Welt im Endspiel des Kapitalismus. In den nächsten fünf Jahren, wahrscheinlich darunter, könnte es den nächsten Crash geben, so Häring. Auch die aktuellen Lieferengpässen in vielen Branchen seien ein Anzeichen – eine Folge geopolitischer Machtspiele. Generell kritisiert er die Finanzbranche und auch die EZB, die mit viel billigem Geld kaum reale Wirtschaftsimpulse gesetzt habe.
    Quelle:
    DW Deutsch, 03.11.2021

    Norbert Häring [befragt zu Inflation und Negativzinsen]: “Für die unteren zwei Drittel der Bevölkerung spielt das keine große Rolle, weil die statistisch gesehen nicht in nennenswertem Umfang Geld auf dem Konto haben. Die paar Euro, die sie da verlieren, werden kompensiert dadurch, dass sie ja auch die Zinsen dann nicht zahlen müssen, welche man sonst zusammen mit den Gütern, die man kauft, letztlich auch indirekt finanzieren muss. Für ‘normale Leute’ ist es viel wichtiger, ob die Löhne mit der Inflation mit steigen oder nicht.”

    “Das Problem ist nicht, die Vermögenden zu belasten. Was sein muss ist, die Vermögenden nicht zu subventionieren, wie es in der Vergangenheit immer passiert ist. Da sind ja mit riesigen öffentlichen Geldern die Vermögen der Vermögenden geschützt worden, sie sind vor Verlusten bewahrt worden. Das darf einfach nicht mehr passieren. Man muss gar nicht aktiv schröpfen. Und dann geht es darum, den Finanzsektor insgesamt […] zu zähmen, dass die Unternehmen eben nicht wie bisher ein Spielball für die Kapitalinteressen sind, und nur dazu dienen, möglichst hohe Rendite zu erwirtschaften, weil das steht nicht unbedingt im Einklang mit den Interessen der Bevölkerung. […] Es gibt diese sehr interessante Initiative des Verantwortungskapitals […]. Inzwischen heißt das GmbH mit gebundenem Kapital. Das geht sehr in die Richtung, die mir vorschwebt, so in Richtung ‘Stiftungsmodell’. Das heißt, die Unternehmen stehen im Wettbewerb, sie sollen auch Gewinne machen und wollen Gewinne machen, aber die Gewinne dienen nicht dazu, Ansprüche von Kapitalbesitzern zu befriedigen, sondern die bleiben im Unternehmen und werden dafür verwendet, zu investieren, besser zu werden, bessere Produkte zu machen und mehr. Letztlich gehört das Unternehmen dann sich selber, auch nicht dem Staat, sondern sich selber und dient eben dazu, seinen Zweck zu erfüllen. […] Es gibt da nicht dieses leistungslose Einkommen, das Aktionäre beziehen. […]”

  • Talk im Hangar-7 – Wegsperren und ausgrenzen: Zurück im Panikmodus? | Kurzfassung
    Die Infektionszahlen steigen und sofort schrillen wieder alle Alarmglocken. Experten und Politik diskutieren Verschärfungen bis hin zu möglichen Lockdowns. Ganz ohne Alarmismus verläuft die Pandemie hingegen in einigen Ländern wie etwa Schweden, dort geht das Leben normal weiter. Was läuft bei uns falsch? Die Regierung jedenfalls gibt den Ungeimpften Schuld an der Corona-Lage und will mit der jetzt bundesweit umgesetzten 2G-Regelung den Druck auf diese erhöhen. Droht ein noch tieferer Graben zwischen Geimpften, Genesenen und Ungeimpften?
    Derweil hinterfragen Statistiker die Wirksamkeit der Impfstoffe, denn auf den Intensivstationen liegen inzwischen auch immer mehr vollimmunisierte Patienten. Brauchen wir eine neue Corona-Strategie? Was steckt hinter der hohen Anzahl an Impfdurchbrüchen? Können wir nach bald zwei Jahren Corona zunehmend auch auf Fortschritte bei Medikamenten und alternativer Behandlungen hoffen?
    Zu Gast sind:
    Kabarettistin Monika Gruber, die mehr Eigenverantwortung der Bürger in der Pandemie verlangt und die Ausgrenzung der Ungeimpften als „unerträglich“ kritisiert.
    Der Grazer Public-Health-Experte Martin Sprenger verlangt von der Regierung statt Panikmache eine klare Corona-Strategie, die sich an der wissenschaftlichen Evidenz orientiert.
    Medizinjournalist und Arzt Werner Bartens kritisiert, dass Politiker sich vor der Verantwortung wegducken: „Es reicht mit der falschen Rücksichtnahme, sonst werden wir die Vierte Welle nicht brechen!“
    Publizistin und dreifache Mutter Kristina Schröder warnt davor, die Last der Pandemiebekämpfung weiterhin einseitig den Kindern aufzubürden: „Unsere Kinder leiden jetzt bald seit zwei Jahren, wir verspielen ihre Zukunft!“
    Und Biologin und Unternehmerin Eva Prieschl-Grassauer will mit ihrem antiviralen Nasenspray einen Beitrag zur Beendigung der Coronakrise leisten: In Tests habe das Mittel bewiesen, dass es den Krankheitsverlauf bei Coronaviren um 3,9 Tage verkürze. Noch aber stehen letzte Studien zur Wirksamkeit und dem Schutz vor einer Ansteckung aus.
    Quelle:
    Servus TV, 12.11.2021

    Servus TV [Auszüge transkribiert, CG]: “Es haben uns Zuschriften aus Deutschland erreicht, die gesagt haben, dass Ungeimpfte nicht mehr zur Beerdigung ihrer Angehörigen gehen durften. Ist das ein Puzzle im Gesamtbild einer Politik oder würden Sie sagen: Kann man halt jetzt nichts machen?”

    Monika Gruber: “Das ist einfach beängstigend, und egal welche Maßnahmen in Zukunft ergriffen werden, ich finde, man muss weggehen von dieser auch verbalen Aufrüstung. Auch was Herr Montgomery gesagt hat, ‘die Tyrannei der Ungeimpften’, das ist irgendwie Kriegsjargon. Das ist eine Situation von der wir alle, jeder einzelne betroffen sind, wir sollten doch zusammenhelfen und nicht nur aufeinander eindreschen und sagen: Du bist der Depp, weil du es nicht glaubst und das ist Wissenschaft. Man muss da auf die Menschen zugehen und die Menschlichkeit in den Vordergrund stellen. Ich sehe das bei den Kindern und bei den Alten wieder, es geht die Menschlichkeit wieder flöten. […] Ich möchte mir ehrlich gesagt gar nichts vorstellen, in welcher Gesellschaft wir in zwei Jahren leben. Es wird eine Zeitrechnung definitiv vor Corona und danach geben […]. Das macht mir Angst.”

  • Es ist eine Hetzjagd auf Ungeimpfte! (Raphael Bonelli)
    Der Sündenbock ist ausgemacht! Die Regierung hetzt gegen Ungeimpfte. Das ist schwarze Pädagogik.
    Quelle:
    RPP Institut, 16.11.2021

  • “Globaler Staatsstreich gegen liberale Demokratie” – Robert Kennedy Jr. bei großer Corona-Kundgebung
    Am Samstag demonstrierten im italienischen Mailand mehrere Tausend Menschen gegen die Corona-Politik der Regierung. Auch der Neffe des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy nahm daran teil und bezeichnete die Corona-Politik als “Staatsstreich” gegen die liberale Demokratie.
    Am Samstag strömten Tausende auf Mailands Platz des Friedensbogens, um gegen die Corona-Maßnahmen der italienischen Regierung zu protestieren. Vor allem wird das in vielen Lebensbereichen obligatorische Vorlegen eines “Grünen Passes” von den Demonstranten verurteilt. Für die Kundgebung reiste der Neffe des 35. Präsidenten der USA John F. Kennedy, Robert Francis Kennedy Jr. an. Der Neffe des ehemaligen US-Präsidenten ist für seine Skepsis in Bezug auf die globale Corona-Politik und seine Ablehnung der Impfpässe bekannt. Kennedy sagte auf der Demonstration: “Der grüne Pass ist keine Maßnahme der öffentlichen Gesundheit. Er ist ein Instrument zur totalitären Kontrolle Ihres Verkehrs, Ihres Bankkontos, Ihrer Bewegungen, jedes Aspekts Ihres Lebens. All die Rechte wurden dem amerikanischen Volk in 20 Monaten genommen. Und nicht nur den Amerikanern. Dies ist ein globaler Staatsstreich gegen die liberale Demokratie auf dem ganzen Planeten.”
    Quelle:
    RT DE, 14.11.2021

  • Kabarett, Satire, Comedy und Co.


  • Quelle: