David Perry, ein Taxifahrer in Liverpool, hat seinen Passagier zum lokalen Frauenkrankenhaus gebracht. Da bemerkte er in den Händen des Mannes ein Gerät, das wie ein Sprengsatz aussah. Der heroische Fahrer sperrte den Terroristen nur Sekunden vor der Explosion ins Auto.

In Großbritannien sorgt eine Heldentat eines Taxifahrers aus Liverpool für Aufsehen. Sowohl die Bürgermeisterin der Stadt als auch der britische Premierminister Boris Johnson nennen die Handlungen von David Perry heroisch. Dem Mann ist es gelungen, zu verhindern, dass ein Terroranschlag in einem Frauenkrankenhaus zu Opfern führt.

Am Sonntag hatte Perry einen Passagier zum Eingang des Liverpooler Frauenkrankenhauses gebracht. Vor Ort soll der Taxifahrer in den Händen seines Passagiers ein Gerät bemerkt haben, das wie ein Sprengsatz aussah. Daraufhin sperrte der Fahrer den Terroristen im Auto ein. Sekunden vor der Explosion gelang es Perry, den Wagen selbst zu verlassen. Er wurde verletzt, blieb aber am Leben, wobei der Terrorist bei der Explosion getötet wurde. Perry wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Die Polizei ermittelt zu dem Anschlag mit der Unterstützung des britischen Geheimdienstes MI5. Schon vier Männer wurden wegen einer Verbindung zur Explosion verhaftet. Die Explosion wurde von den britischen Behörden als ein Terroranschlag anerkannt.

Die Heldentat des Taxifahrers zog auch die Aufmerksamkeit der britischen Regierung auf sich. Die Bürgermeisterin von Liverpool, Joanne Anderson, lobte den Mann, der höchstwahrscheinlich viele Leben gerettet hat:

“Der Taxifahrer hat durch seine Heldentat eine absolut schreckliche Katastrophe im Krankenhaus verhindert.”

Auch Premierminister Johnson zeigte sich über die Handlungen von Perry beeindruckt:

“Es scheint, dass sich der betreffende Taxifahrer mit unglaublicher Geistesgegenwart und Tapferkeit verhalten hat.”

In einer Online-Spendenaktion für die Familie von Perry wurden schon über 20.000 Pfund (etwa 23.600 Euro) gesammelt. Die Organisatorin der Aktion Jenny Phillips sagte gegenüber den Medien, das Ziel bestehe darin, “einfach einer Familie und einem guten Kerl zu helfen, der dies alles nicht verdient hat”.

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