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Es ist genug. Das Kranken- und Pflegepersonal steht auf! In Wels fand heute Nachmittag eine gut besuchte Kundgebung gegen die Impfpflicht in den Gesundheitsberufen statt. Vor dem Welser Klinikum trafen etwa 700 bis 800 Menschen für eine freie Impfentscheidung und gegen die Spaltung der Menschen zusammen. Gemeinsam setzen sie ein Zeichen für Solidarität und freie Impfentscheidung, gegen die Spaltung. 

Von Birgit Pühringer

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  • NEIN zur Impfpflicht in den Gesundheitsberufen
  • Friedliche Kundgebung vor dem Welser Klinikum
  • Etwa 700 bis 800 Menschen
  • Gemeinsam gegen die Spaltung
  • Initiatorin zeigte sich sichtlich zufrieden

Eine Welser Pflegefachassistentin schaffte es hunderte Menschen zu mobilisieren. Das Gesundheitspersonal habe bisher geduldig jede Maßnahme mitgetragen. Sei es das Maskentragen, stundenlanges Arbeiten in Schutzanzügen, sogar die verpflichtenden Tests – einfach alles habe man erduldet. Bei der Impfpflicht sei nun Schluss! Durch Druck und Erpressung würde man versuchen, das Personal in eine nicht vollzugelassene Impfung zu treiben. Sie seien keinesfalls Impfgegner, doch jeder müsse selbst entscheiden können, ob und wann er sich impfen lassen wolle. Niemand dürfe ohne Impfung diskriminiert werden.

Mensch ist Mensch – egal ob geimpft oder ungeimpft

Als Gesundheitsminister Mückstein am Donnerstag die Impfpflicht für das Gesundheitspersonal ankündigte, war für die Pflegefachassistentin Sonja Höfer klar, dass sie handeln müsse. Seit 13 Jahren arbeite sie im Klinikum Wels und kümmere sich korrekt und mit viel Herzblut um ihre Patienten. Nun werden ihr, wie so vielen anderen auch, die Daumenschrauben angesetzt. „Wir müssen auf die Straße und unser Gesicht zeigen, gegen diese Impfpflicht! Wir dürfen uns nicht spalten lassen! Wir haben bei unserer Arbeit noch nie einen Unterschied gemacht. Geimpft oder nicht geimpft – es ist egal.“, stellt Sonja Höfer klar. „Mensch ist Mensch! Und dafür stehe ich ein.“

Kundgebung war ein Erfolg

Sie vernetzte sich noch am Freitag mit anderen Betroffen, erstellte einen Flyer. In den sozialen Medien sei dieser viral gegangen. Aber es gab nicht nur positive Reaktionen – der Arbeitgeber distanzierte sich ausdrücklich von der Kundgebung und der Einstellung der Mitarbeiter. Aber auch einen Tippfehler auf ihrem Flyer habe man als Anlass zur Belustigung genommen. „Warum sich die Menschen mehr Gedanken über einen unabsichtlichen Tippfehler machen, als über die tragische Situation in der wir uns befinden, ist mir unerklärlich.“, so die Pflegeassistentin verwundert. Über den großen Erfolg der Kundgebung zeigte sich Sonja Höfer sichtlich erfreut. „Ich bin wirklich stolz und freue mich, dass so viele Menschen meinem Aufruf gefolgt sind und sich uns angeschlossen haben. Es war ein voller Erfolg!“

Die Räder stehen still, wenn die Regierung es so will

„Ich bin seit 1990 Krankenschwester und bin definitiv gegen eine Impfpflicht. Eher würde ich meinen Beruf aufgeben, bevor ich mich impfen lasse, was leider dazu führt, dass der Pflegekräftemangel noch mehr zunehmen würde.“, so eine Krankenschwester. Durch diesen immensen Druck werde eine massive Verknappung des Personals erreicht. Den Patienten müsse man dann erst einmal erklären, warum es kein Personal mehr gebe. „Es ist nicht die Aufgabe der Ungeimpften die Geimpften zu schützen. Das ist die Aufgabe des Impfstoffs!“, so die Krankenschwester. Das Personal sei ständig getestet, dadurch gehe keine besondere Gefahr von ihnen aus. Auch Dr. Konstantina Rösch und Dr. Roman Schiessler waren nach Wels gekommen, um bei der Kundgebung zu reden. Es sei endlich an der Zeit, endlich nicht mehr mitzumachen, so Dr. Rösch.

Aufstehen gegen die Regierung!

Pflegepersonal, Mitarbeiter von Krankenhäusern, Therapeuten, Mitarbeiter von verschiedenen Heimen, Behinderteneinrichtungen und anderen öffentlichen Betreuungseinrichtungen, sie alle seien keine Impfgegner und sie würden sich mit ihrem Protest auch nicht gegen ihre Arbeitgeber richten. Ihre Arbeitgeber hätten mit ihrer Entscheidung nichts zu tun. Sie stehen gemeinsam auf gegen die Regierung und gegen die Zwangsbehandlung mit einer Impfung, die in kürzester Zeit entwickelt wurde und deren Folgen man nicht kenne. Sie sagen „Nein zu einer Impfpflicht in den Gesundheitsberufen!“

Frust und Enttäuschung

In den Gesprächen zeigte sich einmal der Frust und die Enttäuschung über die Regierung und den Zwang, aber auch die Hoffnung für einander einzustehen. „Als Mitarbeiter vom Roten Kreuz – ca. zwei Jahre bin ich da jetzt aktiv – geht es mich an, was die Scheiß-Regierung aufführt. Zwangsimpfen werde ich mich sicher nicht lassen.“, so ein Rot-Kreuz-Mitarbeiter im Gespräch. Eine junge Krankenschwester meinte: „Ich bin jetzt 25 Jahre alt und möchte als angehende Krankenschwester gerne meinen Beruf ausüben, dafür aber nicht impfen müssen. Ich will mich nicht zwingen lassen. Es muss jedem freistehen, ob er sich impfen lässt oder nicht.“ Auch aus anderen Bundesländern waren Menschen zur Kundgebung gekommen: „Wir sind aus Salzburg gekommen zu zweit und möchten den Menschen, die hier sind, Kraft geben und Danke sagen, dass sie den Mut finden aufzuzeigen, dass das, was hier abgeht, nicht in Ordnung ist.“

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