COP26, die Zusammenkunft, zu der Klimaretter aus aller Welt unter Einsatz von Unmengen von CO2-Emissionen angereist sind, ist zuende. Den Göttern sei Dank. Wir haben das Treffen dieses extraordinären Kults weitgehend ignoriert, nur ab und an die unglaubliche Heuchelei, die in Glasgow auf ungeahnte Höhen gehoben wurde, gewürdigt, wie zum Beispiel in diesem Post. Nun ist COP26 endlich zuende und an die Stelle der Kongregation ist das Gezeter der Gläubigen getreten. Bevor wir uns mit dem Kult befassen, der die Welt vor einer modellierten Erwärmung retten will, die sich bislang in keiner Weise einstellen will, wie in den Modellen vorhergesagt, bevor wir diesen Kultisten Aufmerksamkeit schenken, die es schaffen, eine Phantasie in Zahl – 1,5 Grad Celsius – zu einem Fetisch aufzutürmen, um den sie dann herumtanzen können, hier der Stand der Erwärmung der Erdatmosphäre, wie sie Roy Spencer monatlich auf Grundlage der Daten, die an der University of Alabama, Huntsville, kontinuierlich in der Troposphäre gesammelt werden, veröffentlicht. Im Vergleich zum Zeitraum 1991-2020 ist es derzeit ganze 0,37 Grad Celsius wärmer, kaum das, was man eine Klima-Katastrophe nennen kann.

Derartige Daten aus der Realität interessieren die Kultisten, die in Glasgow sind/waren, natürlich nicht. Sie haben sich jahrelang in abgeschlossenen Gruppen gegenseitig in ihrem Glauben an den nahenden Erduntergang bestärkt und sind mittlerweile das geworden, was man in der Sozialpsychologie mit dem Wort “Fundamentalismus” umschreibt. Gläubige, die so überzeugt von der Wahrheit ihrer Religion sind, dass sie keinerlei falsifizierende Beobachtung mehr zulassen und ihr ganzes Wohl und Wehe drauf richten, die Maßnahmen zu ergreifen, die sie als unabdingbar dafür erachten, um ihren Glauben als Erd-Religion durchzusetzen. Damit Sie einen Eindruck davon gewinnen, mit welchen Leuten man es in Glasgow zu tun hatte, hier ein kurzer Clip, den SKY gesendet hat. Er zeigt Alok Sharma. Der Mann ist Abgeordneter für Reading West. Er sitzt im House of Commons auf der Seite der Regierung, ist also Abgeordneter der Tories. Er ist Minister of the State of the Cabinet Office und wurde zum Präsidenten der UN-Klimakonferenz bestimmt, ernannt, gewählt, ist eigentlich egal, wie er wurde, was er ist, denn die gesamte Konferenz hat keinerlei demokratische Legitimation.

Alok Sharma kann die Tränen kaum unterdrücken, als er genötigt ist, einen Text einer Abschlusserklärung zu verkünden, der nicht das ausdrückt, was die Klima-Extremisten durchsetzen wollten:

Was ist geschehen?

Es geht darum, dass das Ende für Subventionen beschlossen werden sollte, Subventionen für die Förderung und Verarbeitung von Kohle, ein Schritt, der in vielen Ländern eine erhebliche Verteuerung von Strom zur Folge hätte, darunter China und Indien, die ihre Wirtschaft in weiten Teilen auf Energie aus Kohle gebaut haben, so wie das im Westen im Laufe der industriellen Revolution der Fall war, die ohne billige Energie aus Kohle überhaupt nicht denkbar ist. Wir haben schon einmal darauf hingewiesen, dass westlicher Wohlstand auf billiger Energie basiert und zwangsläufig mit teurer Energie verschwinden muss. Man kann es offenkundig nicht oft genug tun.

Wie dem auch sei, im ursprünglichen Übereinkommen über das Ende der Kohlesubventionen stand die Formulierung “accelerate the phasing-out of coal and subsidies for fossil fuels”, beschleunigtes Auslaufenlassen der Subventionen für Kohle und fossile Brennstoffe. Aus phasing-out wurde nach Intervention von China und Indien “phasing down”, also kein Auslaufenlassen, sondern eine Reduzierung. [Der Abschlusstext ist übrigens nicht rechtsverbindlich. Er stellt keinen internationalen Vertrag dar.]

Und die Klimaextremisten heulen.

Wie erbärmlich, so hat Marcel Heberlein seinen Kommentar zu COP26 überschrieben, den die ARD-Tagesschau vertretbar findet. In diesem Kommentar echauffiert sich Heberlein darüber, dass das, was am Ende von COP26 steht “nicht reicht”, dass die “größten Verschmutzer” einfach so weitermachen könnten wie bisher, dass “der Satz zur Kohle im Abschlusstext: so larifari weichgespült, dass selbst die Kohleländer Australien und Indien zustimmen konnten”, wurde. Dass die Gründung eines Arbeitskreises zwischen den USA und China “lächerlich” sei. Wir sind doomed. Heberlein weiß das. Die Erde geht unter.

Leute wie Heberlein sind das, was wir in der Überschrift zusammengestellt haben, satte, egoistische Wohlstandsprofiteure, die keinerlei Problem damit haben, Millionen, wenn nicht Milliarden von Menschen zu einem Leben in Armut und Elend zu verurteilen, damit eine Phantasie, die sie so lieb gewonnen haben, ausgelebt werden kann. Damit Heberlein sich als Klimaretter gut fühlen kann, muss eben Adesh Sharma in New Delhi in Armut leben, denn das bedeutet es, wenn die Energiepreise in Indien erhöht werden: Armut.

Indien hat eine Bevölkerung von 1,4 Milliarden Menschen.
35,4% der Inder leben in einem urbanen Ballungsgebiet.
Allein in und um New Delhi leben 31,2 Millionen Inder.

Die Lebenserwartung in Indien liegt deutlich unter der Lebenserwartung in Deutschland: 70 Jahre werden Inder im Durchschnitt alt.
33,4% der unter Fünfjährigen sind unterernährt.
22,3% der 15 bis 24jährigen sind arbeitslos.
21,9% der Inder leben unterhalb der Armutsgrenze

Damit der Lebensstandard dieser Inder erhöht werden kann, werden Arbeitsplätze benötigt.
Die meisten Arbeitsplätze gibt es in Indien in der Landwirtschaft. Ein Zeichen für eine Gesellschaft, die noch vor-industriell ist. Daran ändert auch die Tatsache nicht, dass der Servicesektor nach der Landwirtschaft die meisten Arbeitsplätze bietet. Indien ist ein Subkontinent und Servicejobs meist nur in Städten zu finden. Damit die Landbevölkerung aus der Armut geholt werden kann, sind Arbeitsplätze in der Industrie notwendig. Arbeitsplätze in der Industrie gibt es in Indien vornehmlich im Bereich Textil, Chemie, Stahl, Beförderungstechnik, Maschinenbau, Herstellung von Medikamente usw.. Das sind alles energieintensive Industrien. Das industrielle Wachstum beträgt derzeit 5,5%. Es basiert auf billiger Energie, die in Indien derzeit im Überschuss erzeugt wird, 71% der indischen Energie stammt aus Kohle und anderen fossilen Trägern. Eine Verteuerung von Energie, die zwangsläufig wäre, wenn Indien aus der Kohleverstromung aussteigt, wie das in Glasgow angedacht wurde, erhöht zwangsläufig die Energiekosten und damit die Armut, und das gleich doppelt: Höhere Strompreise treffen Arme unverhältnismäßig hart und höhere Strompreise sorgen für ein verlangsamtes Wachstum im industriellen Sektor, was geringere Beschäftigungschancen für viele Inder, die der Armut entkommen wollen, bedeutet.

Es wäre an der Zeit, dass Wissenschaftler die Kosten der Energiewende, die Kosten berechnen, die Klimaextremisten dadurch produzieren, dass sie ihren satten Egoismus ausleben: Derzeit leben die Klima-Fundamentalisten davon, Horrorszenarien an die Wand zu malen und zu orakeln, dass ganz viele Menschen als Folge von Klimawandel leiden oder sterben werden. Wie viele Menschen leiden aktuell darunter, dass Energiepreise steigen und steigen und steigen? Wie viele leben bereits in Energiearmut? Wie viele Menschen sterben als Folge von Energiearmut, wie viele aufgrund von Konsequenzen, die Solar- und Windparkmonokulturen für ihre Umwelt haben? Wie bei COVID-19 so zeichnet sich die Diskussion um den Klimawandel auch durch einen starren fixierten Blick, wie er Fundamentalisten auszeichnet aus, einen Blick, der einzig (oftmals phantasierte) negative Folgen von Klimawandel, aber keinerlei der konkreten negativen Folgen der Maßnahmen gegen Klimawandel berücksichtigt.

Die Klimwandelsekte ist einer dieser Kulte, die nach einem Heil in der Zukunft streben, das ihnen vom Klima-Gott versprochen wurde. Für dieses Heil lassen sie aktuell ganz konkrete Menschen über die Klinge springen, denn Fundamentalisten zeichnen sich durch eine Unfähigkeit und Unwilligkeit aus, die negativen Folgen ihrer Handlungen auch nur als Möglichkeit einzuräumen.



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