Der SPD-Politiker Karl Lauterbach rechnet damit, dass angesichts der derzeitigen Inzidenzen in den ersten beiden Dezemberwochen bundesweit die Kapazitätsgrenzen der Kliniken überschritten werden. Deshalb seien nun drastische Maßnahmen für Ungeimpfte notwendig.

Der SPD-Politiker Karl Lauterbach rechnet Anfang Dezember mit einer flächendeckenden Überlastung der Kliniken. Gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe erklärte der in den Medien oft als Gesundheitsexperte bezeichnete Abgeordnete:

“Bei den Fallzahlen, die wir jetzt haben, werden die Kliniken in den ersten beiden Dezemberwochen bundesweit die Kapazitätsgrenze überschreiten.”

Lauterbach will "drastisch" und "mit harten Kontrollen" 2G einführen

Nach seiner Einschätzung sei dies bereits jetzt kaum mehr abzuwenden. Damit die Maximalbelastung nicht zum flächendeckenden Kollaps führe, seien jetzt drastische Maßnahmen notwendig, so Lauterbach. Der SPD-Politiker forderte, dass Ungeimpfte “nur noch Zugang zu ihrem Arbeitsplatz, zu Lebensmittelgeschäften, Drogerien und Apotheken” haben sollten. Lauterbach zufolge sei dies die einzige Möglichkeit, wieder die “Kontrolle über die Infektionslage zu bekommen”.

Gegenüber dem Boulevardblatt Bild erklärte der SPD-Politiker zudem, dass auch Weihnachtsmärkte in der jetzigen Situation “weder planbar noch durchführbar wären.” Da müsse man ehrlich sein. Er erklärte außerdem, dass “eine sehr strenge 2G-plus-Regelung bei Veranstaltungen und 2G überall” wirkungsvoller sei als Kontaktbeschränkungen. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist zuletzt stark gestiegen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts lag sie am Montag bei 303,0. Auf dem Höhepunkt der zweiten Coronawelle im Herbst 2020 hatte der Höchstwert der Sieben-Tage-Inzidenz 197,6 betragen.

Mehr zum Thema – Ungeimpfte nur noch getestet in Bus und Bahn: Ampel-Koalition will Verschärfung der Corona-Maßnahmen





Quelle: