Pixabay; Pracher-Hilander

Bewusst spalten Regierung und Mainstream-Medien die Menschen in Geimpfte und Ungeimpfte. Letztere sollen durch immer härter werdende Entrechtung bestraft und sozial ausgegrenzt werden. Das schlägt sich freilich stark auf das Wohlbefinden der Menschen nieder. Wochenblick fragte Psychologin Katy Pracher-Hilander, wie wir diese Situation bewältigen sollen. Sie macht Mut: „Wer zuletzt lacht, lacht am besten!“

Von Bernadette Conrads

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  • 2G-Terror und Lockdowns rauben gerade im Herbst unsere Kräfte
  • Wir dürfen nicht aufgeben
  • Psychologin Katy Pracher-Hilander gibt Tipps zur Bewältigung
  • Wir brauchen alle eine Vertrauensperson, nicht 1.000 Bekannte
  • Probleme nicht runterschlucken: Es ist wichtig, über unsere Sorgen zu sprechen
  • Orientierung am Positiven
  • Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um Pläne zu verwirklichen, für die wir sonst keine Zeit hatten
  • Spaziergänge in der Natur sind wichtig
  • Wie die Skandinavier: Kerzenlicht und Tee sorgen für wohlige Atmosphäre
  • Es gibt immer einen Weg: Weihnachtsfest nicht von der Regierung verderben lassen

Eine Vielzahl von Lesern schreibt uns dieser Tage in Verzweiflung. Der Druck am Arbeitsplatz wird immer größer, der Impf-Zwang schwebt wie ein Damoklesschwert über uns. Mehrmals wöchentlich müssen sich Berufstätige testen lassen, in ihrer Freizeit sind sie durch die 2G-Diktatur eingeschränkt. Gleichzeitig verärgern und verängstigen die Drohgebärden der Regierung und allen voran des Bundeskanzlers, Alexander Schallenberg, die Österreicher. „Weihnachten wird ungemütlich“, polterte dieser und beschimpfte die Nicht-Impfwilligen als „Zögerer und Zauderer“. Psychologin Katy Pracher-Hilander liefert wertvolle Experten-Tipps in der Bewältigung der Krise.

Wochenblick: Frau Pracher-Hilander, wie sollen die Menschen nun mit dieser immer schwieriger werdenden Situation umgehen? 

Katy Pracher-Hilander: Es ist nicht einfach, die meisten befinden sich jetzt psychisch in einem Tunnel. Für sehr viele scheint es aussichtslos. Doch das stimmt nicht. Wir müssen da jetzt durch. Was uns weiterhelfen kann, ist, dass wir nicht alleine sind. Wir sind ganz viele, aber sehen das oft nicht, weil alles so trüb ist, rund um uns. Wir sind in diesem Dunkel nicht alleine! Wir müssen einander die Hand reichen und einander wieder spüren. Das müssen wir weiter so handhaben und durchhalten!

Doch die Regierung droht uns immer mehr. Bundeskanzler Alexander Schallenberg sagt, Weihnachten würde ungemütlich werden. Wie sollen wir uns da noch auf etwas freuen?

Diese Drohgebärden der Regierung müssen wir aussitzen. Das kommt nicht überraschend, wir konnten uns auch lange darauf einstellen. Es war klar, dass es der Spätherbst wird, das sagte ich bereits in meinem Interview im Sommer mit Wochenblick-Chefredakteurin Elsa Mittmannsgruber. Wir dürfen uns jetzt bloß nicht einschüchtern lassen. Es ist wichtig, sich geistig auf das folgende einzustellen. Man muss für sich das Positive herausholen.

„Jeder hat irgendetwas, das er schon immer machen wollte, jetzt ist der perfekte Zeitpunkt dafür!“

-Katy Pracher-Hilander, Psychologin

Welches Hobby wollten Sie schon immer angehen?

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Doch was kann das Positive sein, wenn man sich „psychisch in einem Tunnel“ befindet?

Man kann sich jetzt auf wesentliche Dinge im Leben konzentrieren, Dinge bewältigen, die man schon immer erledigen wollte. Man soll sich bewusst dem Schönen widmen. Und das Schöne ist sehr individuell und jeder kann etwas für sich finden. Ich habe mir zum Beispiel Bücher zum Stricken und Häkeln bestellt. Ich wollte schon immer, sicher schon seit einem ganzen Jahrzehnt, mir eine Patchwork-Decke stricken. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt dafür! Es ist keine große Herausforderung und jetzt mache ich das einfach!

 So werde ich mir den einen oder anderen Herbst- oder Winterabend füllen mit diesem Hobby und mit einem heißen Tee. Es ist wichtig, das Beste aus der Situation zu machen. Das kann man für sich im Stillen machen, es ist nicht von einem hohen Budget abhängig. Jeder hat irgendetwas, das er schon immer machen wollte, jetzt ist der perfekte Zeitpunkt dafür!

Warum fällt das manchen bei den kühlen Temperaturen so besonders schwer?

Es gibt viele Menschen, die haben ein Problem mit dem Herbstwetter, mit dem nebeligen, nieseligen. Man sollte es sich gut gehen lassen, zum Beispiel mit Kerzen und Tee. Als halbe Skandinavierin tu ich mir da persönlich leichter. Ich mag diese Herbststimmung. Vielleicht kann man sich da etwas von den Finnen abschauen. Schauen, wie gehen nordische Menschen mit der Einsamkeit und Dunkelheit um. Sie sind darin wahre Meister und das seit jeher! Man kann sich da etwas herausnehmen und das Positive sehen.

 Auf keinen Fall sollte man sich die Weihnachtszeit vermiesen lassen. Ob nun im großen oder kleinen Kreis. Man kann immer einen Weg finden, wie man das Fest zelebrieren kann. Es ist Zeit für etwas neues, man muss sich neu entdecken, neu entwickeln und manchmal auch den inneren Schweinehund überwinden. Wir sind viele und das ist ein gutes Zeichen. Dass die Regierung so um sich schlägt, zeigt, dass sie das sehr wohl weiß!

„Man kann immer einen Weg finden, wie man das Fest zelebrieren kann.“

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Aber es gibt so vieles, das wir Ungeimpften nun nicht mehr tun dürfen…

Wir können uns eine sinnvolle Beschäftigung suchen. Rituale sind ganz wichtig! Tee trinken, Spazierengehen, viel in der Natur sein, in der frischen Luft
. Das kostet nichts, kann uns niemand verbieten und es tut gut! Vielleicht ist gerade jetzt die Zeit, sich für solche Dinge die Zeit zu nehmen. Man kann 1.000 Dinge tun, man könnte sich in der Stadt zum Beispiel Innenhöfe ansehen, die man noch nicht kennt, sich seiner Umgebung stärker widmen. Die Lockdown-Zeit ist eine Zeit, in der man verstärkt Dinge tun kann, für die man sonst keine Zeit hat.
 Es ist eine schwierige Zeit, doch gerade in so einer Zeit ist es wichtig, sich geistige Oasen zu schaffen. Und das kann jeder. Manchen geht das leichter von der Hand, andere Charaktere tun sich mit neuen Situationen schwerer. Es gibt nicht ein Rezept für alle, aber was wir sagen können ist, dass es jedem möglich ist, das Beste daraus zu machen.

Das macht Mut! Aber viele fühlen sich jetzt auch einsam. Sie können nicht mehr ins Theater, nicht mehr ins Wirtshaus. Brauchen wir nicht auch andere Menschen, um glücklich zu sein?

Eine Ansprechperson ist wichtig, an die man sich halten kann. Doch man muss wissen: Wir brauchen nicht 1.000 Freunde, es reicht aus, eine Ansprechperson zu haben. Das kann auch ein Pfarrer sein oder wer auch immer, wichtig ist es diese eine Vertrauensperson zu haben. Damit hat man sehr viel gewonnen. Man sollte nicht den Kummer hinunterschlucken und alles mit sich selbst ausmachen. Ab einem gewissen Punkt brauchen wir den Austausch mit anderen. Es ist auch legitim sich gegenseitig zu bemitleiden! Doch man sollte immer mit dem Positiven abschließen: Ich bin für dich da, du bist für mich da. Trainieren Sie, mit positiven Gedanken einzuschlafen!

Welche Tipps haben Sie als Expertin, für die positiven Gedanken zum einschlafen? Viele erzählen mir, dass ihnen Spiralen aus Negativ-Gedanken angesichts der politischen Situation den Schlaf rauben.

Jeder kann das für sich handhaben. Mir hilft zum Beispiel das Lesen. Vor allem das Lesen angenehmer Inhalte. Ich lese zum Beispiel auch gerne Kinderbücher. Ich mag die phantasievollen Bilder. Sie wecken auch positive Erinnerungen an schöne Zeiten. Eine Stimmung, die positive Assoziationen weckt. Jeder kann für sich herausfinden, was es für ihn ist, das solche positiven Stimmungen weckt. Mein Vater, der Arzt war, nahm sich nach seiner harten Arbeit in der Klinik auch oft Micky Mouse Hefte zur Hand. Sie munterten ihn auf und halfen ihm dabei, Abstand vom stressigen Arbeitsalltag zu nehmen.

Auch das Lesen angenehmer Inhalte kann uns helfen, erklärt die Expertin.

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Also keinen aufrüttelnden Nachrichten-Konsum vor dem Schlafengehen?

Medienabstinenz kann auch sinnvoll sein. Es sind oft die Kleinigkeiten, die nichts kosten, die uns helfen. Wichtig ist auch eine Pause von den Mainstream-Medien. Man sollte sich das einfach nicht antun. Es kommt eh immer das selbe. Es kann gut tun, vielleicht Mal zwei Tage komplett auf Medien zu verzichten, damit sich der Geist ausruhen kann.

Und was hält uns unter Tags, im Alltag, aufrecht?

Geistig ein Ziel setzen: ‚Ich muss jetzt diese schwierige Zeit durchtauchen“. Darauf sollten wir uns fokussieren. Es gibt auch hilfreiche Tricks, die unsere Stimmung erhellen können. Man kann sich selbst auch eine gute Laune herbeilächeln, das ist empirisch erwiesen! Eine gesunde Körperhaltung, aufrecht gehen, das wirkt sich auf Psyche und Wohlbefinden aus. Aber wie gesagt, das bewusste Lächeln ebenso. Es ist nicht nur etwas körperliches sondern auch etwas geistiges. Andere anlächeln. Freundlich lächeln. Positive Akzente setzen, auch in einem schwierigen Kontext wie zum Beispiel in der Arbeit.

Und wenn ich in der Arbeit angefeindet werde, weil ich nicht geimpft bin?

Wir sollten uns bewusst machen, dass wir andere Leute auch getrost mit ihren Problemen, die sie auf uns projizieren, allein lassen können. Man sollte sich dessen bewusst sein, dass man diesen Ball nicht annehmen braucht. So spart man sich auch das zurückspielen. Wenn jemand ein Problem hat, soll er es für sich lösen. Er soll anderen seine Probleme nicht aufbürden. Vergessen Sie nicht, am Ende gibt es die Belohung! Denn noch immer gilt das Sprichwort: Wer zuletzt lacht, lacht am besten!

„Viel in der Natur sein… Das kostet nichts, kann uns niemand verbieten und es tut gut!“

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