Der frühere Berater von Donald Trump, der Host des „War Room“, Steve Bannon, wurde am gestrigen Freitagnachmittag angeklagt und der Haftbefehl soll bereits unterschrieben worden sein.

 

Er hätte den Kongress missachtet, wie es heißt. Nach dem 6. Januar 2021 wurde ein Ausschuss gegründet, der die Vorkommnisse des 6. Januar untersuchen soll. In diesem Ausschuss sitzen vor allen Dingen Demokraten.

Das Justizministerium hat seit 1983, also seit 38 Jahren, niemanden mehr wegen einer Missachtung des Kongresses angeklagt. Für Republikaner gelten hier also wieder einmal Sonderregeln, in einem Rechtssystem, das schon lange nach der Parteizugehörigkeit fragt. ↓

The Hill: Gibt es zwei Arten von Rechtssystemen? Eines für die Clintons, eines für alle anderen?

Der Ausschuss hatte erklärt, er habe Grund zu der Annahme, dass der 67-jährige Journalist über „Informationen verfügt, die für das Verständnis wichtiger Aktivitäten, die zu den Ereignissen im Kapitol geführt haben, relevant sind“.

Für jeden der beiden Anklagepunkt kann es zwischen 30 Tagen und einem Jahr Gefängnis geben, sowie eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 Dollar.

Justizminister Merrick Garland meinte dazu, die Anklage spiegele die „unerschütterliche Verpflichtung“ des Justizministeriums wider, die Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit zu gewährleisten.

Der Ausschuss vermutet, dass Bannon über Informationen verfügt, die eine Verbindung des Weißen Hauses zu Trump-Anhängern, „die das Kapitol stürmten“, aufzeigen würden. Entsprechende Dokumente sollte er vorlegen, erschien aber nicht zum fraglichen Termin.

War das alles nicht völlig anders?

In einem Video-Clip in diesem Beitrag geben zwei „Stürmer des Kapitols“ zu, dass sie bezahlt wurden. Ihr Motiv war Geld. Wer hat sie bezahlt? ↓

Videobeweis – Trump Supporter versuchten, den „Sturm aufs Kapitol“ zu verhindern

Und warum machten die Capitol-Polizisten den brav draußen stehenden Demonstranten eigentlich die Tore und luden sie mit entsprechenden Handbewegungen ein, das Kapitolgelände zu betreten? ↓

Übrigens gab es nach der „Erstürmung“ einige Selbstmorde unter den Kapitol-Polizisten. Wussten sie mehr?

Eigentlich sollte es nur eine Demonstration sein, um den damaligen Vizepräsidenten Mike Pence daran zu erinnern, dass er die Möglichkeit hat, die Wahlmänner abzuweisen und die Wahl 2020, zu der es weit über 1.000 eidesstattliche Versicherungen aus diversen Staaten gab, die Wahlbetrug vermuten ließen, noch einmal zu untersuchen. Nach dem unbefugten Betreten des Kapitols tat er das nicht und etliche Republikaner, die die Wahl Bidens eigentlich ablehnen wollten, bestätigten ihn nun. Auf diese Weise wurde Biden durch den Kongress gewählt, obwohl es vorher große Zweifel gab.

Aber dieser „Aufstand“, wie die Demokraten es immer noch nennen, war selbst den Republikanern zu viel, die, als gebetsmühlenartig wiederholt wurde, dass Trump das angestiftet habe, sofort auf den gleichen Zug sprangen. Einen solchen Präsidenten, der so etwas tut, um doch noch zu gewinnen, wollte man nicht. Dann lieber doch Biden.

Schon sehr früh viel allerdings der Ausdruck False Flag.

War es etwa doch nicht Trump? Zumindest Republikaner schauten genau hin, als die ersten privaten Videos des „Aufstands“ gezeigt wurden und man sehen konnte, dass Trump-Anhänger sogar versuchten, die Capitol-Polizei davon zu überzeugen, endlich einzuschreiten, da die Antifa die Fensterscheiben zum Kapitol einschlagen würden. Nicht Trumps Leute.

Die Polizisten blieben stumm stehen und rührten sich nicht.

Pence fällt Trump in den Rücken – aufgebrachte Menge stürmt Kapitol

Unter den Zweiflern war nun auch wieder Senator Lindsey Graham.

Der hatte, nachdem er zuvor die Seiten gewechselt hatte und Biden bestätigte, kurze Zeit später bereits Zweifel am Ablauf dieses Tages und wollte wissen, ob dahinter nicht sogar die Sprecherin des Hauses, Nancy Pelosi stecken könnte. Denn inzwischen hatte man zwei kleine Bomben gefunden, die am Abend zuvor angebracht worden waren, wie entsprechendes Videomaterial beweisen konnte.

Es war also eine sorgfältig geplante Tat und es war nicht Trumps Rede, die dazu führte.

Jedenfalls schrieben einige Republikaner im Kongress ihr daraufhin einen Brief, in dem sie ihr dazu Fragen stellten. Die Antworten wurden nicht mehr publiziert. Es ist auch nicht bekannt, ob Frau Pelosi darauf überhaupt reagiert hat. Sie soll damals mit dem Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell unter einer Decke gesteckt haben. Aber das wurde nie bewiesen. ↓

Wusste Pelosi bereits vorher vom „Sturm aufs Kapitol“? Republikaner stellen ihr Fragen | deutsche Übersetzung

Steve Bannon wird offenbar für seine journalistische Arbeit angeklagt

Steve Bannon jedenfalls, der inzwischen wieder als investigativer Journalist arbeitet und eine Sendung unterhält, in die er genau jene Leute einlädt, die das Washingtoner Kartenhaus zum Einsturz bringen können, hat lediglich das getan, was ein Journalist tut, der noch selbst recherchiert, und seine Ergebnisse der amerikanischen Öffentlichkeit mitgeteilt. So schrieb der republikanische Repräsentant, Matt Gaetz folgerichtig:

„Steve Bannon hat nichts falsch gemacht.“

Matt Gaetz – Steve Bannon hat nichts falsch gemacht

Möglicherweise spielen die Demokraten hier das alte Spiel und wollen Trump unter allen Umständen etwas anhängen.

Nur mit einer Anklage und einer Verurteilung können sie verhindern, dass Trump noch einmal Präsident werden kann. Wobei die Sache noch etwas komplizierter wird, sollte sich herausstellen, dass er tatsächlich die Wahl gewonnen hat. Es sieht nämlich gut aus für ihn. Würde er dann nicht noch Immunität besitzen?

Vielleicht hoffen sie, dass Bannon im Gefängnis weich werden würde, denn die Gefangenen des 6. Januar sollen unter nicht menschenwürdigen Umständen untergebracht worden sein. Einer der Häftlinge ist bereits gestorben.

Die Unterbringung der Gefangenen des 6. Januar soll menschenunwürdig sein.

Die republikanische Repräsentantin Marjorie Taylor Greene hatte die Gelegenheit, die Gefangenen des 6. Januar im Gefängnis zu besuchen.

Sie musste darum kämpfen, diesen Trakt des Gefängnisses zu sehen. Nachdem die Genehmigung erteilt wurde, wurde sie zu dem Teil des Gefängnisses geführt, wo diese politischen Gefangenen untergebracht waren. Sie schrieb:

Marjorie Taylor Greene 🇺🇸 Twitter

„Ich wurde von Männern mit überwältigendem Jubel begrüßt, die mir mit Tränen in den Augen entgegenliefen. Sie haben sich vergessen und hoffnungslos gefühlt.“

Marjorie Taylor Greene 🇺🇸 on Twitter

„Es war, als würde man ein Kriegsgefangenenlager betreten und Männer sehen, deren Augen nicht glauben können, dass es jemand zu ihnen geschafft hat. Sie leiden sehr. Es gibt praktisch keine medizinische Versorgung, die Qualität des Essens ist sehr schlecht, und sie werden einer Umerziehung unterzogen, die die meisten von ihnen ablehnen.“

Wenn wir dachten, dass das Wort „Umerziehung“ nur in chinesischen Gefangenenlagern fallen würde, dann haben wir uns also getäuscht.

Es hat bereits Einzug gehalten in die ehemals freiheitlich-westliche Kultur eines Landes, das für sich in Anspruch nimmt, das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ zu sein. Und nun ist es offenbar möglich, dass dort die Meinungsfreiheit, die einst ein höchstes Gut war, und auch die uns angeborenen Menschenrechte mit Füßen getreten werden.

Wenn der freie Wille eines Menschen gewaltsam gebrochen wird, dann sind wir am Ende eines freiheitlichen Lebens.

In schwierigen Umständen wird der Mensch getestet. Wenn man ihn bedroht oder sogar foltert, wie wird er reagieren. Die meisten werden dem nicht standhalten, nachgeben und Probleme haben, wenn sie einen Spiegel sehen. Es sei denn, sie verdrängen irgendwann das Ganze.

Aber es wird auch Menschen geben, die über sich hinauswachsen und etwas tun, was niemand von ihnen erwartet hätte: Sie bleiben standhaft, unter allen Umständen, auch dann, wenn es ihr eigenes Leben gefährdet. Das sind die wenigsten.

Wir wissen es erst, wenn es so weit ist.

Wenn die Situation da ist und wir uns entscheiden müssen. Manchmal müssen wir in einem Sekundenbruchteil handeln, und dann zeigt sich, ob wir mutig genug sind, unser eigenes Leben für ein anderes, vielleicht sogar fremdes Leben, in Gefahr zu bringen.

Viele Menschen haben es getan, noch mehr Menschen tun es nicht und schauen weg.

Steve Bannon, der, obwohl er von Trump gefeuert wurde, immer wieder betonte und es durch seine journalistische Arbeit auch bewies, dass er ihn weiterhin unterstützt, wurde von Trump trotz aller Differenzen nach einer Anklage begnadigt.

Es heißt, er will sich am Montag selbst stellen.

Das erfordert Mut, denn er könnte aufgrund des Haftbefehls sofort verhaftet werden. Die Demokraten und auch einige RINOs (Republikaner nur dem Namen nach) werden wahrscheinlich versuchen, ihn unter Druck zu setzen.

Bannon ist für sie eine Gefahr, denn er berichtet über die Wahl 2020 und er lädt die Menschen ein, die darüber sprechen, dass hier betrogen worden sei. Die allgemeine Methode ist, einen Menschen fertigzumachen. Man hat es bei Trump gesehen, der ständig beschuldigt wurde, irgendetwas getan zu haben, noch neben dem ganzen Russen-Hoax, der von Sonderermittler John Durham gerade als Nonsens enttarnt wurde.

Bannon ist auch ein erbitterter Gegner der Kommunistischen Partei Chinas. Er half, zusammen mit einem Chinesen im Exil, die soziale Plattform GETTR mitaufzubauen.

Steve Bannon mit Vater und Tochter Maureen: Drei Generationen kämpfende Bannons

Bild: Bannons einziges Verbrechen ist der Kampf gegen die Kommunistische Partei Chinas.

Wie immer das ausgeht: Sie haben bereits mehrfach versucht, Trump anzuklagen, aber der scheint geradezu unverwundbar zu sein, denn ihr Traum, ihm auch noch im Nachhinein die Möglichkeit zu nehmen, wieder ins Oval Office zurückzukehren, wird wahrscheinlich wieder nicht wahr werden.

Viele Menschen sagen heute, dass wir uns vor allem in einem spirituellen Krieg befinden, der mit anderen Waffen ausgetragen wird als jedes materielle Gefecht.

Wenn das so ist, dann können doch eigentlich nur „die Guten“ gewinnen.

Es wird Zeit, dass die Menschen sich vom Joch ihrer Unterdrücker befreien und in die Selbstverantwortung kommen. Das Volk ist der Souverän. Niemand sonst! Es brodelt derzeit überall, weil die Menschen genau das erkennen.

Hier ein Beispiel: Übrigens wurde auch dieser Journalist bereits angeklagt.

Wer die freie Meinungsäußerung eines Journalisten angreift, der ist nicht weit davon entfernt, allen Menschen einen Maulkorb aufzuerlegen. Das Symbol dazu könnte beispielsweise eine Binde sein, mit der man den Mund bedeckt, um damit seinen Gehorsam gegenüber der Obrigkeit zu beweisen. So kann man dann gut die gefährlichen Selbst-Denker erkennen, die sich weigern und „oben herum nackt“ herumlaufen. Selbst zu denken wäre in einer solchen Zukunft verpönt, denn schließlich tun das dann ein paar wenige für alle anderen.

Lassen wir es nicht so weit kommen. Es ist bereits weit genug.

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Ben Garrison – Lasst den Bannon frei

Ron Watkins (CodeMonkeyZ):

Steve Bannon ist einer der besten Strategen auf diesem Planeten, und er wird auf keinen Fall kampflos untergehen.
Bitte schicken Sie ihm Gebete zur Unterstützung, wenn er sich gegen die Machthaber wehrt und den Kampf aufnimmt.

Die vollständige Anklageschrift findet sich hier.

 

 

 





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