Bilder (2): Mark Sengstbratl

Für die Frauen, die in der Zeit des Nationalsozialismus Widerstand geleistet haben, bekommt Linz nun ein Denkmal. Es steht auf dem Linzer OK-Platz und wird jeden Samstag um 5 vor 12 laut schreien. Unter der Woche soll die Installation flüstern.

Insgesamt rund 35 Denkmäler, Mahnmale und Gedenktafeln, die als „antifaschistisch“ ausgezeichnet sind, sind im Linzer Stadtgebiet bereits vorhanden. Darunter die Gedenktafel der KPÖ an der Melicharstraße 8, die Gedenktafel für Arbeiter der Linzer Tabakwerke im Widerstand gegen den Nationalsozialismus oder das Denkmal für die Opfer der Widerstandsgruppe Eisenbahn.

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Damit könnte man eigentlich meinen, es seien alle Bereiche abgedeckt, aber weit gefehlt. Nun kommt ein neues Denkmal hinzu. Das Land Oberösterreich initiierte den von der OÖ Landes-Kultur GmbH in Kooperation mit der Kunstuniversität Linz organisierten Wettbewerb „Frau im Widerstand“.

Denkmal für Frauen im Widerstand bald in Linz

Bereits Anfang Oktober wurde der Sieger gekürt. Es gewann das Projekt „5 vor 12. Unerhörter Widerstand“ von Sabrina Kern und Mariel Rodriguez. Beide arbeiten als Universitätsassistentinnen an der Kunstuniversität in Linz. Das Siegerprojekt soll ab 2022 auf dem OK-Platz in Linz zu bewundern sein, bevor es in das OÖ Kulturquartier übersiedelt wird. Bei dem Mahnmal handelt sich um ein „auditives Erinnerungsdenkmal“, das durch skulpturale Schallwellen sichtbar gemacht wird.

Aus dem Inneren tönen sowohl der Aufschrei als auch geflüsterte Erinnerungen an Frauen im Widerstand gegen das NS-Regime in Oberösterreich. Als Sprecherinnen wurden heute politisch aktive Frauen gewonnen, sodass auch ein Gegenwartsbezug gegeben sei. Insgesamt stand für das neue Mahnmal ein Budget von 85.000 Euro zur Verfügung. In Zeiten von Corona ein Klacks.

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