In Deutschland wird derzeit über eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen diskutiert. Die Gesundheitsminister der Länder haben am Freitag in dieser Angelegenheit beraten. Die Diskussion wird um einen Beitrag der „privaten Pflege- und Altenheime“ bereichert. Einem Bericht zufolge ist der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) gegen eine solche Verpflichtung.

Keine Grundlage dafür

Der Präsident des Verbandes, Bernd Meurer, hat demnach darauf verwiesen, für eine Impfpflicht würde es in Deutschland keine rechtliche Grundlage geben. Dem RND gegenüber meinte er, dass die aktuelle Diskussion um eine Impfpflicht für Pflegekräfte davon ablenken würde, dass verabsäumt worden sei, die „Booster-Impfungen schnell und flächendeckend umzusetzen“. Dies wäre sein Wochen vom Verband gefordert worden.

Er gehe davon aus, dass die fehlenden Booster-Impfungen der „wesentliche Grund für Impfdurchbrüche“ wäre. „Der bpa hat immer für eine hohe Impfbereitschaft geworben, und unsere Mitgliedsunternehmen werben vor Ort weiter um jeden einzelnen Impfwilligen“, führte er aus. Der Verband würde stets aufs neue erläutern, dass „jeder geimpfte Mitarbeiter das Risiko für sich und in den Einrichtungen senkt und Leben schützt“.

Hintergrund der Einlassungen könnte allerdings auch sein, dass es offenbar eine geringere Impfbereitschaft unter Pflegekräften geben wird als erhofft. Dabei befürchten die privaten Anbieter evtl., dass Menschen ihren Arbeitsplatz aufgeben würden, wenn es auch noch zu einer solchen Verpflichtung kommt.

Insofern mehren sich auch die Stimmen derjenigen, die zum Beispiel auf New York verweisen. Dort sollen – angeblich – vor allem Bedienstete in den Feuerwehren nach der Verpflichtung zur Impfung ihren Dienst quittieren. Dies wäre sowohl in den USA wie auch in Deutschland in diesen Bereichen sicherlich fatal.



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