Der chinesische Botschafter in Großbritannien, Zheng Zeguang, wurde wegen der jüngsten Aktionen und Äußerungen Pekings zu Taiwan ins britische Außenministerium einbestellt. In einer im Namen der britischen Außenministerin Liz Truss abgegebenen Erklärung hieß es:

“Ich habe die Beamten angewiesen, den chinesischen Botschafter vorzuladen, damit er das Vorgehen seines Landes erklärt. Wir haben in den letzten Monaten ein zunehmend aggressives Verhalten und eine Rhetorik Pekings erlebt, die den Frieden und die Stabilität in der Region bedrohen. Das Vereinigte Königreich fordert China auf, alle Differenzen unverzüglich friedlich und ohne Androhung von Gewalt oder Zwang beizulegen.”

Sie erinnerte daran, dass das Vereinigte Königreich und seine Partner die Eskalation Chinas in der Region um Taiwan auf das Schärfste verurteilt haben, und verwies auf die jüngste Erklärung der G7 zu diesem Thema. Laut der Mitteilung des britischen Außenministeriums wird Zheng Zeguangs Gesprächspartner im britischen Außenministerium der Zweite Ständige Unterstaatssekretär Tim Barrow sein.

China hatte in der vergangenen Woche eine Reihe von Militärübungen entlang der Küste von Taiwan durchgeführt, da die Spannungen in der Straße von Taiwan nach der Reise der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, nach Taipeh am 2. und 3. August zugenommen haben. Peking warnte Washington wiederholt, dass es Vergeltungsmaßnahmen ergreifen würde, wenn der Besuch von Pelosi, die als Sprecherin des Repräsentantenhauses den drittwichtigsten Posten in der US-Regierungshierarchie innehat, stattfinden würde. Am 4. August begann das chinesische Militär mit groß angelegten Manövern und Raketenbeschuss in sechs Gebieten in Taiwans Gewässern. Die Übung sollte eigentlich am Sonntagmittag Ortszeit (6:00 Uhr Berliner Zeit) enden, wurde aber nach Angaben des chinesischen Verteidigungsministeriums auf unbestimmte Zeit verlängert.

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Von Veritatis

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