Frechheit: Rendi-Wagner lamentiert und rotes Wien verdoppelt die Preise für Wärme

Es ist erst gute drei Wochen her und es findet sich immer noch auf der SPÖ-Internetseite:

Die Energiepreise müssen runter.

„Unsere Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner fordert daher einen sofortigen Preisdeckel für die Menschen in Österreich und für die Industrie, um die Teuerung zu bekämpfen.“

Rote Heuchler

Und was passiert? Genau das Gegenteil. Und zwar durch ihre eigenen Parteigenossen! Denn diese erhöhen in Wien die Preise für Fernwärme ab 1. September. Und das nicht nur um die Inflation, nein, sondern um sage und schreibe 92 Prozent! Betroffen sind 260.000 Haushalte. Das bestätigte Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ) in „Wien heute“.

Sowohl die FPÖ als auch die ÖVP reagierten scharf. Der Wiener FPÖ-Obmann Dominik Nepp macht Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) „persönlich dafür verantwortlich, wenn sich immer mehr Menschen keine Lebensmittel und im Winter das Heizen nicht mehr leisten können“. Für die ÖVP regiert die SPÖ „eiskalt“.

Rekordgewinne eingesteckt

Besonders delikat ist, dass die Wiener Stadtwerke und Wien Energie, eine 100 Prozent-Tochter der Wiener Stadtwerke, sich im Eigentum der roten Stadt Wien, also aller Wiener, befinden.

Wien Energie hat laut eigenen Angaben im Jahr 2020 einen operativen Gewinn von 385 Millionen Euro gemacht. Das entspricht einer 64,8-prozentigen Steigerung im Vergleich zu 2019. Die Stadtwerke verzeichneten 2021 einen bereinigten Gewinn von 282 Millionen Euro.

Sogar rote Arbeiterkammer distanziert sich

Angesichts der nach solchen fetten Jahren schamlosen Preiserhöhung sieht sich sogar die rot geführte Arbeiterkammer veranlasst, Kritik zu äußern. Nach einer Prüfung der Preiserhöhung sei man zum Entschluss gekommen, sich dagegen auszusprechen. Auf gut Deutsch: Die Preiserhöhung scheint selbst der Arbeiterkammer nicht koscher.

Folglich fordert die Arbeitnehmervertretung von der Wien Energie eine unabhängige Ombudsstelle für Fernwärme.

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Von Veritatis

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