Die österreichische Spezialeinheit WEGA (Symbolbild)Foto: DIETER NAGL/AFP/Getty Images

Eine Frau und ihre Tochter sind ermordet worden. Dringend tatverdächtig ist der offenbar flüchtige tunesische Lebensgefährte der 32-Jährigen. Das Wiener Sozialministerium veröffentlicht in diesem Zusammenhang ein Statement zu „Männergewalt“.

Es soll der Freund gewesen sein, der für den Tod einer 32-jährigen Frau in Wien und ihrer 15-jährigen Tochter verantwortlich ist. Die beiden Leichen wurden von der Polizei am frühen Donnerstagabend, 4. August, in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus im zentralen Wiener Gemeindebezirk Mariahilf entdeckt.

Die Landespolizei Wien sucht nun mit der Sondereinsatztruppe WEGA nach dem tunesischen Lebensgefährten der Frau, der abends zuvor noch in der Wohnung gewesen sein soll. An seiner eigenen Wohnanschrift konnte er bisher nicht ermittelt werden.

„Männergewalt“-Statement des Sozialministers

Noch am selben Nachmittag veröffentlichte das Sozialministerium des Landes Wien eine Stellungnahme über die österreichische Nachrichtenagentur APA, in der es hieß: „Die hohe Anzahl an Morden und Mordversuchen an Frauen zeigt mit bedrückender Deutlichkeit den dringenden Handlungsbedarf in Österreich. Gestern wurden in Wien-Mariahilf erneut zwei Frauen tot aufgefunden.“

Seit Beginn des Jahres 2022 seien damit mutmaßlich 22 Frauen ermordet worden, zumeist von ihren Partnern oder Ex-Partnern.

Sozialminister Johannes Rauch (Grüne) beklagt: „Wir haben in Österreich ein verheerendes, tödliches Problem mit Gewalt in der Partnerschaft. Frauen werden getötet, weil sie Frauen sind. Es geht oft um ‚Besitzansprüche‘, um Minderbewertungen der Männer gegenüber Frauen.“ Der Minister fordert: „Das muss endlich aufhören!“

Die Vorsitzende des Österreichischen Frauenringes, Klaudia Frieben, meinte: „Es ist nur mehr zum Verzweifeln“, so Frieben, die befürchtet, dass es auch nach diesen Taten „wieder keine politischen Konsequenzen geben wird“.

Ärztin alarmiert Polizei

Am Mittwochabend soll der tunesische Lebensgefährte der Frau noch in der Wohnung gewesen sein. Als die beiden überlebenden Kinder der Frau, zwei Jungen im Alter von sieben und neun Jahren, am Donnerstagmorgen aufgestanden waren, war der Mann jedoch schon nicht mehr in der Wohnung.

Eine Augenärztin hatte die Beamten alarmiert, als die beiden Jungen allein zu einem Termin in ihrer Praxis aufgetaucht waren. Üblicherweise kamen sie stets in Begleitung ihrer Mutter. Zuvor hatte die Medizinerin bereits vergeblich versucht, die Mutter der Jungen telefonisch zu erreichen, berichtete die „Kleine Zeitung“.

Als die hinzugerufenen Polizisten die Jungen nach Hause brachten, bemerkten sie gegen 17.15 Uhr, dass die Wohnungstür offen stand. Dann machten sie eine grausige Entdeckung. Polizeisprecher Markus Dittrich erklärte gegenüber der APA am Freitag: „Sie sind in die Wohnung hinein und haben vorerst niemanden entdeckt. In einem Zimmer, dessen Tür geschlossen war, haben sie dann die beiden Leichen gefunden.“ Sie lagen nach „Krone“-Angaben auf dem Bauch liegend im Bett. Die Zimmertür war von außen versperrt worden. Alles deutete auf ein Verbrechen hin.

Das Landeskriminalamt Wien übernahm die weiteren Ermittlungen, „da die Auffindungssituation auf ein Tötungsdelikt schließen ließ“, heißt es in einer Pressemitteilung der LPD Wien.

Eine Obduktion wurde angeordnet. Weitere Details zur Situation vor Ort wurden nicht gemacht. Die Jungen werden derzeit von einem Kriseninterventionsteam der Polizei betreut.



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Von Veritatis

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