In Krisenzeiten wächst das gesellschaftliche Protestpotential enorm: Im Herbst könnten nun Inflation, Coronakrise und die Auswirkungen der antirussischen Sanktionen auf die deutsche Energiepolitik massiv aufeinandertreffen und zu großen Verwerfungen führen.

Wie der RBB am Sonntag berichtete, wird die unter anderem durch die antirussischen Sanktionen ausgelöste Energiekrise zu starken Protestbewegungen in der Bevölkerung führen.

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Davon geht der Soziologe Ortwin Renn aus. Der Direktor am Institut für Transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) in Potsdam sieht insbesondere in den stark gestiegenen Verbraucherpreisen, für die primär die EZB durch ihre Geldpolitik verantwortlich ist, die Hauptursache für mögliche gesellschaftliche Verwerfungen. Laut Renn sind 7 bis 15 Prozent der Menschen in Deutschland sehr unzufrieden mit der Politik insgesamt. Seit der Coronakrise habe dieser Wert deutlich zugenommen. Renn betonte:

“Diese Gruppe wird das nutzen und den Protest verstärken. […] In jedem Fall ist es eine Zerreißprobe.”

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Auch Politiker wie die grüne Außenministerin Annalena Baerbock hatten bereits geäußert, dass es im Herbst zu Volksaufständen kommen könnte. Renn warnte davor, dass im Winterhalbjahr eventuell gleich mehrere Krisen auf einmal zusammen kommen würden – Inflation und Energiekrise, Coronakrise und die Auswirkungen des Klimawandels beziehungsweise die Energiepolitik der Bundesregierung. Das könne viele Menschen mental überfordern. Er meint aber auch, dass die Bereitschaft, “den Gürtel enger zu schnallen” bei der Mehrheit der Bürger vorhanden sei.

Falls die Bundesregierung Gas rationieren sollte, “dann stellen sich Gerechtigkeitsfragen”, meint Renn mit Hinweis auf die Energieversorgung für Haushalte und die Industrie. Daher solle die Bundesregierung rechtzeitig kommunizieren, was sie plane. Renn resümiert:

“Die Menschen erwarten, dass man sich nicht auf Kosten der Krise profiliert.”

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Von Veritatis

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