Rund 75 Prozent der Demokraten und der den Demokraten nahestehenden Wähler wünschen sich für die Präsidentschaftswahlen 2024 einen anderen Kandidaten ihrer Partei als Joe Biden. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage des US-Senders CNN hervor. Wegen seines Handelns im Hinblick auf die US-Wirtschaft sind Bidens Zustimmungswerte auf unter 30 Prozent gesunken.

Die am Dienstag veröffentlichte Umfrage ergab, dass sich nur 25 Prozent der Demokraten und potenziellen Wähler der Demokraten eine erneute Kandidatur des heute 79-Jährigen wünschen. Im Februar dieses Jahres waren es noch 45 Prozent.

Fast genauso viele (24 Prozent) wollen, dass sich Biden aus dem Rennen zurückzieht, da sie glauben, dass er nicht gewinnen kann, während 32 Prozent ihn nicht wieder im Amt sehen wollen.

Die Begeisterung für den 79-Jährigen ist bei den jüngeren Demokraten am geringsten. Lediglich 18 Prozent der unter 45-Jährigen bevorzugen Biden als Präsidentschaftskandidaten ihrer Partei für das Jahr 2024.

Die Ergebnisse der Umfrage sind kein Einzelfall. Eine separate Umfrage der University of New Hampshire vom Mittwoch ergab, dass nur 31 Prozent der Demokraten in dem US-Bundesstaat, der wegen seiner Steinbrüche auch The Granite State (zu Deutsch: Granit-Staat) genannt wird, eine Kandidatur Bidens im Jahr 2024 befürworten. 59 Prozent wiederum würden eine erneute Kandidatur des amtierenden US-Präsidenten im Jahr 2024 ablehnen. Anfang dieses Monats ergab auch eine Umfrage von Yahoo News/YouGov, dass nur 18 Prozent der US-Amerikaner aller Zugehörigkeiten befürworten, dass Biden im Jahr 2024 für die Demokraten ins Rennen geht, während 64 Prozent dagegen sind.

Obwohl Biden beteuert, dass er eine weitere Amtszeit anstrebt, hat sein zuletzt durch mehrere Vorfälle erkennbar gewordener kognitiver Leistungsabfall lange Zeit Gerüchte genährt, dass er sich nach einer Amtszeit im Weißen Haus zurückziehen wird, insbesondere unter Republikanern und konservativen Experten. Auch die Demokraten haben ihre Zweifel. Die New York Times zitierte kürzlich “Dutzende von frustrierten demokratischen Funktionären” und Parlamentariern, die demnach hoffen, dass Biden zur Seite tritt.

Fünf Tage nach Bekanntwerden eines positiven Coronatests beendete Biden am Mittwoch seine häusliche Isolation. Bei einer Ansprache im Garten des Weißen Hauses sagte der 79-Jährige:

“Meine Symptome waren mild. Ich habe mich schnell erholt und mir geht es prima.”

Während der gesamten Quarantänezeit habe er arbeiten und seine Aufgaben erledigen können. “Und nun geht es für mich zurück in das Oval Office”, erklärte Biden mit Blick auf sein offizielles Arbeitszimmer. Vor den versammelten Journalisten warb er erneut eindringlich für Auffrischungsimpfungen gegen SARS-CoV-2, Corona-Tests und das COVID-19-Medikament Paxlovid.

Nach seinem Wahlsieg, dessen Ergebnis vom ehemaligen Präsidenten Donald Trump erbittert angefochten worden war, musste Biden feststellen, dass die Begeisterung für seine Amtsführung schnell nachließ. Während seine Gegner die Schuld an den Rekordpreisen für Benzin auf seine “grüne” Energiepolitik schieben und die in die Höhe schießende Inflation im Land auf seine beispiellosen Staatsausgaben zurückführen, sind Bidens Zustimmungswerte laut allen großen Meinungsforschungsinstituten zuletzt in den Keller gegangen.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civiqs erreichte die Zustimmung für Biden Anfang des Monats ein Rekordtief von 29 Prozent. Am Mittwoch lag sie im Durchschnitt aus fünf aktuellen Umfragen bei 38 Prozent, wobei die Werte seit Bidens Amtsantritt im Januar stetig gesunken sind.

Obwohl allgemein erwartet wird, dass Trump 2024 erneut kandidieren wird, lässt die Begeisterung unter seinen Anhängern offenbar ebenfalls nach. Dieselbe CNN-Umfrage ergab, dass 55 Prozent der Republikaner und der den Republikanern nahestehenden Wähler wünschen, dass 2024 jemand anderes die Partei anführt. Im Februar dieses Jahres waren es noch 49 Prozent. 

Für den Fall, dass Trump und Biden im Jahr 2024 erneut gegeneinander antreten, würde den Ergebnissen einer Umfrage des Emerson College aus diesem Monat zufolge Trump Biden um fünf Punkte hinter sich lassen.

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Von Veritatis

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