Der Online-Händler trotzt den Konjunktursorgen, aber die Beteiligung an einem Elektroautobauer drückte auf die Zahlen.

Seattle.

Der weltgrößte Online-Händler Amazon hat den Umsatz im zweiten Quartal trotz hoher Inflation und Rezessionssorgen deutlich gesteigert.

Die Erlöse legten im Jahresvergleich um 7 Prozent auf 121,2 Milliarden Dollar (119 Mrd Euro) zu, wie der Konzern nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Betriebsgewinn sank zwar von 7,7 Milliarden auf 3,3 Milliarden Dollar, übertraf jedoch die Erwartungen der Experten. Unterm Strich verbuchte Amazon einen Nettoverlust von 2,0 Milliarden Dollar. Der Grund war aber, dass eine Beteiligung am Elektroautobauer Rivian um 3,9 Milliarden Dollar abgewertet wurde.

Trotz anhaltenden Inflationsdrucks bei Benzin, Energie und Transport mache Amazon Fortschritte bei der Kostenkontrolle, erklärte Vorstandschef Andy Jassy. So sei insbesondere die Produktivität im Lager- und Liefernetzwerk verbessert worden. Dennoch nahmen die Betriebsausgaben gegenüber dem Vorjahreswert um rund 12 Prozent auf 117,9 Milliarden Dollar zu. Am Finanzmarkt kamen die Zahlen trotzdem gut an, die Aktie stieg nachbörslich um über 10 Prozent. Besonders der Ausblick auf das laufende Quartal erfreute die Anleger. Amazon erwartet Erlöse zwischen 125 Milliarden und 130 Milliarden Dollar. (dpa)



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Von Veritatis

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