Wir bieten hier einen längeren historischen Beitrag von Dr. Wilma Ruth Albrecht an, der keinen direkten inhaltlichen Bezug zur aktuellen Lage hat. Aber er zeigt eine interessante Parallele an für Entwicklungen, die sich rund um den Ukraine-Konflikt in einer Variante ergeben könnten – zumindest in der Art der Methoden, wie Sieger Weichen stellen. An dem historischen Modell lässt sich zeigen, wie ein „Marshallplan für die Ukraine“ unter Umständen laufen könnte, mit welchen Methoden man seine Einflusszone und seine Herrschaft ausbauen könnte – natürlich nicht in einer 1:1-Nachbildung. – Der historische Rückblick ist besonders interessant für all jene, die sich für die neuere Geschichte Deutschlands interessieren: insbesondere für die Wurzeln der deutschen Teilung – rückblickend spannend wie ein Krimi, zur Vorsicht mahnend für Gegenwart und Zukunft.

Man kann lernen, wie in den USA eine soziale Politik ausgehebelt und in Deutschland eine (neoliberale) kapitalistische Ordnung installiert wurde, dass der Marshallplan nur den Zweck hatte, in Deutschland sozialistische Ideen gar nicht erst aufkommen zu lassen – wie man es geschafft hat, dass nur Ostdeutschland (DDR) Reparationen zahlen musste – mit Folgen … Man erfährt auch, wer wo die Strippen gezogen hat.

Die Autorin: Wilma Ruth Albrecht (*1947 in Ludwigshafen/Rhein) ist eine deutsche Sozial- und Sprachwissenschaftlerin (Lic; Dr.rer.soc.) mit den Arbeitsschwerpunkten Literatur-, Politik- und Architekturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Sie lebt (seit 2005 als Freie Autorin) in Bad Münstereifel (NRW).

Der Aufsatz entspricht dem gleichnamigen Kapitel in ihrem Buch Nachkriegsgeschichte/n. Sozialwissenschaftliche Beiträge zur Zeit(geschichte). Aachen: Shaker, 2007, 266 p. [ = Geschichtswissenschaft], hier 99-134. Auch wenn das Buch inzwischen über den „Zentralverband antiquarischer Bücher“ (zvab) angeboten wird – es ist keineswegs vergriffen, sondern sowohl uüber Buchhandel als auch Verlag erhältlich.



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Von Veritatis

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